Essen. An jedem zweiten Dienstag im Monat feiern die christlichen Kirchen und die Stadt Essen einen ökumenischen Gedenkgottesdienst für jene Bürgerinnen und Bürger, die anonym und ohne Trauerfeier bestattet werden mussten – weil trotz intensiver Suche durch das Ordnungsamt kein Familienangehöriger gefunden wurde, der für eine würdige Verabschiedung sorgen konnte. Das Gedenken an die 23 „Unbedachten“, die im Oktober bestattet wurden, findet am 9. Dezember um 17 Uhr in der Domkirche, An St. Quintin 3/Burgplatz, statt. Mit Beginn des Jahres 2026 wechseln die Gedenkgottesdienste wieder in die Marktkirche; die erste Feier dort ist am 13. Januar.
Die liturgische Leitung haben Pfarrer em. Achim Gerhard-Kemper und Pater Georg Scholles. Die beiden jüngsten „Unbedachten“ starten im Alter von 59 Jahren, die älteste wurde 94 Jahre alt. Im Gottesdienst werden die Namen aller Verstorbenen verlesen und in ein Gedenkbuch eingetragen, das in der Kirche ausliegt; für jeden Namen wird in der Andacht eine Kerze entzündet. „Auf diese Weise wollen wir gemeinsam daran erinnern, dass die Würde eines Menschen nicht mit seinem Tod erlischt“, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Essen, die gemeinsam mit der Stadt Essen zu diesen Feiern einlädt. Am Samstag vor dem jeweiligen Gottesdienst erscheinen in den Essener Ausgaben der Tageszeitungen WAZ und NRZ sowie im Portal lokalklick.eu kostenlose Sammeltraueranzeigen mit den Namen der „Unbedachten“.






















