Symbolfoto (Foto: Pixabay)
Anzeigen

Rhein-Ruhr. Smart Home-Lösungen haben sich von technischen Gadgets zu digitalen Helfern entwickelt. Nach einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom aus August 2021 nutzen bereits vier von zehn Menschen in Deutschland Smart Home-Anwendungen. Die Realität zeigt: Hausautomation – die automatische Steuerung von Haushaltsgeräten – ist längst mehr als nur ein technisches Spielzeug.

Sie ist zu praktischer Unterstützung im Alltag geworden. In einem Smart Home können sich wiederholende Aufgaben in unserem zunehmend komplexen Alltag automatisiert werden. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten überrascht dabei viele Nutzer positiv.

Von intelligenter Beleuchtung über Sicherheitssysteme bis hin zu automatisierten Reinigungslösungen – die Einsatzbereiche der intelligenten Haustechnik sind vielfältig und werden in den folgenden Abschnitten näher beleuchtet. Die folgenden Abschnitte liefern einen Überblick.

Beleuchtung und Sicherheit: Die beliebtesten Smart Home-Anwendungen

Mit am weitesten verbreitet sind smarte Lampen und Leuchten, die 29 Prozent der Smart Home-Nutzer verwenden. Viele von ihnen wurden in der Vergangenheit bereits im Homeandsmart Magazin vorgestellt. Danach folgen intelligente Video-Überwachung mit 23 Prozent und smarte Alarmanlagen mit 21 Prozent. Diese Smart Home-Anwendungen dominieren, weil sie sofort spürbare Vorteile bieten.

Intelligente Beleuchtung lässt sich bequem per App steuern und automatisieren. Sicherheitslösungen geben Bewohnern ein Gefühl der Sicherheit und ermöglichen die Überwachung des Zuhauses auch vom Arbeitsplatz oder aus dem Urlaub. Die Installation ist meist unkompliziert – smarte Glühbirnen müssen beispielsweise einfach nur eingedreht werden.

Haushaltsroboter auf dem Vormarsch: Automatisierte Reinigung und Gartenpflege

Haushaltsroboter werden immer beliebter und übernehmen repetitive Arbeiten im Haushalt. 13 Prozent der Smart Home-Nutzer setzen mittlerweile Staubsaugerroboter ein – 2020 waren es noch 9 Prozent.

Noch deutlicher ist der Anstieg bei Rasenmährobotern: 16 Prozent verwenden diese Geräte, während es 2020 nur 8 Prozent waren. Diese Roboter erleichtern den Alltag erheblich, da sie zeitaufwändige Hausarbeiten eigenständig erledigen.

Während Staubsaugerroboter die Böden reinigen, pflegen Rasenmähroboter automatisch den Garten. Beide Gerätetypen arbeiten nach programmierten Zeitplänen und kehren eigenständig zur Ladestation zurück.

Zusatztipp: Wer noch einen Schritt weiter gehen und seine Gartenpflege möglichst nachhaltig werden lassen möchte, kann auch seine Bewässerung smart gestalten und zum Beispiel nur dann gießen (lassen), wenn es wirklich nötig ist.

Intelligente Vernetzung: Wenn Geräte miteinander kommunizieren

Das volle Potenzial von Smart Home entfaltet sich durch die smarte Vernetzung verschiedener Komponenten. Ein Beispiel ist die Verbindung von smartem Fensterkontakt – ein Sensor, der das Öffnen und Schließen erkennt – und smartem Thermostat. Letzteres merkt, wenn das Fenster geöffnet wird, und regelt die Temperatur nach unten – und umgekehrt.

Ein weiteres Beispiel ist die Vernetzung von Elektrohaushaltsgeräten wie Herd, Kühlschrank, Waschmaschine oder Kaffeeautomat. Der Kaffeeautomat startet automatisch, wenn der Wecker klingelt. Diese Geräte können ferngesteuert und programmiert werden. Durch solche intelligenten Verbindungen entstehen eigenständige Prozesse, die den Wohnkomfort erhöhen und gleichzeitig Energie sparen. Entsprechende Vernetzungen lassen sich oft auch gut in Haushalte integrieren, in denen Menschen mit Demenz leben.

Zentrale Steuerung: Von Jalousien bis Saugroboter alles im Griff

Es lassen sich fast alle Bereiche des Wohnens in das Smart Home integrieren und koordiniert steuern: Von den Jalousien bis hin zum Saugroboter bietet die Hausautomation vielfältige Möglichkeiten.

Anwender können mit kostenlosen Open-Source-Lösungen nahezu sämtliche smarte Devices übergreifend verwalten. Dazu gehören Bewegungsmelder, Heizkörperthermostate, Leuchtmittel, Luftreiniger und Luftsensoren, Klimaanlagen, Überwachungskameras oder Balkonkraftwerke.

Diese zentrale Steuerung macht die Bedienung zum Kinderspiel und ermöglicht komplexe Automatisierungsszenarien. Verschiedene Geräte können miteinander verknüpft werden, sodass sie aufeinander reagieren und gemeinsam für optimalen Wohnkomfort sorgen.

Energiesparen und Sicherheit: Die praktischen Vorteile im Überblick

Ein Smart Home ist ein echtes Multitalent: Aufgrund der selbstständigen Abläufe lässt sich Energie sparen oder die Sicherheit des Zuhauses erhöhen. Intelligente Heizungssteuerung passt die Temperatur automatisch an die Anwesenheit der Bewohner an.

Smarte Beleuchtung schaltet sich nur bei Bedarf ein und dimmt sich je nach Tageszeit. Sicherheitssysteme überwachen das Zuhause rund um die Uhr und senden bei Einbruchsversuchen oder ungewöhnlichen Bewegungen sofort Benachrichtigungen. Diese eigenständigen Systeme arbeiten präziser als manuelle Steuerung und führen zu spürbaren Verbesserungen im Wohnkomfort sowie Kosteneinsparungen. Gleichzeitig reduzieren sie den Energieverbrauch – je nach Ausgangssituation oft spürbar.

Beitrag drucken
Anzeigen