
April, April auch im LokalKlick – Der „Redaktions-Lügenbaron“ scherzte sechsmal – auch hier!
Rhein-Ruhr. Paukenschlag in der Metropole Ruhr sowie in Düsseldorf und Köln: Das Organisationskomitee KölnRheinRuhr, verantwortlich für die Olympia-Bewerbung der Region für die Jahre 2036, 2040 oder 2044, hat gestern ein revolutionäres Mobilitätskonzept vorgestellt. Ein zentraler Pfeiler dieses “Nachhaltigkeits-Meilensteins” ist die massive Erweiterung der bewährten Dortmunder H-Bahn bis nach Duisburg – direkt entlang der Lebensader des Ruhrgebiets, dem Ruhrschnellweg (A40). Eine direkte Anbindung an den Skytrain am Düsseldorfer Flughafen wird geprüft.
Diese visionäre Maßnahme soll die Erreichbarkeit der Sportstätten im gesamten Rhein-Ruhr-Raum revolutionieren und gleichzeitig ein weltweit sichtbares Zeichen für innovative, umweltverträgliche Urban Mobility setzen.
Ein “H-Highway” über der Staustrecke
Die Idee ist so kühn wie logisch: Anstatt den ohnehin begrenzten Platz am Boden für den ÖPNV zu nutzen, verlagert man den Transport in die Höhe. Die vollautomatische, hängende Einschienenbahn, die seit Jahrzehnten den Campus der TU Dortmund verbindet, soll nun zum Rückgrat einer ost-westlichen Verkehrsachse werden.
“Wir sprechen hier nicht über eine bloße Erweiterung, sondern über die Schaffung eines ‘H-Highways'”, erklärt ein Sprecher des Organisationskomitees KölnRheinRuhr. “Die Sportler und Zuschauer schweben staufrei über der A40 von Dortmund nach Duisburg. Das ist die Verbindung von Tradition – der H-Bahn-Technik – und Zukunft – autonomem Fahren im großen Stil.”
Die geplante Trassenführung sieht Haltepunkte an wichtigen Verkehrsknotenpunkten und Sportstätten vor. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der grenzüberschreitenden Vernetzung: Das Komitee prüft intensiv eine direkte Anbindung an den Düsseldorfer Flughafen, wo die H-Bahn auf den bestehenden Skytrain treffen würde, sowie eine Verlängerung zum Dortmunder Flughafen.
Olympia als Katalysator für die Verkehrswende
Die Olympia-Macher betonen, dass dieses Projekt weit über die Dauer der Spiele hinaus einen bleibenden Mehrwert für die Region schaffen würde. “Wir sehen Olympia nicht als Ziel, sondern als Katalysator”, heißt es aus dem Komitee. “Mit der H-Bahn-Achse Dortmund-Duisburg lösen wir jahrzehntealte Verkehrsprobleme an Rhein und Ruhr auf eine nachhaltige und saubere Weise.”
Der vollautomatische Betrieb ermöglicht flexible Taktzeiten und hohe Kapazitäten, die besonders bei Großveranstaltungen entscheidend sind. Das umweltfreundliche Antriebssystem trägt zur Entlastung der Luft im Ruhrgebiet bei und unterstreicht das Ziel “grüner Spiele”.
Der 6-spurige Ausbau der A40 wird möglich
Ein verblüffender Nebeneffekt der Verlängerung in die Höhe: Der geplante H-Bahn-Trassenverlauf schafft neuen Spielraum für den Ausbau des Ruhrschnellwegs. Durch das Verlagern des ÖPNV-Potenzials auf die H-Bahn-Ebene könnten die seit langem diskutierten Engpässe auf der A40, insbesondere im Raum Essen und Mülheim, angegangen werden.
Damit rückt eine langjährige Forderung der Freien Wähler in greifbare Nähe: Die Prüfung des 6-spurigen Ausbaus der A40 in Essen und Mülheim. “Wir begrüßen dieses innovative Konzept außerordentlich”, sagt Maximilian Eitner, Kreisvorsitzender der Freien Wähler Mülheim an der Ruhr. “Die H-Bahn-Verlängerung ist der Schlüssel, um sowohl den ÖPNV zu stärken als auch die A40 endlich fit für die Zukunft zu machen. Es wäre ein Gewinn für alle: Pendler, Anwohner und die Umwelt.”
Die Freien Wähler verweisen in diesem Zusammenhang auf ihre Forderung zur Prüfung des A40-Ausbaus, einschließlich der Verlegung der U18 unter die Erde, um oben Kapazität zu gewinnen: “Die H-Bahn ist noch eleganter, da sie den Raum über der Autobahn nutzt und so wertvolle Fläche spart.”
Fazit und der Blick nach vorne
Die Pläne für die H-Bahn-Verlängerung von Dortmund nach Duisburg sind ambitioniert, aber sie zeigen den Mut, Mobilität im Ruhrgebiet neu zu denken. Der erste Spatenstich wird zwar noch auf sich warten lassen – man rechnet mit einem Baubeginn frühestens im Jahr 2029 – aber die Vision ist geboren. Und wer weiß, vielleicht schweben die Sportler und Fans schon bald über den Dächern des Reviers.



























