Bochum. Das ist mal eine Ausbeute! Fünf Nachwuchs-Athletinnen und -Athleten des TV Wattenscheid 01 Leichtathletik waren zu den Deutschen U20- und Winterwurf-Meisterschaften in Sindelfingen gereist – und gleich drei kehren mit einer Goldmedaille zurück.
Den Anfang machte Dreispringerin Berenike Roos. Die Wattenscheiderin legte einen blitzsauberen Wettkampf hin, führte von Anfang an, konterte alle Versuche der Gegnerinnen und gewann schließlich mit Hallenbestleistung von 12,57 Metern. Großen Anteil am deutschen Meistertitel hat auch Trainer Sven Feinweber, der Berenike Roos im abgelaufenen Jahr immer wieder neu aufgebaut hat. „Letztes Jahr war es immer schwierig, weil ich nie gut durchtrainieren konnte. Auch diesen Winter war ich viel krank. Also wollte ich eigentlich nur hierher kommen und Spaß haben”, sagte Berenike Roos nach ihrem Triumph in Sindelfingen laut leichtathletik.de.
Ein Favoritinnen-Sieg gelang Diskuswerferin Favour Adesokan bei der U20-Winterwurf-DM in Sindelfingen. Bei 49,53 Metern und einer neuen persönlichen Bestweite schlug die Scheibe auf, weiter ging es für keine andere. „Es war auf jeden Fall das Ziel, Gold zu holen“, so Favour-Adesokan nach dem Sieg, „Ich wollte eine gute Weite und eine gute Serie. Dass ich das erreicht habe, darüber freue ich mich sehr. Im Sommer ist mein Ziel jetzt die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Oregon. Und eine dementsprechende Weite, dass auf jeden Fall eine fünf vorne steht.
Einen Überraschungssieg landete Sprinter Alvin Mawumba über die 60 Meter. Die Goldmedaille hatten nicht viele für den Wattenscheider auf dem Zettel. Dass es in Sindelfingen etwas werden könnte, hatte der junge Wattenscheider Sprinter allerdings schon geahnt. „Ich habe schon damit geliebäugelt“, so Mawumba, „die Wettkämpfe vorher waren suboptimal, ich bin mit einer 6,91 hier angereist. Aber ich habe mich dann beim Training gut gefühlt und hatte da eine fette PB (persönliche Bestleistung). Und da dachte ich mir schon: Es wird schnell bei den Deutschen.“ Und das wurde es: Alvin Mawumba gewann Vor- und Zwischenlauf, im Finale sprintete er dann in 6,79 Sekunden zu einer neuen persönlichen Bestzeit. Wie bei Favour Adesokan sind jetzt die U20-Weltmeisterschaften in den USA das große Ziel. Draußen, über die 100 Meter, strebt Alvin Mawumba eine Zeit unter 10,50 Sekunden an, das wäre schneller als die geforderte WM-Norm. Und bei den Deutschen U20-Meisterschaften in Wattenscheid im Sommer will er dann wieder ganz oben stehen, auf einem der ersten beiden Plätze, wie er sagt.
Mit in Sindelfingen dabei war auch Vereinskollege Julius Wegermann. Über die 60 Meter schied der Wattenscheider allerdings nach dem Vorlauf aus, die 7,13 Sekunden reichten nicht für den Zwischenlauf. Auch Alyssa Kauder musste nach nur einem Lauf die Waffen strecken. Die Mittelstrecklerin kam im 1500-Meter-Halbfinale auf Platz sechs (4:51,96 Minuten) und verpasste damit den Endlauf.





















