Am Schulzentrum Rheindahlen wurde bei der Sanierung des Gymnasiums (Gebäuderiegel rechts) ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Arbeiten am Trakt für die Hauptschule und die Schulverwaltung (Gebäudekomplex oben) sind bereits seit dem Frühjahr abgeschlossen (Foto: © Stadt Mönchengladbach)
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Mönchengladbach. Die ersten Räume im Gymnasiums Rheindahlen sind fertig saniert. Zu den ersten, die sie nutzen durften, gehörten Grundschülerinnen und Grundschüler. Am Tag der offenen Tür am vierten November konnten die Nachwuchs-Gymnasiasten und ihre Eltern so direkt einen Eindruck bekommen, unter welchen räumlichen Bedingungen hier künftig unterrichtet wird. Kurz nach dem Jahreswechsel sollen die Sanierungsarbeiten am Gymnasium dann gänzlich fertiggestellt sein. Doch ein weiterer Bauabschnitt am Schulzentrum Rheindahlen steht 2024 noch an.

Neue Teppichböden in freundlichem blau, helle Decken, wo vorher dunkle Farben „drückten“, in Teilen auch neue Wände und neue oder aufgearbeitete Türen. „Man sieht und spürt den Unterschied deutlich, und das ist natürlich toll für uns als Schule“, sagt Schulleiterin Christina Piepers. Auch die alten Fenster werden in den Winterferien noch gegen moderne und mehrfachverglaste Exemplare ausgetauscht. Im Erdgeschoss wird zudem ein kleines Foyer im Flurbereich eingerichtet und das ehemalige Sprachzentrum zu einem flexibel einteilbaren Multifunktionsraum umgebaut.

Während die Arbeiten im Erdgeschoss im vollen Gang sind, ziehen die im Gebäude verbliebenen Klassen nun vom zweiten ins fertige erste Obergeschoss. Damit können als Nächstes die Arbeiten im zweiten Stockwerk beginnen. Der übrige Schulbetrieb ist in einen Modulbau auf dem Schulhof ausgelagert. „Dadurch, dass Teile des Unterrichtsbetriebs im Gebäude verbleiben, findet die Sanierung im laufenden Betrieb statt“, erklärt Projektmanager Stephan Oidtmann vom Gebäudemanagement Mönchengladbach. „Das ist natürlich gleichermaßen herausfordernd für uns als Bauverantwortliche und für die Schule selbst. Wir haben da aber ein gutes Miteinander gefunden.“

Schritt für Schritt verwandelt sich das Gebäude, erhält eine moderne Optik und eine angenehmere Atmosphäre. Für die Schule als Lern- und Aufenthaltsort sind diese Qualitäten nicht zu unterschätzen. Aus baulicher Sicht stehen drei weitere Ziele besonders im Fokus. Mit den Arbeiten sollen der Brandschutz im Gebäude verbessert, energetische Einsparungen erzielt und schadstoffhaltige Bausubstanzen ausgetauscht werden. Die neuen Decken haben zudem einen erhöhten Schallschutz und sind mit moderner LED-Beleuchtung ausgestattet. Neue Brandschutztüren und Wände dienen dazu, das Gebäude in Brandabschnitte zu unterteilen. Und die neuen Fenster sorgen nicht nur für wohlige Wärme im Winter, sondern auch für eine niedrigere Heizkostenabrechnung.

„Wir reißen hier nicht alles raus und machen es neu, sondern verbinden so gut es geht das Nützliche mit dem Angenehmen“, sagt Oidtmann. Neben finanziellen Aspekten lassen sich so auch Ressourcen schonen und etwas vom ursprünglichen Charakter des Gebäudes erhalten. Schulleiterin Piepers kann dem durchaus etwas abgewinnen: „Auch mit kleineren Eingriffen kann man teilweise große Wirkung erzielen. Die Klassentüren etwa wurden aufgebessert und in freundlichem Grün lackiert – das sieht gleich ganz anders aus“, sagt sie.

Begonnen haben die Arbeiten Sommer 2021 und werden voraussichtlich rund 12,5 Mio. Euro Kosten. Die Maßnahme wird weit überwiegend aus Mitteln des Programms Gute Schule und des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes bezuschusst. Die Sanierung des Gymnasiums ist Teil eines umfassenden Projekts am Schulzentrum Rheindahlen in mehreren Bauabschnitten. Die Hauptschule und die Verwaltung beider Schulen konnten bereits in den Osterferien in einen benachbarten Gebäudeteil zurückziehen. Auch an der Sporthalle wurden Decken erneuert und Sanitäranlagen modernisiert. Für nächstes Jahr stehen noch Arbeiten an der Mensa, der Aula und der Stadtteilbibliothek an.

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