Oberhausen/Dinslaken. Sie machen die Zerstörungen des Erdbebens der Nacht von Sonntag auf Montag in der letzten Woche nicht ungeschehen, aber sie helfen denen, die überlebt haben, besonders den verletzten Kindern: Drei Emergency Health Kits finanziert Friedensdorf International, nachdem die Partner des Afghanischen Roten Halbmonds umgehend um Hilfe baten. Darin enthalten: Schmerzmittel, Antibiotika, Verbandsmaterial, medizinisches Equipment. Dinge, um Wunden zu verbinden, zu desinfizieren, noch schlimmere Infektionen zu verhindern. Verteilt werden die wichtigen Hilfsgüter von den Partnern in den am stärksten betroffenen Provinzen Samangan, Mazar-e-Sharif und Badakhshan.
Ein Health Kit hält medizinisches Material für bis zu 10.000 Menschen bereit. Bereits zehn solcher nach WHO-Standards gepackten Hilfspakete hat das Friedensdorf 2025 nach Afghanistan bringen lassen, sieben davon in die Erdbebenregion nach Kunar, wo Ende August die Erde bebte und große Zerstörung, Verwundete und Tote zurückließ.
Die Kosten für die drei weiteren Health Kits sind sechsstellig. Da rund 50 Prozent der mehr als 1.000 Verletzten in Nordostafghanistan Kinder sind, gibt es zusätzlich hochkalorische Spezialnahrung, Babymilch und wärmende Decken. Denn der Winter kommt. Bereits jetzt sind die Temperaturen in den betroffenen Gebieten nachts einstellig. Fast 2.000 Häuser wurden durch das Beben zerstört. Besonders für die Kinder – die meisten von ihnen ohnehin unterernährt und viele jetzt zusätzlich verletzt – wird daraus schnell eine lebensbedrohliche Situation. 838 Haushalte in Samangan, Mazar-e-Sharif und Badakhshan können mit den zusätzlichen Hilfsgütern versorgt werden.
Hilfseinsatz läuft
Aktuell sind Mitarbeitende des Friedensdorfes aufgrund des laufenden Hilfseinsatzes in Kabul. Am Mittwoch (5.11.) flogen genesene Kinder nach Hause, mit an Bord des Flugzeuges rund 6 Tonnen Hilfsgüter wie Rollatoren, isotonische Brausetabletten, Dauermedikation für ehemalige Patienten und medizinische Geräte. Mit dem gleichen Charterflug kommen am Donnerstag 76 verletzte Mädchen und Jungen aus Afghanistan und Zentralasien am Düsseldorfer Flughafen an. In den nächsten Wochen und Monaten erhalten sie Behandlungen in deutschen Krankenhäusern. Vor und nach ihren stationären Aufenthalten leben sie in Gemeinschaft mit Kindern aus weiteren Nationen im Oberhausener Friedensdorf, bis sie wieder zu ihren Familien in ihre Heimatländer zurückkehren.
Die Hilfen für die Opfer des Erdbebens werden ebenso wie die Ausgaben für die Betreuung und Versorgung der Kinder in Oberhausen durch Spenden aus der Bevölkerung finanziert. Jeder Euro zählt!
Friedensdorf International
Stadtsparkasse Oberhausen
IBAN: DE59 3655 0000 0000 1024 00
Stichwort: Afghanistan






























