
Neuss. Wenn im Labor des Johanna Etienne Krankenhauses eine Blutprobe ankommt, übernimmt künftig häufig ein Laborroboter die ersten Schritte: Er erfasst Proben, sortiert sie und analysiert sie teilweise sogar selbstständig. Das Krankenhaus hat sein Vor-Ort-Labor modernisiert und eine neue automatisierte Diagnostik eingeführt.
Ziel der Erneuerung ist es, Abläufe zu vereinheitlichen und Laborergebnisse schneller verfügbar zu machen – oft nur wenige Minuten nach der Entnahme. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet die Modernisierung, dass diagnostische Ergebnisse ohne zusätzliche Transportwege und ohne Zeitverzögerungen externer Labore zur Verfügung stehen. Gerade in Notaufnahmen und bei komplexen Krankheitsbildern kann das für die weitere Behandlung entscheidend sein. Das ist besonders in akuten Situationen wichtig, wenn das behandelnde Team zeitnah verlässliche Werte benötigt.
In den vergangenen Monaten wurde die technische Infrastruktur des Labors umfassend in Zusammenarbeit mit dem MVZ Labor Dr. Stein + Kollegen überarbeitet. Interne Tests zeigen laut Sebastian Baum, Geschäftsführer des Johanna Etienne Krankenhauses, dass viele Werte bereits nach etwa 15 bis 20 Minuten vorliegen. „Schnelle und verlässliche Laborergebnisse sind für die Behandlung von Patientinnen und Patienten wichtig“, so Sebastian Baum. „Mit der Weiterentwicklung unseres eigenen Labors verkürzen wir Abläufe, die für diagnostische und therapeutische Entscheidungen notwendig sind.“
Das Johanna Etienne Krankenhaus gehört zur St. Augustinus Gruppe. Die gemeinnützige Gruppe ist eines der größten Unternehmen in der Gesundheits- und Sozialbranche im Rheinland. Die Schwerpunkte liegen in der Somatik, Psychiatrie, Senioren- und Behindertenhilfe. Die Weiterentwicklung des Labors ist Teil der strukturellen Maßnahmen, mit denen innerhalb des Verbundes eine verlässliche regionale Versorgung gestärkt wird.




















