Niederkrüchten. Während andernorts im Kreis Viersen die Unsicherheit wächst, ob die traditionellen Sankt Martinszüge in diesem Jahr noch stattfinden können, ist in der Gemeinde Niederkrüchten bereits ein klares Zeichen gesetzt worden: Die Martinsumzüge sind gesichert – dank schnellem Dialog und bürgernaher Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Ehrenamt.
Ausgangspunkt war ein öffentlicher Hinweis der FDP Niederkrüchten auf die drohenden Konsequenzen verschärfter Sicherheitsvorgaben, die der Kreis Viersen auf Grundlage von Empfehlungen des NRW-Innenministeriums erlassen hatte. Kurz nach der Veröffentlichung dieses Hinweises kam es zu einer erfreulichen Reaktion seitens der Gemeindeverwaltung.
„Wir freuen uns sehr, dass unsere Anregung so schnell und konstruktiv aufgenommen wurde“, erklärt Ugur Erol, Sprecher der FDP Niederkrüchten. „Die Ordnungsamtsleiterin hat angekündigt, alle Martinsvereine in unserer Gemeinde zu einem gemeinsamen Austausch einzuladen, um konkrete und pragmatische Lösungen zu finden. Damit ist klar: Kein Martinszug muss ausfallen.“
Tradition mit Augenmaß schützen
Der Schritt der Verwaltung ist für die FDP Niederkrüchten ein starkes Signal, dass Sicherheit und Brauchtum kein Widerspruch sein müssen – wenn der Wille zur Zusammenarbeit vorhanden ist. „Wir sind überzeugt: Sicherheit – ja, aber mit Augenmaß. Und Tradition – ja, aber durch Unterstützung, nicht durch Vorschrift“, so Erol weiter.
Gerade in kleineren Gemeinden wie Niederkrüchten leben viele Brauchtumsveranstaltungen vom Ehrenamt. Doch nach den schwierigen Pandemiejahren ist das Engagement vielerorts auf einem Tiefpunkt. Neue bürokratische oder organisatorische Hürden können für Vereine zur Überforderung führen – und im schlimmsten Fall zur Absage traditioneller Umzüge, die über Generationen hinweg gewachsen sind.
„Wir haben frühzeitig darauf hingewiesen, dass die neue Vorgabe, mit Polizeifahrzeugen und LKWs alle Zufahrten zu sichern, für viele Martinsvereine schlicht nicht zu stemmen ist“, so Erol. „Doch statt auf starren Vorgaben zu beharren, setzt unsere Verwaltung auf Austausch und Verständnis – und das ist genau der Weg, den wir als FDP überall im Kreis Viersen empfehlen.“
Vorbildfunktion für den gesamten Kreis
Mit dem positiven Beispiel aus Niederkrüchten möchte die FDP ein klares Signal in die Nachbargemeinden senden. „Wir hoffen, dass auch andere Städte und Gemeinden im Kreis diesem Beispiel folgen – und ihre Martinsvereine nicht im Regen stehen lassen“, erklärt Erol.
Die FDP Niederkrüchten lädt ausdrücklich zur Nachahmung ein: „Wenn wir gemeinsam unsere Traditionen erhalten wollen, brauchen wir Mut zum Dialog, Respekt vor dem Ehrenamt und Verwaltung mit offenem Ohr.“
Kinder mit Laternen gehören zu Niederkrüchten
Für die FDP Niederkrüchten ist die Botschaft klar: Kinder mit selbstgebastelten Laternen gehören auf die Straßen unserer Dörfer – auch 2025. „Wir danken der Verwaltung für das lösungsorientierte Handeln. So geht bürgernahe Politik. Und so kann Tradition lebendig bleiben – nicht nur als Kulturerbe auf dem Papier, sondern mitten im Herzen unserer Gemeinde“, so Ugur Erol abschließend.


















