Symbolbild (Foto: VRR)

Kreis Wesel/Duisburg/Oberhausen. Der Verwaltungsrat des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) hat in seiner heutigen Sitzung die weiterführende Planung der Betriebsvariante beschlossen, die den größten Verkehrseffekt bei der Reaktivierung der “Walsumbahn” hat. Bereits seit einiger Zeit besteht ein großes Interesse an einer Reaktivierung der Eisenbahnstrecke von Wesel über Walsum nach Oberhausen. Die beteiligten Städte Duisburg, Oberhausen sowie des Kreis Wesel und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hatten dazu eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht. Mit der Machbarkeitsstudie ist nun die Grundlage für die Reaktivierung geschaffen und die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit des Vorhabens bestätigt.

Neue S-Bahn-Anbindung des Duisburger Nordens

Untersucht wurde, welche Linienführung sich verkehrlich in das bestehende VRR-Liniennetz integrieren lässt und welche infrastrukturellen Anforderungen an die Strecken bestehen. Nun haben die VRR-Gremien folgende Linienführungen als Vorzugsvarianten für die weiteren Planungen festgelegt:

  • 30‘-Takt Wesel – Walsumbahn – Oberhausen – Essen (S3)
  • 30‘-Takt DU-Overbruch – Oberhausen Hbf – Duisburg Hbf – Moers/Xanten (RB31)

Zwischen DU-Overbruch und Oberhausen Hbf überlagern sich die beiden Linien zu einem angenähertem 15‘-Takt.

Als Haltepunkte sind vorgesehen: Wesel – Spellen – Voerde-West – Möllen – DIN-Eppinghoven – DU-Overbruch – DU-Walsum – DU-Fahrn – DU-Marxloh – DU-Hamborn/Röttgersbach – DU-Neumühl – OB-Buschhausen.

„Für den Verkehrsverbund Rhein Ruhr ist der Ausbau und die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur von großer Bedeutung. Reaktivierungen von Schienenstrecken wie der Walsumbahn bergen großes Potenzial für ein verbessertes Angebot zur Anbindung des ländlichen Raumes an angrenzende Ballungszentren und sind damit ein wesentlicher Bestandteil für eine Mobilitätswende“, sagt VRR-Vorstandssprecherin Gabriele Matz.

Nach Beschlussfassung der VRR-Gremien wird der VRR gemeinsam mit den Anrainerkommunen die nächsten Planungsschritte für den Beginn der Leistungsphasen HOAI 1+2 vereinbaren. Vom Land werden dafür Planungsmittel für die Leistungsphasen bereitgestellt. Eine Inbetriebnahme könnte Anfang der 2030er Jahre realisiert werden.

Durch die Reaktivierung des Personenverkehrs auf der 1983 eingestellten „Walsumbahn“ erhalten die rund 300.000 im Duisburger Norden lebenden Menschen wieder eine direkte Anbindung an den SPNV.

InfoKlick: Externer LinkSessionNet | Walsum-Bahn (vrr.de)

Beitrag drucken
Anzeigen