Beim Spatenstich zur Erweiterung der Grundschule „An der Burg“ waren anwesend (v.l.n.r.): Thorsten de Haas (2. Beigeordneter, Stadt Hückelhoven) – Dr. Achim Ortmanns (1. Beigeordneter, Stadt Hückelhoven) – Josef Viethen (Architekturbüro Viethen) – Bürgermeister Bernd Jansen – Schulhund Lucy - Dirk Gröbert (Schulleiter GGS) – Stefanie Buchkremer (Konrektorin GGS) – Michael Keller (Leiter Amt für Gebäudemanagement Stadt Hückelhoven) (Foto: Stadt Hückelhoven/Romulus Timar)
Anzeigen



Hückelhoven. Die Gemeinschaftsgrundschule “An der Burg” in Hückelhoven wird umfassend erweitert, um den sich wandelnden Anforderungen an eine moderne Grundschulbildung gerecht zu werden. Die Stadt Hückelhoven reagiert damit auf eine Bedarfsplanung aus dem Jahr 2023, die deutliche Veränderungen im Schulalltag aufgezeigt hat.

Ursprünglich war geplant, dass zuletzt 1999 erweiterte Bestandsgebäude aufzustocken. Eine Studie zur Statik ergab jedoch, dass dies nicht realisierbar ist. Daher wird die Schule durch einen kompletten Neubau zwischen dem denkmalgeschützten Baukörper aus dem Jahr 1914 und dem Bestandsgebäude mit Turnhalle erweitert.

Der Neubau wird zweigeschossig und nach modernen Lehrmethoden sowie aktuellen Schulbaurichtlinien errichtet. Im Zuge der Baumaßnahmen werden die Pausenhalle und das WC-Gebäude zurückgebaut. Der neue Gebäudekomplex wird an beide Bestandsgebäude angebunden und ein integriertes barrierefrei-Konzept umgesetzt. Ein zentrales Treppenhaus mit Aufzug wird errichtet, um die Erreichbarkeit aller Gebäudebestandteile barrierefrei oder barrierearm nach Fertigstellung zu gewährleisten.

Die geförderte Maßnahme hat ein Investitionsvolumen von derzeit ca. 4.500.000 EUR. Die Bauzeit wird voraussichtlich 18 Monate betragen.

Die Erweiterung der Gemeinschaftsgrundschule “An der Burg” ist ein wichtiger Schritt, um den Kindern in Hückelhoven eine zukunftsfähige und qualitativ hochwertige Bildung zu ermöglichen.


Zu den zentralen Eckpunkten, die die Erweiterung notwendig machen, gehören:

  • Ein gestiegener Bedarf an ganztägiger Betreuung, um den Bedürfnissen berufstätiger Eltern besser zu entsprechen.
  • Eine nahezu Verdoppelung der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf seit 2007, wobei dieser Förderbedarf weiterhin auf hohem Niveau bleibt.
  • Die Ausweitung des Herkunftssprachlichen Unterrichts (HSU), um die sprachliche Vielfalt der Schülerschaft angemessen zu berücksichtigen.
  • Ein erhöhter Platzbedarf im Lehrerzimmer aufgrund des Personalzuwachses, der durch gestiegene Anforderungen an den Unterricht und die Betreuung entstanden ist.
  • Der mittelfristige Bedarf an der Einrichtung einer dritten Gruppe in der offenen Ganztagsschule, um allen Kindern einen Betreuungsplatz anbieten zu können.

Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, umfasst die Erweiterung der Schule folgende Räumlichkeiten:

  • Mindestens zwei Räume für die sonderpädagogische Förderung, um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten.
  • Ein Raum für die Elternberatung, um eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus zu ermöglichen.
  • Ein Raum für die sozialpädagogische Förderung, um Kinder in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen.
  • Zwei zusätzliche Klassenräume für den HSU am Vor- und Nachmittag, um den Herkunftssprachenunterricht optimal zu organisieren.
  • Ein Klassenraum für eine optionale vierte Eingangsklasse, um auf zukünftige Schülerzahlen flexibel reagieren zu können.
  • Ein neuer Konferenzraum, um den gestiegenen Anforderungen an die schulische Zusammenarbeit gerecht zu werden.
Beitrag drucken
Anzeigen