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Moers. Seit einigen Monaten ist nun die neue Sportanlage in Meerbeck in Betrieb. Das Thema „Soziale Verantwortung“ wurde immer wieder großspurig von der Stadtverwaltung, dem Stadtsportbund und der Politik propagiert. Die Bilanz, die wir als Tennisabteilung nun ziehen müssen, ist verheerend.

Fangen wir mal an bei dem Aufbau der Tennisplätze. Hierfür gibt es DIN-Normen zur Errichtung von Tennissportanlagen. Wir haben nach ständigen Problemen mit dem Aschebelag aus eigenen finanziellen Mitteln die Plätze nach Fertigstellung erneuern lassen müssen. Der Untergrund besteht nicht, aus dem dafür zu verwendendem Material, sondern aus billigstem Schotter, der keine Bindung und keine Wasserspeicherung durchführt. Hinweise an die zuständigen Stellen wurden abgeblockt. Hinweise zur Gewährleistungspflicht gegenüber der Baufirma nicht mal angedacht.

Ergebnis: die Anlage trocknet sofort aus und die Asche fliegt bei Wind weg und landet in den Vorgärten der umliegenden Anwohner.

Die Umzäunung, die gleichzeitig eine Abgrenzung zum Fußballplatz darstellt, ist zu niedrig und es fliegen ständig Bälle auf die Tennisanlage. Dies ist nicht weiter schlimm, wenn die meist Jugendlichen und Kinder dann nicht über den 3,6 m hohen Zaun klettern würden und mit Fußballschuhen mit Stollen Löcher und tiefe Abdrücke hinterlassen würden. Linien werden herausgerissen und über die Anlage geschmissen. Die Plätze müssen mittlerweile täglich von unseren Mitgliedern repariert werden, um überhaupt Tennis spielen zu können.

Nebenbei ist dies auch noch gefährlich für die Klettermaxen. Da stellt sich schnell die Frage der Haftung der Stadt, die dies nicht unterbindet.

Das Thema Fußballschuhe mit Stollen sollte auch die nutzenden Vereine der Kunstrasenplätze interessieren. Es steht an jedem Zugangstor eine Verhaltensregel dazu. „DAS BETRETEN DER KUNSTRASENPLÄTZE IST MIT STOLLENSCHUHEN UNTERSAGT“. Interessieren tut es keinen. Es geht sogar so weit, dass älter Nutzer der Laufstecke, die darauf hinweisen, von den Spielenden beleidigt, bedroht und verspottet werden.

Wer sich mal tagsüber auf der Anlage aufhält, wird sicherlich schon die Verschmutzungen der Rasenflächen bemerkt haben. Verpackungen von Fastfood-Ketten werden auf die Anlage gebracht und nach dem Verzerr der Speisen, arglos auf dem Rasen liegen gelassen.

Jugendliche kiffen neben den Sportgeräten, drücken Zigaretten dort aus (Die Brandlöcher sind deutlich erkennbar) Es wird mit E-Scootern über den Kunstrasen gefahren usw.

Das alles hat mit der hochgelobten „sozialen Verantwortung“ nicht gemein. Es stellt sich die Frage, ob und wann die Verantwortlichen aus Verwaltung, Politik und Stadt Sport Bund mal endlich reagieren und die Verantwortung für die Erhaltung der Sportstätten ernst nehmen.

 

Ein Leserbrief von Frank Volkmann, Moers

Anmerkung der Redaktion: Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion veröffentlicht keine anonymen Leserbriefe und behält sich Kürzungen vor.

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