
Metelen/Kreis Steinfurt/Kreis Borken. Mit einem Hubschrauber kontrolliert der Verteilnetzbetreiber Westnetz in diesen Tagen die Freileitungen im Kreis Steinfurt und im Kreis Borken. Westnetz prüft mit diesen Kontrollflügen vorsorglich den Betriebszustand der Hochspannungsfreileitungen, um so zu erkennen, ob es gegebenenfalls zu Beschädigungen oder Außeneinwirkungen gekommen ist.
„Hochspannungsleitungen und die darin verbauten Komponenten sind äußerst zuverlässig und haben eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten,“ erklärte Thomas Wiedemann, Leiter Betrieb Primärtechnik für die Region Nord und verantwortlich für die Hochspannungsleitungen. „Um mögliche Störungen frühzeitig zu erkennen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, überprüfen wir regelmäßig alle Leitungen im gesamten Versorgungsgebiet in einem wiederkehrenden Turnus durch persönliche Begehungen und mit Helikopterflügen.”
Im Bereich Kreis Steinfurt und Kreis Borken prüft Westnetz noch zusätzlich mit einer thermografischen Kamera die Leitungen. Diese Kamera führt gradgenaue Messungen durch, die damit mögliche Auffälligkeiten, wie unterschiedliche Temperaturen an verschiedenen Leitungsabschnitten, zu Tage fördern würde. Um sich noch besser vom ordnungsgemäßen Zustand der Leitungen überzeugen zu können, wurden die Leitungen in den vergangenen Wochen bereits von Mitarbeitenden auf dem Boden abgelaufen und außerdem mit einer Drohne, die mit einer speziellen Wärmebildkamera ausgestattet war, abgeflogen und gefilmt. All diese Maßnahmen ergaben keinerlei Auffälligkeiten.
Bei der nun startenden Kontrollflügen manövrieren sich die speziell geschulten Piloten dicht entlang der Leitungen. Mit dabei hat das Team das sorgfältig aufgearbeitete digitale Kartenwerk der Trassen. Dieses dient als Grundlage für die Inspektionsberichte. Neben eventuellen Beschädigungen achten die Experten und Expertinnen auch auf Bäume, die zu nah an die Leitungen heranwachsen oder auf Ballons und Angelschnüre, die sich möglicherweise in den Leitungen verfangen haben könnten. „Wenn bei der Befliegung etwas auffällt, wird es dokumentiert und unsere Abteilung kümmert sich anschließend um die notwendigen Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten“, ergänzte Wiedemann.
Kontrolle durch Begehung der Stromnetze
Auch die Mittelspannungs- und Niederspannungsnetze mit einer Spannung von 10.000 Volt bzw. 400 Volt werden regelmäßig kontrolliert. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, inspizieren geschulte Westnetz-Mitarbeitende diese Stromnetze auch vom Boden aus. Hierbei werden beispielweise Schäden am Mastfuß, verbogene Maststreben oder defekte Fundamente erfasst. Die Ursache für die entdeckten Schäden sind in erster Linie externe Einflüsse durch Witterung und allgemeiner Alterung, Blitzeinschläge oder landwirtschaftliche Arbeiten.



















