Einsatzort in Pont: Hier trainierte die Jugendfeuerwehr die Bekämpfung eines Flächenbrands auf einem Acker (Foto: FW Geldern)
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Geldern. Samstag (4.10.), 10.56 Uhr: „Achtung, Einsatz!“, hallt es durch die Hauptwache der Gelderner Feuerwehr an der Königsberger Straße. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr verstehen direkt. Sie werden alarmiert. Sie müssen zum Einsatz. Also rein in die Uniform und schnell zum Fahrzeug. Los geht´s. Um 11.04 Uhr erreichen sie schon den Einsatzort: den Holländer See. Tierrettung – „Katze im Baum“. Das Drehleiter-Fahrzeug ist auch vor Ort. Rund 15 Minuten später ist der Einsatz vorbei. Alles hat geklappt. Souverän haben die jungen Einsatzkräfte ihren Einsatz beendet. Es geht wieder zurück zur Hauptwache an die Königsberger Straße.

Der Einsatz am Holländer See war einer von insgesamt 14 Einsätzen, den die Mitglieder der Gelderner Jugendfeuerwehr an diesem Wochenende absolvieren mussten. Der Hintergrund: Es fand wieder der Jugend-Berufsfeuerwehrtag statt – das heißt, die Gelderner Jugendfeuerwehr simulierte für 24 Stunden den Alltag einer Berufsfeuerwehr.

26 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren waren dabei und erlebten hautnah, was es heißt, bei der Berufsfeuerwehr zu arbeiten. Hauptquartier war die Hauptwache der Gelderner Feuerwehr an der Königsberger Straße. Der eigentliche Schulungsraum diente als Schlafquartier.

Von der „Katze im Baum“ über eine Ölspur bis hin zu einem simulierten Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr – das Programm war abwechslungsreich und realitätsnah gestaltet. Auch unklare Rauchentwicklungen, Kellerbrände oder die Rettung vermisster Personen standen auf dem Übungsplan. Die Jugendlichen fuhren in wechselnden Trupps zu den Einsätzen, die jeweils nach realistischen Einsatzabläufen organisiert waren.

Vorbereitet wurden die einzelnen Einsätze von den acht Gelderner Löscheinheiten Baersdonk, Hartefeld-Vernum, Walbeck, Veert, Geldern-Mitte, Kapellen, Pont und Lüllingen. Organisiert wurde der Jugend-Berufsfeuerwehrtag durch die Leitung der Gelderner Jugendfeuerwehr um Leiter Thorsten Backhausen.

Bei den Einsätzen wurde jedes Fahrzeug wie bei einem echten Einsatz vollständig besetzt: Gruppenführer, Maschinist, Melder, Angriffstruppführer und -mann, Wassertruppführer und -mann sowie Schlauchtruppführer und –mann – sie hatten während der Einsätze klare Aufgaben.

Unterstützung erhielten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr von erfahrenen Kameraden, die zum Beispiel das Drehleiter-Fahrzeug fuhren, wenn es benötigt wurde. Thorsten Backhausen, lobte den Einsatz seiner Nachwuchskräfte: „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement und Teamgeist unsere Jugendlichen die Einsätze schon meistern. Jeder Einzelne konnte heute Verantwortung übernehmen und echte Feuerwehrarbeit erleben – das macht stolz und motiviert für die Zukunft.“

Auch die Jugendlichen selbst zeigten sich begeistert: Levin, das erste Mal beim Berufsfeuerwehrtag dabei, sagte: „Es macht richtig Spaß! Wir haben die vergangenen Dienstabende dafür geübt und am Jugend-Berufsfeuerwehrtag bekommt man einen guten Eindruck davon, wie es später mal sein wird.“ Er möchte, wenn er das Alter erreicht, in die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Geldern wechseln.

Die Vorbereitung auf den Berufsfeuerwehrtag dauerte circa ein halbes Jahr. Die Jugendfeuerwehr bereitete sich ebenfalls durch Schulungen im Vorfeld intensiv auf das Wochenende vor. Auch die Polizei und die Leitstelle waren stets informiert und begleiteten das Programm, das bereits zum fünften Mal in Geldern stattfand.

„Dank des großen Engagements der Jugendlichen, der Unterstützung durch die aktiven Einsatzkräfte und der realistischen Übungen konnte der Jugend-Berufsfeuerwehrtag erneut als voller Erfolg verbucht werden“, zog Thorsten Backhausen ein positives Fazit.

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