hinten v. li.: Ljubica Flasche, Rabbiner Avigdor Moshe Nosikov; vorne: Beate Winterberg, Pfarrer Thomas Müller, Furkan Demir und Franziska Padberg (Foto: Gudula Stroetzel)
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Dortmund. Das war der Leitgedanke für das erste “Multireligiöse Gespräch”, das am Donnerstag, 26.02.26, mit anschließendem Fastenbrechen im Panoramacafé stattfand. Nur selten finden die christliche Fastenzeit und Ramadan zeitlich parallel statt, so dass das gewählte Datum ein schöner Anlass war.

Im Rahmen unseres Jubiläumsjahres wurde das multireligiöse Gebet, das erstmalig 2008 im JoHo stattfand, wieder aufgenommen. Nachdem Pfarrer Thomas Müller die Begrüßung und das erste Gebet sprach, folgen der islamische Seelsorger Furkan Demir und anschließend der Rabbiner Avigdor Moshe Nosikov.

Viele Mitarbeitende der unterschiedlichsten Religionen kamen zum gemeinsamen Gebet und anschließendem Fastenbrechen und Speisen, das unser Küchenteam – den religiösen Vorgaben entsprechend – hervorragend organisiert und ausgestaltet hatte. Es war ein köstlicher Abschluß, der zum geselligen Austausch und Verweilen einlud.

Info: Die christliche Fastenzeit (40 Tage vor Ostern) und der islamische Ramadan überschneiden sich immer mal wieder – aber nicht regelmäßig, weil sie auf unterschiedlichen Kalendern basieren: Die christliche Fastenzeit richtet sich nach dem Sonnenkalender (Ostern im Frühling). Der Ramadan folgt dem islamischen Mondkalender, der sich jedes Jahr um etwa 10–11 Tage nach vorne verschiebt.  2026 und 2027 sind die Jahre mit deutlicher Parallelität. Danach gibt es bis mindestens Mitte der 2040er-Jahre keine Überschneidung, weil der Ramadan in den Winter wandert. Erst wenn der Ramadan wieder in den Februar/März-Zeitraum rückt, etwa ab 2047/2048, kommt es erneut zu relevanten Überschneidungen.

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