Herbert Ruhnau mit einigen Bildern, die er für den guten Zweck spendet (Foto: privat)
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Krefeld. „Nachdem ich die Villa Sonnenschein, das Elternhaus des Fördervereins zugunsten krebskranker Kinder Krefeld besucht und die wunderbaren Menschen dort kennengelernt habe, wusste ich: Hier werden die Erlöse unseres diesjährigen Charity Golfturniers für Seniorinnen und Senioren rund um die Elfrather Mühle in den richtigen Händen sein“. Initiator Herbert Ruhnau ist es wichtig, zu wissen, dass sämtliche Start- und Spendengelder zu hundert Prozent bei den Betroffenen ankommen.

Für den guten Zweck hat der Malermeister im Ruhestand, Oldtimerfan, Hobbymaler und Golfer alle seine Leidenschaften gebündelt und ein Herzensprojekt auf den Weg gebracht, für das er sofort den Vorstand und seine Golfer-Freunde begeistern konnte. Unter dem Motto „Golfen – Genießen – Geben“ treten am 4. September 2025 rund 100 Mitglieder und Gäste des Golfclubs Elfrather Mühle auf einer 18 Loch-Runde gegeneinander an.

Die Idee: Die Nenngelder in Höhe von 75 Euro pro Teilnehmer und freiwillige Spenden gehen komplett an den Förderverein, der es sich seit 1988 zur Aufgabe gemacht hat, krebskranken Kindern und deren Familien zur Seite zu stehen. Dies geschieht durch psychologische und finanzielle Unterstützung, aber auch durch Aktionen, die den Betroffenen Abwechslung in der oft kräftezehrenden Therapie bieten wie Auftritte von Klinikclowns, Ausflüge und Familienfreizeiten.

Hundert Bilder und ein Mercedes-Oldtimer

Damit sich die Spenderherzen bei dem Turnier noch mehr öffnen, stellt Hobbymaler Herbert Ruhnau 100 Acrylbilder aus seiner mittlerweile 20-jährigen Schaffensphase zur Verfügung: „Der Turniersieger darf sich als erster ein Bild aussuchen, der Zweite kommt danach dran und so weiter, bis alle Bilder einen neuen Besitzer gefunden haben. Jedem ist es freigestellt, für sein erstandenes Bild etwas in den Spendentopf zu tun. Niemand muss.“ Und für den Fall, dass ein Golfer ein „Hole in One“ erzielt, also einen Treffer direkt ins Loch über 130 Meter und vier Sandbunker hinweg, verschenkt Herbert Ruhnau auch noch einen seiner Oldtimer, einen knallroten Mercedes 560 SL. „Dieses Cabriolet aus dem Jahr 1986 wurde nur für den US-amerikanischen, den australischen und den japanischen Markt gebaut und hat rund 120.000 Kilometer auf dem Tacho. Der fährt noch locker weitere 100.000“, schmunzelt der Autoliebhaber.

Aber warum trennt sich jemand, der Oldtimer und das Malen so liebt, genau von dieser Liebe? „Es ist mir einfach eine Herzensangelegenheit, jetzt mit 85 Jahren, nach einem erfüllten und zufriedenen Leben anderen Menschen eine Freude zu machen. Wenn mir das zusammen mit meinen Freunden vom Golfclub Elfrather Mühle gelingt, haben wir die Welt für Familien, denen es nicht so gut geht, schon ein bisschen bunter gemacht“, meint Ruhnau.

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