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Düsseldorf. Am Flinger Broich entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Tennisanlage und in direkter Nachbarschaft zum Allwetterbad Flingern eine neue Kita. Im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller wurde am Mittwoch, 5. Juni, der Grundstein für den Neubau gelegt. Die Kita für rund 13 Millionen Euro wird in städtischer Trägerschaft betrieben und über sechs Gruppen verfügen. Dadurch werden 106 neue Kitaplätze geschaffen, davon 32 Plätze für unter dreijährige (U3) und 74 Plätze für über dreijährige Kinder (Ü3).

“Der Neubau wird helfen, die Versorgungssituation mit Kitaplätzen im Stadtbezirk 2 signifikant zu verbessern”, sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. “Durch die zügige Ausführung der IPM als beauftragtes Generalunternehmen können wir die Kita bereits im Kita-Jahr 2025/2026 in Betrieb nehmen. So schaffen wir für viele Familien Planungssicherheit und gewährleisten die Betreuung für ihre Kleinsten.”

Zurzeit beträgt die Versorgungsquote im Stadtbezirk 2 für U3 rund 53 Prozent und im Ü3-Bereich rund 97 Prozent. Unter Berücksichtigung aller bis zu diesem Zeitpunkt vorgesehenen Maßnahmen und der Einwohnerprognose des Amtes für Statistik und Wahlen wird nach Fertigstellung der Einrichtung eine Versorgungsquote U3 von rund 55 Prozent erwartet. Im Ü3-Bereich kann eine vollständige Bedarfsdeckung erreicht werden.

Auf dem 4.200 Quadratmeter großen Grundstück befindet sich derzeit eine Tennisanlage mit vier Tennisplätzen und einem zugehörigen zweigeschossigen Vereinsheim. Der Verein der Freien Schwimmer erhält in dem neu zu bauenden Gebäude eine Gymnastikhalle sowie Büroflächen und Umkleidebereiche. Diese Bereiche sind unabhängig von der Kita zu nutzen und werden baulich getrennt. Der Gymnastikraum stellt die Verbindung zwischen den beiden Nutzungen Kita und Vereinsräume dar und kann von beiden Bereichen aus genutzt werden.

Das gesamte Gebäude wird barrierefrei zugänglich sein: Zum Obergeschoss führt ein Aufzug und im Außenbereich bietet ein Leitstreifensystem Unterstützung bei der Orientierung. Zudem werden in den Außenbereichen der Kita und des Sportvereins alle Wege- und Platzflächen barrierefrei ausgeführt. Das Außengelände der Kita grenzt an die Liegewiese des Allwetterbades und erhält neben einem vielfältigen Spielangebot eine Sichtschutzbepflanzung aus Blütengehölzen entlang der Grundstücksgrenze. Im Bereich der Zufahrt ist ein Behinderten-Stellplatz vorgesehen.

Durch den Neubau der Kita wird ein Großteil der Fläche, die vorher durch Tennisplätze belegt war, entsiegelt. Es entstehen neue Grünflächen mit einer umfangreichen Neupflanzung von Sträuchern und Bäumen. Insgesamt werden auf dem Außengelände der Kita zehn Bäume neu gepflanzt. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Pufferspeicher. Alle Räume, einschließlich der Gymnastikhalle, werden über eine Fußbodenheizung versorgt. Der Einsatz maschineller Be- und Entlüftung wird so gering wie möglich gehalten.

Zudem wird eine Photovoltaik-Anlage mit einer Gesamtleistung von rund 85 Kilowatt-Peak angebracht. Der PV-Eigenverbrauchsanteil liegt bei 51,3 Prozent. Die darüber hinaus umgesetzte Dachbegrünung wird das Gebäude im Sommer kühlen und als Lebensraum für Insekten zur Artenvielfalt beitragen. Die IPM GmbH strebt an, das Gebäude nach DGNB Gold zertifizieren zu lassen.

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 12,92 Millionen Euro.

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