Metelen. Die Anforderungen und Belastungen an die Versorgungsnetze steigen stetig. Um die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft sicherzustellen, werden in Metelen, in der Straße An der Walkenmühle, die Niederspannungsleitungen auf einer Länge von rund 300 Metern und die dortige Ortsnetzstation erneuert.
Um die Belastungen und Gefahren im Bereich der Grundschule so gering wie möglich zu halten, wird die Baumaßnahme gezielt in die Zeit der Sommerferien gelegt. Die Bauarbeiten starten am 17. Juli und werden voraussichtlich in der 34. Kalenderwoche, vor Schulstart, abgeschlossen sein. In der Zeit kommt es zwischen den Hausnummern 7 und 32 in verschiedenen Abschnitten der Straßen auf den Bürgersteigen und am Straßenrand zu Einschränkungen, sowie zu halbseitigen Sperrungen der Straße. Auch eine kurzfristige Vollsperrung ist im Lauf der Bauarbeiten möglich. Den Anwohnenden wird während der Bauarbeiten stets die Zufahrt zu ihren Grundstücken ermöglicht. Die Grundstücke selbst werden von den Bauarbeiten nicht betroffen sein, allerdings wird es im Zuge der Inbetriebnahme der neuen Versorgungsleitungen zu kurzfristigen Stromabschaltungen der betroffenen Häuser kommen. Hierüber werden die Anwohnenden rechtzeitig und individuell informiert beziehungsweise die notwendige Maßnahme mit ihnen abgesprochen.
Konkret werden im Zuge dieser Netzverstärkungsmaßnahme 3 neue Niederspannungskabelstränge auf mit einer Länge von rund 700 Metern in die Erde verlegt. Außerdem wird die Ortsnetzstation technisch erneuert und verstärkt. Diese erhält eine komplett neue Schaltanlage, eine komplett neue Niederspannungsverteilung und einen neuen Trafo, der mehr als dreimal so leistungsstark ist wie der bisher eingesetzte Transformator. Zudem wird die Technik in der Ortsnetzstation digitalisiert.
Ortsnetzstationen spielen eine Schlüsselrolle in der Energieversorgung, in dem sie Mittelspannung in haushaltsübliche Niederspannung umwandeln. Mit der Digitalisierung seiner Technik kann der Verteilnetzbetreiber zukünftig aus dem Netz gewonnene Live-Daten zu Strom und Spannung detailliert visualisieren, steuern und flexibler auf Änderungen von Netzaktivitäten reagieren. So kann das Stromnetz in Echtzeit analysiert und bei Bedarf schneller reagiert werden. Darüber hinaus erkennt das smarte System ungewünschte Vorkommnisse besonders schnell. Die Technik hilft dabei, Fehler einzugrenzen und Ausfallzeiten zu reduzieren. Mit den gewonnenen Daten kann zudem der Betrieb der Netze noch bedarfsgerechter auf die zukünftigen Herausforderungen ausgerichtet werden.
Verantwortlich dafür ist die Westnetz. Geplant wurden die neuen Versorgungsleitungen am hiesigen Westnetz-Standort in Metelen. Ziel dieser Baumaßnahme ist es, auf die Entwicklungen im Zuge der Energie- und Wärmewende zu reagieren, so dass die Versorgungsnetze für die Zukunft fit gemacht werden. Die neu verlegten Niederspannungskabel erhöhen aufgrund der Kapazitätserweiterung die Versorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger. Durch immer mehr Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Firmen und Privatleuten, Ladestationen für E-Autos sowie durch die Installation von Wärmepumpen zum Heizen der Gebäude, steigen die Belastungen für die Stromnetze stetig. Um eine Überlastung der Netze und damit möglichen Störungen vorzubeugen, wird bereits jetzt in die Stärkung der Netze investiert.
Hintergrund:
Das Stromnetz kann man sich wie ein Straßennetz vorstellen: Es gibt Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen. Ebenso teilt sich das Stromnetz in das Hochspannungsnetz (110.000 Volt), das Mittelspannungsnetz (10.000 Volt) und das Niederspannungsnetz (400 Volt) auf. Die unterschiedlichen Netze bedienen verschiedene Abnehmer: das Hochspannungsnetz größere Orte und energieintensive Unternehmen, das Mittelspannungsnetz kleinere Orte und Unternehmen sowie das Niederspannungsnetz einzelne Haushalte und Geschäfte. Umspannwerke und Ortsnetzstationen stellen die Verbindung zwischen den einzelnen Spannungsebenen her – vergleichbar mit Autobahnkreuzen oder Autobahnabfahrten.





















