Kolorierte Ansichtskarte um 1920 (Quelle: Stadt- und Vestisches Archiv, Nachlass Wissmann)
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Recklinghausen. „Es stand einmal und ist nicht mehr …“ lautet der Titel der noch bis zum 28. Juni laufenden Sonderausstellung im Institut für Stadtgeschichte, die anhand historischer Baupläne, Dokumente und Fotos an heute nicht mehr existente Recklinghäuser Gebäude erinnert.

Die vor langer Zeit abgerissenen Bauten tragen jetzt noch zur Wahrnehmung der Stadt bei: Eine Kreuzung heißt im Volksmund auch gegenwärtig noch „Eier Franz“ –  nach einer alteingesessenen Gastwirtschaft, die so übrigens nie hieß.

Die in der Ausstellung gezeigten Pläne des ersten Bahnhofsgebäudes, der beiden Vorgängerbauten des heutigen Prosper-Hospitals, des ersten Postamts, der beiden alten Synagogen, der Still-Villa oder beliebter Gaststätten wie beispielsweise der „Ewigen Lampe“ geben Einblicke in die Zeit der Wandlung der Stadt vom beschaulichen Ackerbürgerstädtchen hin zur modernen Großstadt.

Das Stadt- und Vestische Archiv Recklinghausen übernimmt – nach Abriss der Gebäude – alle Hausakten der Bauverwaltung dauerhaft, da diese wichtige Quellen für die stadtgeschichtliche Forschung darstellen; sie bieten unabdingbare Informationen über die Wirtschafts- und Sozialgeschichte, die Architekturgeschichte und Denkmalpflege der Stadt Recklinghausen.

Die Ausstellung erinnert anhand alter Pläne und Dokumente an heute nicht mehr sichtbare, dennoch im kollektiven Gedächtnis der Stadtgesellschaft weiterhin bestehende Gebäude, Orte und Menschen.

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