Krefeld. Die FDP-Stadtratsfraktion wirft der Verwaltung in Sachen Haushalt widersprüchliches Verhalten vor: „Am Dienstag, als Stadtkämmerer Ulrich Cyprian ein Haushaltsloch im nächsten Jahr von 102 Millionen Euro verkündete, lies Schuldezernent Marcus Schön in einer gemeinsamen Sitzung von Jugendhilfe und Schulausschuss zahlreiche neue Stellen für das Haus der Bildung beschließen. Dass dies im Vorgriff auf den Stellenplan für 2026 geschieht, macht den Vorgang per se angreifbar.“
Die FDP zieht einen Vergleich zu der Titanic, die wegen eines leichtsinnigen Verhaltens des Kapitäns 1912 beim Rammen eines Eisbergs sank: „Während oben noch die Kapelle spielte, drang unten Wasser in das lecke Schiff.“
Wie die CDU, die auch am Dienstag nicht für die neuen Stellen gestimmt hatte, lehnt die FDP-Fraktion die von SPD und Grünen vorgeschlagene Änderung der Hauptsatzung ab: „Es kann nicht anders als manipulativ bezeichnet werden, wenn die beiden Fraktionen von dem Fehlbetrag von 2 % der Gesamtausgaben im Stadthaushalt abweichen wollen, ab dessen Überschreiten Konsequenzen gezogen werden müssen. Der Weg in die Haushaltssicherung erscheint uns unumgänglich besser jetzt als später.“





















