Kreis Wesel. Bei dem am 17. September 1984 eröffneten Weseler Kreishaus an der Reeser Landstraße besteht aufgrund des Alters und unterlassener Instandsetzungen und Modernisierungen in der Vergangenheit ein grundsätzlicher und massiver Sanierungsbedarf. Davon betroffen sind u.a. die Gebäudehülle, die technische Gebäudeausrüstung und der Brandschutz. Hierüber informierte Svenja Reinert, zuständiges Vorstandsmitglied für den Bereich Immobilienmanagement, im Ausschuss für Bauen und Abfallwirtschaft am Mittwoch, 4. März 2026.
Eine Schwachstellenanalyse durch einen beauftragten Brandschutzsachverständigen zeigte zudem akuten Handlungsbedarf. So wurden in den letzten Wochen rund ein Viertel der räumlichen Arbeitsplätze im Kreishaus aus der Nutzung genommen, um die Sicherheitsanforderungen für die Beschäftigten und Besuchenden des Kreishauses weiterhin zu gewährleisten. Die Kompensation des Raumbedarfs geschieht durch organisatorische Maßnahmen und zusätzliche Anmietungen. Ein erster Entwurf des in Auftrag gegebenen Brandschutzgutachtens liegt dem Kreis Wesel nun vor und wird geprüft, bevor die Abstimmungen mit der zuständigen Bauaufsicht bei der Stadt Wesel beginnen.
Während einer wahrscheinlichen Kernsanierung des Kreishauses muss die Kreisverwaltung ihre Flächen- und Funktionsbedarfe außerhalb des Kreishauses sicherstellen. Nach Abschluss der Sanierung strebt der Kreis zudem eine Bündelung und Konsolidierung von Standorten an – möglichst auf Liegenschaften in Kreiseigentum oder zumindest in kommunalem Eigentum.
Der von der Stadt Wesel geplante Innovationscampus am Standort der Niederrheinhalle könnte hierfür eine nachhaltige Lösung bieten, indem moderne Büro- und Verwaltungsflächen langfristig angemietet werden und weitere Synergien bei Versorgungseinrichtungen und im Betrieb entstehen. Die Kreisverwaltung hatte einen entsprechenden Prüfauftrag im Fachausschuss vorgeschlagen. Aufgrund von Beratungsbedarf wurde dieser aber zunächst in den Kreisausschuss am 19. März 2026 geschoben.





























