
Billerbeck. Große Erleichterung und spürbare Aufbruchsstimmung herrschten bei der 11. Generalversammlung der Genossenschaft IB Innenstadt Billerbeck eG, die das Domkontor in der Billerbecker Innenstadt trägt. Lange Zeit stand die Zukunft des beliebten Geschäfts für Kunst und Genuss auf der Kippe – nun ist klar: Es geht weiter.
Zwei Jahre lang hatte der Aufsichtsrat vergeblich nach Nachfolgerinnen und Nachfolgern für die bisherigen ehrenamtlichen Gremienmitglieder gesucht. Ohne neue Verantwortliche hätte die Genossenschaft das Geschäft schließen müssen. „Das bürgerschaftliche Engagement für das Domkontor ist wichtig für die Innenstadt. Doch irgendwann war klar: So kann es nicht weitergehen“, sagte Aufsichtsratsvorsitzende Marion Lammers bei der Begrüßung.
Der gesamte bisherige Vorstand und Aufsichtsrat stellten ihre Ämter zur Verfügung – ein Schritt, der offenbar die nötige Bewegung brachte. Die Resonanz auf die Einladung war groß, das Interesse spürbar gewachsen. Am Ende des Abends stand eine erfreuliche Lösung: Sowohl der Aufsichtsrat als auch der Vorstand können künftig wieder vollständig besetzt werden, beide Gremien werden sogar aufgestockt.
Der Aufsichtsrat besteht künftig aus fünf Mitgliedern statt bisher drei. Neben Christoph Peter-Dosch, der sich bereit erklärte, für eine Übergangszeit weiterzumachen, wurden Christian Wiesner, Marion Dirks, Norbert Wenderdel und Georg Schmitz-Remy neu gewählt. Die scheidenden Mitglieder Marion Lammers und Karin Hagedorn wurden mit großem Dank verabschiedet.
Auch für den Vorstand gibt es eine starke neue Mannschaft: Dagmar Evelt, Sigrid Wenderdel, Ingeborg Lüxmann, Christina Bayer und Sabine Brockamp haben verbindlich zugesagt, ab April 2026 die Verantwortung zu übernehmen. Der Aufsichtsrat wird sich im November konstituieren und dann offiziell den neuen Vorstand berufen. Sie sollen ab dem 1. April die Arbeit offiziell aufnehmen, bis dahin und auch darüber hinaus begleiten die bisherigen Vorstandsmitglieder die Einarbeitung.
Trotz der personellen Unsicherheit war die wirtschaftliche Lage des Domkontors stabil. Der Jahresabschluss weist einen kleinen Gewinn aus, der der Rücklage zugeführt wird. Die Umsätze sind gestiegen, ebenso allerdings auch die Kosten. Im Geschäft arbeiten weiterhin einige Minijobberinnen, der übrige Betrieb wird ehrenamtlich organisiert.
Die Mitgliederversammlung fasste alle notwendigen Beschlüsse und erteilte Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung. Am Ende überwog die Freude: Die Zukunft des Domkontors ist gesichert, die Verantwortung auf mehr Schultern verteilt – und das ehrenamtliche Engagement in Billerbeck hat einmal mehr bewiesen, wie viel es bewirken kann.


















