v.l.n.r. Leitende Oberärztin Dr. med. Rosmaria Thomas (Klinik für Plastische Chirurgie und Leitung AesthetiCas by Paulus), Pilot Naomichi Nishizawa und Chefarzt Prof. Dr. med. Andrej Ring (Klinik für Plastische Chirurgie und Leitung AesthetiCas by Paulus) beim großen Wiedersehen im Rochus Hospital (Foto: SLG St. Paulus GmbH)
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Castrop-Rauxel. Ein außergewöhnliches und bewegendes Wiedersehen fand diese Woche im St. Rochus Hospital Castrop-Rauxel statt: Der australische Pilot Naomichi Nishizawa traf erneut auf das Ärzteteam, das ihm vor drei Jahren in letzter Minute das Leben und seine Hand retten konnte.

In seiner Heimat Australien ist Nishizawa an tägliche tierische Gefahren gewöhnt. In lebensbedrohliche Gefahr geriet er jedoch ausgerechnet im rund 13.500 Kilometer entfernten Nordrhein-Westfalen – durch einen unsichtbaren Feind: das aggressive Bakterium Streptococcus pyogenes.

Für eine Schulung in Dortmund war der Flugbetriebsinspektor am 6. Mai 2023 nach Deutschland gereist. Kurz darauf begann ein dramatischer Krankheitsverlauf: Seine rechte Hand fühlte sich plötzlich taub an, begleitet von hohem Fieber. Innerhalb weniger Stunden verschlechterte sich sein Zustand drastisch. Die Hand schwoll stark an, die Fingerkuppen verfärbten sich schwarz, und er litt unter extremen Schmerzen.

Nach ersten Arztbesuchen wurde er schließlich in das St. Rochus Hospital Castrop-Rauxel eingeliefert. Dort diagnostizierten die Spezialisten eine lebensbedrohliche Sepsis. Eine sofortige Notoperation war erforderlich. Die Handhöhle war bereits vollständig mit Eiter gefüllt, die Laborwerte des Patienten waren extrem kritisch.

Die Diagnose lautete nekrotisierende Fasziitis, im Volksmund auch als „fleischfressende Bakterien“ bekannt. Vermutlich hatte sich der Patient über eine kleine, zunächst unscheinbare Kratzwunde infiziert. Zum Zeitpunkt der Behandlung war bereits großflächig Gewebe abgestorben, sodass sogar eine mögliche Amputation der Hand in Betracht gezogen werden musste.

In mehreren aufwendigen operativen Eingriffen gelang es dem Ärzteteam um Chefarzt Professor Dr. med. Andrej Ring und die Leitende Oberärztin Dr. med. Rosmaria Thomas aus der Klinik für Plastische Chirurgie sowie der Leitung von AesthetiCas by Paulus, sowohl das Leben als auch die Hand des Australiers zu retten. Besonders bemerkenswert ist, dass die Finger heute wieder beweglich sind.

Drei Jahre später führte der Zufall den Piloten erneut in die Region. Als Pilotenausbilder aus Brisbane hielt er sich in Dortmund auf und nutzte die Gelegenheit, das Team im St. Rochus Hospital zu besuchen. Das Wiedersehen war geprägt von großer Dankbarkeit und emotionalen Momenten.

„Solche Begegnungen zeigen uns, wie viel unsere Arbeit bewirken kann. Es ist etwas ganz Besonderes zu sehen, wie gut es unseren ehemaligen Patientinnen und Patienten geht.“

Das Treffen unterstreicht eindrucksvoll die Bedeutung schneller Diagnostik, hochspezialisierter Medizin und eines engagierten Teams – und bleibt für alle Beteiligten unvergesslich.

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