Bürgermeisterin Jennifer Meuren, Johannes Mertens, Dr. Gabriele Rünger und Ruth Kirstgen freuen sich auf die Eröffnung (Foto: © Gemeinde Blankenheim)
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Blankenheim. Mit dem Erscheinen des neuen Buches der Historikerin Dr. Gabriele Rünger über die Reichsgräfinnen von Manderscheid-Blankenheim „Wie es meinem standt vnd reputation zukommt“, wird am Donnerstag, den 16. April um 18:00 Uhr im Eifelmuseum Blankenheim die diesjährige Ausstellung mit dem Titel Stand. Macht. Pracht – Die Gräfinnen von Manderscheid-Blankenheim eröffnet.

Auf der Grundlage der neuen Forschungsergebnisse der Autorin zu den Damen des Hauses Manderscheid-Blankenheim öffnet die Ausstellung überraschende Einblicke in die verschiedenen Lebenswelten der Frauen des Hochadels aus dem Barockzeitalter.

Die Journalistin und Radiomoderatorin bei Radio Köln und Radio Euskirchen Marie Güttge und der bekannte (Krimi-)Autor Ralf Kramp werden aus noch nie veröffentlichten Originalbriefen der Gräfinnen vorlesen und uns so am ganz privaten Briefwechsel hochadeliger Damen unmittelbar teilhaben lassen.

Die alte Adelswelt folgte den Prinzipien von Macht und Pracht. Das ist der Leitfaden, mit dem die Geschichte der Frauen des Hauses Manderscheid-Blankenheim im 17. und 18. Jahrhundert in Ausstellung und Publikation erzählt wird. Beim Aufstieg und Fall dieser bedeutenden Eifeler Dynastie haben die Töchter nicht nur zahlenmäßig den Vorrang, sie haben auch durch ihre Lebensleistung das größere Gewicht. Die meisten Gräfinnen von Manderscheid-Blankenheim standen vor der Entscheidung: Damenstift oder Ehe?

Ausstellung und Publikation illustrieren ihr Leben in den hochadeligen, katholischen Damenstiften, die Heiratspolitik der Familie, die die letzten Namensträgerinnen an den glanzvollen kaiserlichen Hof in Wien führte, sowie die Welt hochadeliger Frauen, in der es vor allem um ihren Stand und ihre Reputation ging.

Frau Dr. Rünger konnte bei ihren Recherchen zum Buch auf Originaldokumente zurückgreifen, die heute noch im Nationalmuseum in Prag liegen und als Digitalisat dem Förderverein des Eifelmuseums vorliegen. Insbesondere der private Briefwechsel der Töchter untereinander erlaubt einen einzigartig nahen Einblick in ihr Leben – und dieser Einblick zeichnet ein Bild, das den stereotypen Vorstellungen eines Frauenlebens zu dieser Zeit nicht unbedingt entspricht. Nicht zuletzt deshalb, weil Frauen in der Geschichte oft zu wenig Bedeutung zugemessen wird. Dabei zeigen die Dokumente und Forschungsergebnisse nicht nur, dass diese Frauen ein gesellschaftlich sehr erfolgreiches und selbstbestimmteres Leben als erwartet führten, sie werden auch von ihrer persönlichen, sehr menschlichen Seite erfahrbar. Ausgewählte Briefe können die Ausstellungsgäste als Audiodatei selbst hören.

Für alle, die nach Besuch der Ausstellung gerne noch mehr erfahren möchten, ist das neue Buch von Frau Dr. Rünger u.a. im Museum erhältlich.

Diese Ausstellung wurde in enger Kooperation des Fördervereins Eifelmuseum e.V. und der Gemeinde Blankenheim mit dem Geschichtsverein des Kreises Euskirchen e.V. gestaltet und auch durch die VR Bank Nordeifel unterstützt.

Die Ausstellung ist vom 16. April 2026 bis zum 02. Mai 2027 zu folgenden Zeiten geöffnet:

Hauptsaison: 01.04. – 31.10.    
Mo.-Fr.: 10:00 – 16:00 Uhr
Sa., So., feiertags: 09:30 – 15:00 Uhr

Nebensaison 01.11. – 31.03. 
tägl. 11:00 – 15:00 Uhr

Der Eintritt ist frei.

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