(Foto: Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf gGmbH)
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Düsseldorf. Das zertifizierte Darmkrebszentrum informiert über Vorsorge, individuelle Therapieplanung und moderne Behandlungsverfahren.

Darmkrebs gehört mit rund 55.000 Neuerkrankungen pro Jahr zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland – und zu den am besten behandelbaren, wenn er früh erkannt wird. Das Marien Hospital Düsseldorf lädt am Samstag, 14. März 2026, von 11:00 bis 15:00 Uhr zum Darmkrebstag ein: Betroffene, Angehörige und Interessierte erhalten kostenlos Einblicke in den gesamten Behandlungspfad – von der Vorsorge bis zur Nachsorge.

Früherkennung: Krebs verhindern, bevor er entsteht
Darmkrebs entwickelt sich häufig über Jahre aus zunächst gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen. Diese lassen sich im Rahmen einer Vorsorgekoloskopie entfernen – bevor ein bösartiger Tumor entsteht.

„Früherkennung bleibt der wichtigste Faktor“, sagt Dr. Sebastian Weber, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. „Darmkrebs ist in frühen Stadien sehr gut heilbar. Wer zur Vorsorge geht, kann in vielen Fällen verhindern, dass überhaupt ein Tumor entsteht.“

Individuelle Therapieplanung: Der Tumor bestimmt die Strategie
Die Behandlung orientiert sich heute stärker als früher an den biologischen Eigenschaften des Tumors. Neben klassischen Kriterien wie Tumorstadium und Lage fließen zunehmend molekulare Gewebeeigenschaften in die Therapieplanung ein – etwa bei der Auswahl medikamentöser Behandlungsstrategien. Die Entscheidung darüber fällt im Darmkrebszentrum interdisziplinär: Chirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Radiologie und Pathologie besprechen jeden Fall in gemeinsamen Tumorkonferenzen.

„Wir können heute sehr viel genauer einschätzen, welche Therapie im jeweiligen Fall sinnvoll ist“, erklärt Dr. Konstantinos Zarras, Leiter des zertifizierten Darmkrebszentrums. „Neben klassischen Kriterien berücksichtigen wir zusätzliche Gewebe- und Tumormerkmale – dadurch lassen sich Behandlungen gezielter planen und besser aufeinander abstimmen.“

Robotische Chirurgie und belegte Qualität

Seit 2018 setzt das Marien Hospital auf robotisch-assistierte Operationsverfahren; rund 80 Prozent der Darmeingriffe werden heute auf diese Weise durchgeführt. Gerade bei Tumoren im Enddarm, wo im anatomisch engen Beckenraum höchste Präzision gefordert ist, bietet die Technik entscheidende Vorteile.

Wie gut das in der Praxis funktioniert, zeigen unabhängige Daten: Im bundesweiten Qualitätsregister StuDoQ der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) schneidet das Zentrum bei den wichtigsten Kennzahlen deutlich besser ab als der nationale Durchschnitt. Die postoperative Sterblichkeitsrate lag im Auswertungszeitraum (2021–2023) bei 0 Prozent (Register: 2,0 Prozent), Wundinfektionen traten in keinem einzigen Fall auf (Register: 6,2 Prozent). Die Rate vollständiger Tumorentfernungen betrug 98,9 Prozent.

„Die Technik ist kein Selbstzweck“, betont Dr. Zarras. „Sie ist Teil eines Gesamtkonzepts aus chirurgischer Erfahrung, interdisziplinärer Planung und modernen Verfahren – und die Registerdaten zeigen, dass dieses Konzept trägt.“


Veranstaltungshinweis

Darmkrebstag | Samstag, 14. März 2026 | 11:00 – 15:00 Uhr
Ort: Marien Hospital Düsseldorf, Rochusstraße 2, 40479 Düsseldorf
Eintritt frei | Programm und Anmeldung zur OP-Besichtigung mit OP-Roboter:
www.vkkd-kliniken.de/veranstaltung/darmgesundheit-hautnah-ihr-informationstag-zur-darmkrebsvorsorge-in-duesseldorf/

Über das Darmkrebszentrum am Marien Hospital Düsseldorf
Das zertifizierte Darmkrebszentrum bietet eine umfassende Versorgung von der Vorsorge über Diagnostik und operative Therapie bis zur medikamentösen Behandlung und strukturierten Nachsorge. Grundlage ist die enge Zusammenarbeit spezialisierter Fachbereiche nach aktuellen medizinischen Leitlinien. Die Ergebnisqualität wird kontinuierlich im nationalen StuDoQ-Register der DGAV dokumentiert und extern überprüft.

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