Die Spendensumme von 4235 Euro war das offizielle Endergebnis des „karnevalistischen Frühschoppens“, den Herbert Müller (re.) organisiert hatte – die Summe kletterte dank aufrunden auf 4250 Euro (Foto: Hospiz Stiftung Krefeld / Nadia Joppen)
Anzeigen

Krefeld. Diese vier Zahlen lösten eine große Freude aus: Organisator Herbert Müller konnte beim diesjährigen „karnevalistischen Frühschoppen zum Mitsingen“ in der Brauerei Gleumes beim offiziellen Ende um 16 Uhr 4235 Euro als Spende an die Hospiz Stiftung Krefeld und Alexander Henes (Gesamtleiter Hospiz) übergeben. Dank „aufrunden“ im Nachgang stieg das offizielle Ergebnis noch auf 4250 Euro – die bislang höchste Spendensumme.

Herbert Müller hat den Frühschoppen 2017 erstmals ins Leben gerufen, „es war eine kleine, verrückte Idee“, beschreibt er. Wie in den Vorjahren war auch 2026 die Veranstaltung schnell ausverkauft. Der „musikalische Leiter“ – der Haus- und Hofmusiker des Festkomitees Kölner Karneval Andreas Jurek – begleitete die Jecken von 11 bis 16 Uhr durch ein buntes Programm. Selbstlos und unter Verzicht auf Gage stellte sich auch der Sänger und Gitarrist „Tea Jäy” (Tobias Janssen) in den Dienst der guten Sache und brachte sich mit einem stimmungsvollen musikalischen Intermezzo ins Programm ein. Auch das amtierende Krefelder Prinzenpaar, Prinz Uli I. (Küsters) und Prinzessin Steffi III. (Ridder), besuchte mit seinem Gefolge die Feiernden und sorgte mit seinem Aufzug für beste Stimmung im Saal.

Insgesamt sind im Laufe der Jahre trotz dreimaliger Corona-Pause mittlerweile mehr als 18 000 Euro für die Hospiz Stiftung Krefeld zusammengekommen

Für Andreas Jurek war die Veranstaltung auch in diesem Jahr etwas Besonderes in seinem Terminkalender: „Wir haben einen Herbert Müller, der alles gegeben hat und wir haben das Hospiz in Krefeld. Das füreinander da sein hält die Menschen zusammen“, meinte er. Hospizleiter Henes war dankbar für die verlässliche Unterstützung: „Das zeigt, dass das Brauchtum in Krefeld immer mit viel Herz und Engagement für die Mitmenschen verbunden ist. Karneval hat im Hospiz auch eine Bedeutung: Wir feiern jedes Jahr mit den Gästen, die es möchten, ihren Angehörigen und unseren Mitarbeitenden einen schönen Nachmittag.“

Herbert Müller freute sich sehr über das Ergebnis: „Es ist schön, dass es wieder eine so hohe Summe geworden ist – auch dank der Spenden, die noch im Nachgang gekommen sind.“

Hintergrund

Das Hospiz am Blumenplatz wurde 2004 eröffnet. „Die Würde des Menschen ist unantastbar – bis zuletzt!“ – das ist der Leitspruch aller hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen der Einrichtung für Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Die Gäste sind Menschen jeden Alters, die eine lebensbegrenzende Erkrankung haben und im letzten Stadium eine palliative Versorgung benötigen. Das Hospiz bietet Platz für 13 Gäste.

Dem Team ist es wichtig, dass die Gäste die Zeit im Hospiz so fröhlich und friedvoll wie möglich verleben. Dazu gehören die palliative Pflege und die Zusammenarbeit mit den Palliativ-Medizinern, aber auch Zusatzangebote wie etwa Musiktherapie, Aroma- oder Kunsttherapie…

Das Finanzierungskonzept der Hospiz-Arbeit sieht vor, dass die Hospize 95 % des Pflegesatzes von den Kranken- und Pflegekassen erhalten, 5 % sowie alle Kosten für zusätzliche Angebote und Therapien müssen über Spenden aus „bürgerschaftlichem Engagement“ finanziert werden.

Die ehrenamtlichen Helfer/-innen begleiten die Gäste des Hospizes im Gebäude, sind aber auch in der ambulanten Betreuung bei schwerstkranken Menschen zuhause oder in Seniorenheimen tätig. Die ambulante Sterbebegleitung wird künftig mit mehr Ehrenamtlern/-innen und einer Weiterentwicklung des Konzeptes ausgebaut.

InfoKlick: www.hospiz-krefeld.de

Beitrag drucken
Anzeigen