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Düsseldorf. Das Ordnungsamt der Stadt Düsseldorf und das Polizeipräsidium Düsseldorf setzen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Einsatzkräfte ein, um den Jecken ein sicheres Karnevalsfest in der Landeshauptstadt zu ermöglichen. Die Vorbereitungen dazu stellten Ordnungsdezernent Christian Zaum und Oliver Strudthoff, Polizeidirektor, gemeinsam mit Lothar J. Hörning vom Comitee Düsseldorfer Karneval am Montag, 9. Februar 2026, im Rahmen eines Pressegesprächs im Rathaus vor. Ein zentraler Bestandteil der Maßnahmen ist das Glasverbot, das seit 2011 erfolgreich umgesetzt wird.

Ordnungsdezernent Christian Zaum: “Auch in diesem Jahr setzen wir zusammen mit der Polizei auf ein umfangreiches und bewährtes Einsatzkonzept, um an den tollen Tagen allen Jecken ein sicheres und sorgenfreies Feiern in Düsseldorf möglich zu machen. Ein wichtiger Baustein ist das Glasverbot in der Altstadt, das sich bei den Feiernden etabliert und für eine deutliche Reduzierung der Schnittverletzungen gesorgt hat. Darüber hinaus kontrollieren die über 200 Dienstkräfte auf der Straße konsequent Verstöße gegen das Wildpinkeln oder den Jugendschutz.”

Oliver Strudthoff, Polizeidirektor: “Die Karnevalstage stellen für die Düsseldorfer Polizei jedes Jahr eine besondere Einsatzlage dar. Mit mehreren tausend Beamtinnen und Beamten sind wir im gesamten Stadtgebiet präsent und ansprechbar. Unsere oberste Priorität ist die Sicherheit der Menschen, die friedlich Karneval feiern möchten. Zu unserem Einsatzkonzept gehören, unter anderem, konsequente Kontrollen in der eingerichteten Waffenverbotszone, der gezielte Einsatz von Videobeobachtung und ein entschlossenes Vorgehen gegen Störer. Wir sind gut vorbereitet, eng abgestimmt und handeln entschlossen, damit Karneval in Düsseldorf fröhlich, aber vor allem sicher bleibt.”

Wie in den Vorjahren gilt das Glasverbot in der Altstadt an Altweiber (12. Februar), Karnevalssonntag (15. Februar) und Rosenmontag (16. Februar). Die Aktion “Scherbenfreie Altstadt” trägt wesentlich zu mehr Sicherheit und Sauberkeit während des Karnevals bei. Besuchern ist es untersagt, Glasbehälter mitzuführen, und ansässige Händler sowie Außengastronomiebetriebe dürfen während der Karnevalstage keine Waren in Glas verkaufen.

Das Glasverbot in Düsseldorf gilt für den Kern der Düsseldorfer Altstadt an folgenden Tagen: Altweiberfastnacht, Donnerstag, 12. Februar, von 8 Uhr bis Freitag, 13. Februar, 5 Uhr, Karnevalssonntag, 15. Februar, ab 12 Uhr bis Veilchendienstag, 17. Februar, 5 Uhr. Die genauen Grenzen des Geltungsbereichs sind auf den Internetseiten der Landeshauptstadt unter www.duesseldorf.de/ordnungsamt/service/scherbenfrei einsehbar.

Zusätzlich wird das Glasverbot an den 16 Zugängen zur Altstadt kontrolliert. Das Ordnungsamt wird mit großer Personalstärke im Einsatz sein und an Altweiber, Kö-Sonntag sowie Rosenmontag von einem privaten Sicherheitsdienst unterstützt. Die Feiernden nehmen das Verbot und die damit verbundenen Kontrollen erfahrungsgemäß positiv auf.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf informiert im Vorfeld auf Info-Screens an U-Bahn-Haltestellen, mit Beiträgen im Fahrgast-TV sowie im Sonderfahrplan der Rheinbahn. Außerdem machen Plakate auf den Awista-Fahrzeugen im gesamten Stadtgebiet auf die Aktion aufmerksam.

Polizei warnt vor Taschendieben und gibt Präventionstipps

Kurz vor Start des Straßenkarnevals wendet sich die Düsseldorfer Polizei an die Feiernden und gibt Präventionstipps zum Thema “Taschendiebstahl”. Tausende Menschen werden, wie in jedem Jahr, ausgelassen auf den Straßen, in Kneipen und Lokalen überwiegend in der Altstadt feiern. Taschendiebe nutzen das Gedränge, die teils alkoholisierten Jecken und die Sorglosigkeit der Feiernden aus, um an Beute zu gelangen. Die Kriminellen agieren häufig in Gruppen, gehen arbeitsteilig vor und werden zunehmend erfinderischer.

Bei Taschendieben handelt es sich oft um Mehrfachtäter, die ihr Handeln professionalisiert haben. Sie fallen nicht auf und treten nicht selten freundlich auf. Ihre Opfer merken den Diebstahl oft mit Zeitverzug. Eine Täterbeschreibung und eine genaue Benennung des Tatortes sind dann nicht mehr möglich. Ist es zu einem Taschendiebstahl gekommen, sind die persönlichen Folgen groß. Das Neubeschaffen persönlicher Dokumente oder auch eines neuen Mobiltelefons kosten nicht nur Geld, sondern auch Zeit.

Die Düsseldorfer Polizei gibt wertvolle Tipps, wie sich Bürger, gerade auch im Gedränge des Karnevaltreibens, vor Taschendieben schützen können.

– Tragen Sie Dokumente und Wertsachen in verschlossenen Innentaschen Ihrer Oberbekleidung und nicht in einer Handtasche. Brustbeutel, Gürteltaschen oder Geldgürtel sind empfehlenswert.

– Tragen Sie eine Handtasche, so sollte diese stets verschlossen sein, unter dem Arm geklemmt und mit dem Verschluss zum Körper getragen werden.

– Einen Rucksack sollten Sie im Gedränge nicht auf dem Rücken tragen, sondern auf der Vorderseite des Körpers.

– Seien Sie achtsam, zum Beispiel wenn Sie angerempelt werden oder, wenn fremde Menschen Ihnen zu nahekommen.

Sollten Sie Opfer eines Taschendiebstahls geworden sein, erstatten Sie unmittelbar eine Anzeige. Lassen Sie Bankkarten unverzüglich sperren (Zentraler Sperrnotruf: 116 116).

Die Düsseldorfer Polizei freut sich auf die tollen Tage und die bunten friedlich feienden Jecken und wünscht allen eine ausgelassene fünfte Jahreszeit.

Toilettenkonzept 2026: Eine saubere Sache an Karneval

An den tollen Tagen führt die Stadt das erfolgreiche Toilettenkonzept aus den Vorjahren fort und wird zahlreiche temporäre Toiletteneinrichtungen an den Karnevalstagen aufstellen.

In diesem Jahr stellt die Stadt

  • drei Toilettencontainer (á 16 Kabinen),
  • 72 sogenannte Cross-Urinale,
  • 69 mobile Toiletten (davon acht behindertengerecht)
  • sowie drei Toilettenwagen

in der Düsseldorfer Altstadt auf.

Wer trotzdem auf öffentliche Plätze ausweicht, muss mit einem Bußgeld von 150 Euro plus Verwaltungsgebühren rechnen – eine womöglich teure “Erleichterung”.
Toilettencontainer, Urinale, mobile Toiletten und Toilettenwagen der Landeshauptstadt befinden sich an folgenden Orten:

St. Lambertus: Alte Stadt
St. Lambertus: Stiftsplatz
Schlossufer
Unteres Rheinwerft (nördlich Freitreppe)
Burgplatz vor “Im goldenen Ring”
Stadterhebungsmonument
Lieferplätzchen/Mühlenstraße
Ratinger Mauer
Kay-und-Lore-Lorentz-Platz
Ratinger Straße / Kreuzherrenkirche
Ratinger Straße / Ratinger Mauer
Südliche Rheinuferpromenade
Zollstraße
Rheinort
Akademiestraße
Ursulinengasse gegenüber der Hausnummer 5 (nur an Altweiber)

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