(Foto: Gemeinde- und Kurverwaltung Wangerooge)
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Wangerooge. Die Kurverwaltung Wangerooge versucht einen nächsten Schritt in Richtung Zukunft und beabsichtigt für die kommende Saison ein Pilotprojekt im Rahmen des Gästeservice zu starten. „Unsere Grundidee ist eine Tourist Information 2.0: Wir wollen uns von unserem klassischen ServiceCenter verabschieden und stattdessen auf ein modernes, flexibles und digitales Servicekonzept setzen. Unsere Zielsetzung ist es dabei, den Gast dort abholen, wo er ist – und ihm genau die Unterstützung bieten, die er dort gerade braucht.“ so Rieka Beewen, Kurdirektorin.

„Insgesamt ist das Konzept innovativ und neu und soll auch eine Antwort auf den Fachkräftemangel beinhalten, vor allem aber flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten und effizientere Einsatzzeiten bieten.“ so Beewen weiter. „Wir stehen gerade am Anfang der Konzeption, sowohl inhaltlich als auch von der Hardware her gibt es noch einige Hürden – Wir würden aber gerne im Laufe der Saison 2026 mit unserer Idee loslegen.“

Statt starrer Strukturen und Öffnungszeiten des bestehenden ServiceCenters in der Kurverwaltung, die in der vergangenen Saison oft kaum aufrecht zu erhalten waren, wollen wir mobile Beratungsteams aufbauen, die mit digitalen Endgeräten am Gast unterwegs sind. Das bedeutet, das man bei gutem Wetter unsere Inselexperten als Unterstützung am Strand findet, bei schlechten Wetterverhältnissen in der Oase, aber auch bei großen An- und Abreisen am Bahnhof, dort wo sich eben unsere Gäste zum jeweiligen Zeitpunkt aufhalten.

Ob am Strand, an der Promenade oder bei größeren Gruppen nach Bedarfsabstimmung auch mal direkt an der Unterkunft. Die Inselexperten sollen zukünftig dort beraten, informieren und helfen, wo der Gast wirklich ist. Gleichzeitig übernehmen unsere Inselexperten dabei wichtige Aufgaben, wie die Kontrolle und das Kassieren von Gästebeitragen sowie der Strandkörbe – schnell, unkompliziert und immer serviceorientiert. So soll man zukünftig, wenn die entsprechenden Soft- und Hardwareangebote funktionieren den Gästebeitrag an unterschiedlichen Stellen bezahlen können, wenn man ohnehin gerade in einem Zahlungsvorgang ist – ohne, dass man sich lästig in lange Schlangen stellen müsste. „Die Online-Buchung des Gästebeitrags soll natürlich weiter vorangetrieben werden und bleibt erhalten.“ so Beewen, „Aber mit den mobilen Geräten kann man zum Beispiel in der Gepäckaufgabe-Schlange das Angebot schaffen, nebenbei zu Bezahlen und umgeht damit das lästige zweite Anstehen am Abreisetag. Auch ein Begleichen des Beitrags bei der Strandkorbkontrolle wäre möglich – immer dann, wenn der Gast ohnehin gerade im Gespräch mit einem Berater von uns ist.“

Ergänzt wird das Konzept durch neue Gästebeitragsautomaten, mehr Digitalisierung und den Einsatz von Chatbots, die rund um die Uhr für Fragen zur Verfügung stehen.

„Dieses Projekt soll ein grundlegender Vorläufer und ein Testlauf für ein gesamtes Digitalisierungsprojekt sein und Ressourcen frei machen, für Sonderfälle und persönliche Dienstleistungen, dort wo wir sie wirklich brauchen.“ so Rieka Beewen. „Wir werden in diesem Projekt eng mit dem Verkehrsverein zusammenarbeiten und auch alle unsere Mitarbeitenden in den unterschiedlichen Abteilungen sind beteiligt, wenn wir in die detaillierte Einsatzplanung gehen.“ so Beewen weiter.

Ein weiterer Bonus in diesem Projekt könnte unter Umständen die Fachkräftegewinnung sein.

Die Stellenausschreibungen für dieses Pilotprojekt bieten Bewerber*innen die Möglichkeit sich aktiv in den Prozess und deren Optimierung einzubringen und den Gästeservice der Zukunft mitzugestalten. Insbesondere hofft die Verwaltung darauf mit den anstehenden und auch darauf aufbauenden Konzeptionen und Projekten Studierende der Tourismuswirtschaft für die Semesterferien, als Werksstudenten oder auch für Bachelor/ oder Masterarbeiten zu gewinnen. Im Rahmen der Digitalisierung und auch der anstehenden Revitalisierung der Oase, sowie der Umsetzung des neuen Markenhandbuchs gibt es zahlreiche Themen, die für junge Nachwuchstalente interessant sein können und bei denen sie tatsächlich mitwirken können.

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