(Foto: Interkulturelle Projekthelden)
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Neuss. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Nevşehir haben die Interkulturellen Projekthelden ein internationales Jugendbegegnungsprogramm organisiert und erfolgreich umgesetzt. Eine Woche lang standen das Kennenlernen unterschiedlicher Kulturen, gemeinsames Lernen und der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Die seit vielen Jahren bestehende Städtepartnerschaft zwischen Neuss und Nevşehir wurde durch diese Begegnung auf jugendlicher Ebene weiter gestärkt.

Bereits im vergangenen Jahr sammelten Jugendliche der Interkulturellen Projekthelden vielfältige kulturelle und gesellschaftliche Eindrücke in der besonderen Atmosphäre Kappadokiens. Vor Kurzem folgte nun der Gegenbesuch: Junge Menschen aus Nevşehir waren in Neuss zu Gast und erhielten Einblicke in die deutsche Jugendarbeit sowie in das kulturelle Leben vor Ort. Begleitet wurden sie von den Mitarbeitenden der Stadt Nevşehir, Sinem Işık Özpamuk und Merve Levent Karakılçık, die das Programm während des gesamten Aufenthalts unterstützten.

Gefördert wurde das Projekt von der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke. Die Initiative setzt sich dafür ein, junge Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenzubringen und internationale Jugendbegegnungen zu stärken. Neben Projekten zwischen Deutschland und der Türkei unterstützt sie auch Austausche mit weiteren europäischen Ländern wie Polen, Spanien und Frankreich und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Dialog.

Während der gemeinsamen Woche wurde ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm gestaltet. Zu den Höhepunkten zählten Besuche im Rheinischen Schützenmuseum, im Clemens Sels Museum sowie im Kölner Dom. Eine besondere Führung im Kölner Dom hinterließ bei den Teilnehmenden einen bleibenden Eindruck und bot eindrucksvolle Ausblicke. Auch Tagesausflüge nach Amsterdam und Belgien bereicherten das Programm. Darüber hinaus ermöglichte die Karnevalszeit in Neuss und Köln den Gästen, regionale Traditionen hautnah zu erleben. Insgesamt bot das Programm vielfältige kulturelle, gesellschaftliche und historische Einblicke.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war der Besuch des Jugendzentrums InKult, um den Gästen die Arbeit eines Jugendzentrums in Deutschland näherzubringen. Das Zentrum unterstützt internationale Begegnungen und hat in der Vergangenheit unter anderem Jugendgruppen aus der französischen Stadt Châlons empfangen. Zum Abschluss des Besuchs sorgten frisch servierte Berliner für eine herzliche und offene Atmosphäre.

Ziel des Austauschprogramms war es, Freundschaften zu stärken, Vorurteile abzubauen und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Sämtliche Aktivitäten wurden gemeinsam von deutschen und türkischen Jugendlichen gestaltet. Metin Göksen, Inhaber eines Reisebüros in Nevşehir, begleitete die Gruppe als Reiseleiter und Dolmetscher. Seine langjährige Erfahrung in der Begleitung von Gruppen in Deutschland sowie seine Vertrautheit mit beiden Ländern trugen maßgeblich zu einer reibungslosen Kommunikation bei.

Im Rahmen des Programms fand zudem ein Empfang im Neusser Rathaus statt, organisiert von dem städtischen Mitarbeiter Daniel Mandok. Der Vorsitzende des Ausschusses für Internationale Beziehungen und Städtepartnerschaften, Hakan Temel, begrüßte die Gruppe im Ratssaal, erläuterte das kommunale Verwaltungssystem und beantwortete die Fragen der Jugendlichen.

Umut Ali Öksüz, Vorsitzender der Interkulturellen Projekthelden, betonte die Bedeutung solcher Projekte: „Für uns ist der Wert solcher Begegnungen kaum zu messen. Sie ermöglichen echte Verbindungen zwischen jungen Menschen und zeigen, dass Freundschaft stärker ist als jede Form der Ausgrenzung. Wir möchten diese Beziehungen auch künftig weiter fördern, weil wir davon überzeugt sind, dass persönliche Begegnungen Brücken bauen und Vertrauen schaffen. Über diese gewachsene Freundschaft und Zusammenarbeit freuen wir uns sehr.“

Der Jugendaustausch hat erneut verdeutlicht, wie wertvoll direkte Begegnungen für junge Menschen sind. Die Teilnehmenden konnten voneinander lernen, neue Perspektiven gewinnen und gemeinsame Erinnerungen schaffen, die noch lange nachwirken werden.

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