Mülheim an der Ruhr. Mit einer gezielten Artenschutzmaßnahme setzen der NABU Ruhr und die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft ihre bewährte Zusammenarbeit fort: Auf dem RWW-Betriebsgelände in Mülheim wurden jetzt zwei neue Brutröhren für den Steinkauz installiert. Ziel ist es, den bedrohten Bestand der kleinen Eulenart nachhaltig zu stabilisieren.
Hintergrund der Initiative ist der zunehmende Verlust natürlicher Brutplätze. Alte, höhlenreiche Bäume – einst typische Lebensräume des Steinkauzes – sind in der intensiv genutzten Landschaft selten geworden. Künstliche Nisthilfen übernehmen daher eine immer wichtigere Rolle. „Ohne geeignete Rückzugsorte fehlen dem Steinkauz die Voraussetzungen zur Fortpflanzung“, erläutert Eulenfachmann Reinhard Plath vom NABU. „Solche Projekte sind entscheidend, um den negativen Trend aufzuhalten.“
Die eingesetzten Brutröhren sind auf die Bedürfnisse der Tiere zugeschnitten – mit Belüftungsöffnungen und witterungsbeständiger Ummantelung: Mit einer Länge von etwa einem Meter und einem Durchmesser von rund 15 Zentimetern bieten sie ausreichend Platz und Schutz. Speziell angeordnete Einflugöffnungen erschweren Beutegreifern den Zugang.
Mit der Installation der Brutröhren entsteht ein weiterer Baustein für den praktischen Naturschutz vor Ort. Die Kooperation von NABU und RWW zeigt exemplarisch, wie gemeinsames Engagement konkrete Verbesserungen für gefährdete Arten bewirken kann.
Kontakt: Reinhard Plath, NABU Regionalverband Ruhr, Tel.: 0177 3435795, reinhard.plath@nabu-ruhr.de























