Symbolfoto Polizei NRW
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Düsseldorf. Einen Tag nach dem versuchten Tötungsdelikt veröffentlichen Staatsanwaltschaft und Polizei Düsseldorf den aktuellen Ermittlungsstand. Unmittelbar nach der Tat hatten die Ärzte eine Lebensgefahr bei dem Opfer nicht ausgeschlossen. Der Minderjährige befindet sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung.

Nachdem die Mordkommission zahlreiche Zeugen vernommen und Aufnahmen einer Videoüberwachung am Tatort ausgewertet hat, stellt sich der Geschehensablauf zum jetzigen Stand der Ermittlungen wie folgt dar:

Der Tatverdächtige und das spätere Opfer waren untereinander bekannt und befanden sich offenbar gemeinsam als Teil einer kleinen Gruppe von jungen Menschen am Tatort. Der 15-Jährige soll dann mehrmals an einer E-Zigarette gezogen haben, die er von bislang nicht ermittelten etwa gleichaltrigen Personen angeboten bekommen haben soll. Unmittelbar darauf sei es ihm unwohl gewesen. Nach Zeugenangaben habe man gemeinsam einen nahegelegenen Imbiss an der Siegburger Straße aufgesucht, um eine Flasche Wasser zu kaufen. Der 15-Jährige sei sehr benommen gewesen und dann unvorhersehbar ganz plötzlich hochaggressiv geworden. Er gelangte in dem Imbiss an ein Küchenmesser und stach damit unvermittelt mehrmals auf den flüchtenden 13-Jährigen ein. Streifenteams der Polizei konnten den Minderjährigen noch am Tatort vorläufig festnehmen.

Das Messer konnten Einsatzkräfte am Tatort beschlagnahmen. Die Ermittler stellten auch eine E-Zigarette sicher. Die Inhaltsstoffe werden im Zuge der Ermittlungen genauer untersucht. Zur Überprüfung der Schuldfähigkeit wurde dem Tatverdächtigen eine Blutprobe entnommen. Der 15-Jährige ist bisher strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten. Heute soll er einem Haftrichter vorgeführt werden. Zum Tatvorwurf hat er sich bislang nicht geäußert. (ots)

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