(Foto: Turnerbund Osterfeld 1911 e.V.)
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Oberhausen. Die Volleyballer des Turnerbundes Osterfeld begrüßten das Jahr 2026 traditionell mit dem von ihnen ausgerichteten Neujahrsturnier. Dies fand in diesem Jahr schon direkt am 03. und 04.01.2026 statt und lief aufgrund eines gewonnen Hauptsponsors als “Staudercup 2026”. Sowohl am Samstag als auch Sonntag wurden parallel in der Sporthalle der Gesamtschule Osterfeld (6 Felder) und der Sporthalle der Theodor-Heuss-Realschule (3 Felder) mit rund 70 Teilnehmern von 10 Uhr bis nach 18 Uhr Volleyball gespielt. Auch wenn dieses – auch überregional – bekannte Großevent immer laut Abteilungsvorstand Patrick Syrowiszka eine Kraftanstrengung für die ganze Abteilung sei, mache man es im Endeffekt immer wieder gerne. Auch in diesem Jahr habe es wieder viel positives Feedback der Teilnehmer gegeben.

Dennoch mussten direkt nach diesem frühen Großereignis praktisch alle Mannschaften schnell wieder zurück in die Realität und auf “Liga-Modus” umschalten.

 

Regionalliga West Männer:

 

TSC Gievenbeck II vs. TB Osterfeld 1:3 (15:25, 25:19, 23:25, 15:25)

Da Syrowiszka ebenfalls Teamkapitän der Regionalliga-Herren ist, weiß er dies wohl mit am besten: “Fakt ist, dass wir momentan auf Platz 11 von 12 stehen und dies den direkten Abstieg bedeuten würde. Gleichzeitig sind es bis zu Platz 7 nur ein paar Punkte. Uns war klar, dass wir vom ersten Spiel an gegen den Abstieg spielen werden. Aber ein paar Mal wäre echt mehr drin gewesen, daher ist keiner von uns mit der Hinrunde so richtig zufrieden”, so Syrowiszka.

Dies sieht auch der Trainer Markus Köster sehr ähnlich: “Auch wenn das Jahrbuch 2026 der Stadt Oberhausen uns auch schon mal mit ´Party-Truppe steigt schon wieder auf` umschrieben hat… ich würde eher von einer Guten-Laune-Truppe sprechen. Denn von der Einstellung her kann ich meiner Mannschaft keinerlei Vorwurf machen. Das man nach drei Aufstiegen in vier Jahren mit einem sehr gleich gebliebenen Kader an spielerische Grenzen stösst… ist normal. Meine Spieler versuchen ihre Grenzen dennoch zu verschieben und die Reaktion der Mannschaft, nachdem sich im November Hendrik  (Jansen, Anm.d.R.) schwer in einem engen Spiel im dritten Satz verletzte, war in der Folge beeindruckend. Auch aus spielerischer Sicht oder taktischer Umsetzung sind es nur punktuell Dinge, mit denen ich noch nicht zufrieden war. Problem ist: es ist aber zu wenig zählbares gerade gegen die Gegner mit ähnlichem Spielniveau hängen geblieben… in anderen Sportarten würde man wohl von mangelnder Chancenverwertung sprechen.”

Genau so ein Rückspiel stand dann auch Auswärts gegen den “Tabellenkeller-Nachbarn” TSC Gievenbeck II aus Münster an. Zu Hause sah es in der Hinrunde nämlich lange Zeit nach einem soliden “3er” aus, die eigenen Fans in der Theodor-Heuss-Realschul-Sporthalle sahen einen verdienten Vorsprung. Dann vergab jedoch “OstAIRfield” eine sichere Führung im vierten Satz und ließ sich im Tie-Break überrumpeln. Aus 3 Punkten wurde nur noch der Trostpunkt für die Osterfelder.

Würde man sich revanchieren können? Ja – und das auch noch unter recht suboptimalen Umständen!

Auf gleich vier Spieler musste Trainer Markus Köster im ersten Spiel des Jahres verzichten. Während Pascal Ertner beruflich verhindert war, fielen Nils Joneleit, Tim Willbrand und Colin Grimm krankheitsbedingt aus. Vor allem der Ausfall von Willbrand und Joneleit wog schwer, da dadurch nur noch ein nomineller Mittelblocker im Kader stand. Der erprobte Hendrik Jansen konnte ja durch seine Verletzung in der Hinserie erst wieder für die nächste Saison eingeplant werden. Die vakante Position in der Mitte übernahm Simon Reese, der zuletzt vor knapp zwei Jahren als Aushilfe im Mittelblock auflief – seinerzeit noch in der Verbandsliga. Reese war eigentlich jemand, der im Außenangriff durch seinen Druck immens wertvoll war. “Es ist super, wie Simon sich hier in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Im Schnell-Angriff war erwartungsgemäß wenig Abstimmung mit dem Zuspiel vorhanden. Allerdings hat Simon seine Sache im Block sehr gut gemacht… und das ist definitiv das wichtigere Element auf dieser Position heute gewesen”, bekam Reese ein Sonderlob von seinem Coach.

Insgesamt zeigte sich der Turnerbund deutlich verbessert in Block und Feldabwehr. “Das hat mir gut gefallen. Wir haben wieder ein Stück weit zu unserer Stärke der letzten Saison zurückgefunden. Damit können wir auch mal Phasen kompensieren, wo wir selber nicht so direkt im ersten Angriff punkten”, stellte Köster ein Element seiner Mannschaft in den Vordergrund. Generell schaffte es sein Team in diesem Spiel, auch mal schwächere Ballwechsel schnell abzuhaken und anschließend wieder den Vorteil zu erlangen. Das der ambivalente Zugang eines dritten Zuspielers mit Thomáz Santos hier sehr wichtig war, wurde durch die “MVP” (Most Valuable Player) – Auszeichnung an diesem Tag bestätigt. Aufgrund seiner immensen Laufbahnerfahrung konnte er auf die ungewöhnliche Personalsituation hervorragend reagieren. “Letztlich waren wir die bessere Mannschaft und hatten das Spiel gut im Griff. Mir hat auch gefallen, dass der verlorene zweite Satz nicht zu einem Einbruch geführt hat”, zog Köster ein zufriedenes Gesamtfazit.

Mit dem Sieg haben sich die Osterfelder nun an Gievenbeck vorbeigeschoben und sind nur noch zwei Punkte vom Nichtabstiegsplatz entfernt. “Die Liga ist von Platz fünf bis Platz elf super eng. Daher war es wichtig, den Anschluss nicht zu verlieren”, schätzte Köster die Lage mit Blick auf die Tabelle ein.

Es spielten: Beck, Fischer, Morandin, Neufeld, Reese, Reinelt, Santos, Sowas, Springer, Syrowiszka.

 

Verbandsliga 2 Frauen:

SG Voerde / TB Osterfeld vs. Düsseldorfer SC 99 1:3 (25:27, 23:25, 25:21, 21:25)

Zwar verloren die Verbandsliga-Damen (in SG) der Osterfelderinnen gegen starke Gegnerinnen knapp, dennoch scheint der Klassenerhalt in der höheren Liga im Moment durchaus machbar zu sein. Insbesondere gegen die abstiegsbedrohten Teams konnten Siege eingefahren werden. Die Mannschaft unter dem Osterfelder Trainer-Routinier Egbert Spickenbom befindet sich absolut im Soll.

 

Landesliga 3 Frauen

VV Humann Essen III vs. TB Osterfeld 2:3 (19:25, 20:25, 25:20, 25:23, 7:13)

Bei den ehemaligen “Damen II” geht es grundsätzlich in der höheren Liga auch erstmal vorrangig gegen den Abstieg anzukämpfen. Die sehr selbstkritische Mannschaft war mit einigen Auftritten in der Hinrunde überhaupt nicht zufrieden. Umso mehr spricht für den Kampfgeist der Osterfelderinnen der Tie-Break-Sieg gegen den Tabellenzweiten der Liga.

Nachdem die Führungsspielerinnen aber immer noch anmerkten, dass man im vierten Satz ja auch den “3er” hätten holen müssen, ist zu spüren, wie viel “Biss” in der Mannschaft für die Rückrunde steckt.

 

Nachwuchs:

Spieler der “TB Osterfeld Youngsters” für Regionalkader Ruhr des Westdeutschen Volleyballverbundes berufen

Der Jugendbereich der Abteilung Volleyball des Turnerbundes Osterfeldes ist erfreulicherweise für eine “Randsportart” weiterhin sehr zahlreich in allen Altersklassen vertreten – dies erfreut nicht nur den Hauptverein in seinem Verständnis als Breitensportverein, sondern auch die verantwortlichen Jugendtrainer/innen, die die Kinder und Jugendliche stets – trotz mangelnden Hallenkapazitäten und der Abhängigkeit von vielen Personen, die alles als reines Ehrenamt ausüben – bei ihrer Entwicklung fördern.

So sind je – nach Voraussetzungen – die Nachwuchsmannschaften laut Jugendkoordinatorin Lisa Franz-Hartelt überwiegend zufrieden. Die großflächige organisierte Jugendarbeit bietet natürlich auch im Leistungsbereich Chancen: ein besonderer “Leuchtturm” sind weiterhin die “TB Osterfeld Youngsters” unter der Leitung von Bastian Willeborg. Im letzten Jahr konnten die Jungs als männlicher Nachwuchs im mU16 Bereich durchaus Achtungserfolge bei den Westdeutschen Meisterschaften erzielen. In diesem Jahr nehmen sie nicht nur in der höheren Altersklasse mU18 sicher an der Qualifikation zur Westdeutschen Meisterschaft teil. Sie sammeln parallel im Erwachsenen-Bereich der Bezirksliga und Bezirksklasse sehr erfolgreich Erfahrungen in der Herren II und – als eigene Mannschaft – als Herren IV.

Als besondere Auszeichnung nehmen Mitspieler und Trainerteam erfreulich zur Kenntnis, das ihnen Chris Oduro Mensah zumindest teilweise im Training “geklaut” wird…. Er wurde im permanenten Sichtungsprozess des Westdeutschen Volleyball Verbundes (WVV) unter knapp 40 Mitbewerbern ausgewählt, und darf zukünftig auch mit den professionellen Bedingungen des WVV gemeinsam mit den besten Volleyballern der Region unter Aufsicht der Landestrainer an seinen Fähigkeiten arbeiten.

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