v.l.: Alea Mattig (TuS Lintfort, 3) beim Wurf mit Luise Albert (SV Werder Bremen, 66) (Foto: Oliver Baumgart/Hansepixx © SV Werder Bremen)

Kamp-Lintfort. Nach einer ansehnlichen Anfangsphase gelang den Spielerinnen des TuS Lintfort fast zwölf Minuten kein Treffer mehr. Die zwischenzeitliche Aufholjagd in der zweiten Halbzeit konnte dann das Ergebnis nur noch geringfügig verbessern.

Bis zum Zwischenstand von 9:9 in der 16. Minute war es ein enges Spiel zwischen dem SV Werder Bremen und dem TuS Lintfort. Fast im Minutentakt fielen auf beiden Seiten die Tore, ohne dass sich ein Team absetzen konnte. Für den Rest der ersten Halbzeit brach dann aber eine Horrorphase für die Gäste vom Niederrhein an. Sämtliche Angriffsbemühungen der nächsten zwölf Minuten blieben ohne Erfolg, weil jetzt technische Fehler die eigene Offensive schwächten und auch gute Wurfchancen nicht genutzt wurden. So konnte sich der SV Werder mit einem 10:0-Lauf bereits frühzeitig absetzen und einen komfortablen Vorsprung herausspielen, der auch bis zur Pause Bestand hatte (21:11).

Mit dem Wiederanpfiff versuchten die Lintforterinnen mit der siebten Feldspielerin Schadensbegrenzung zu betreiben. Was zunächst auch ganz gut gelang, denn nach zehn Minuten in der zweiten Hälfte hatte man bereits vier Tore aufgeholt (23:17). Allerdings konnte Bremen seine vorübergehende Schwächephase dann überwinden und legte wieder drei weitere Tore vor.

Noch gab sich die Gästemannschaft aber nicht auf und kämpfte sich bis auf vier Tore an die Gastgeberinnen heran. Das Ergebnis von 27:23 in der 50. Spielminute ließ noch einmal Hoffnung bei den Lintforterinnen aufkeimen, aber zwei schnelle Gegentore sorgten wieder für einen komfortablen Abstand aus Bremer Sicht. Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein versuchte mit zwei kurzfristig hintereinander genommenen Auszeiten das Momentum wieder auf Lintforter Seite zu ziehen, aber die Werderanerinnen ließen sich in der Schlussphase den Erfolg nicht mehr nehmen. Mit 34:26 gelang ihnen ein deutlicher Sieg gegen die bisherigen Tabellennachbarinnen.

Lintforts Trainerin konnte ihre Enttäuschung aufgrund der hohen Niederlage nicht verbergen: „Es zieht sich bei uns so durch mit den technischen Fehlern und den vergebenen Torchancen. Mit dem 7:6 wurde es etwas besser, aber der Vorsprung aus der ersten Hälfte war einfach schon zu groß.“

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