Düsseldorf/Duisburg/Oberhausen/Bochum/Gelsenkirchen/Herten/ Dortmund/Krefeld/Mönchengladbach/Pulheim. Bei den Bürgerentscheiden zu der gemeinsamen Bewerbung der Köln-Rhein-Ruhr-Region um die Olympischen und Paralympischen Spiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044 gab es viele zustimmende Endergebnisse in den Städten. Eine Besonderheit gab es in Herten.
Mehrheit stimmt für Düsseldorfer Beteiligung an Olympia-Bewerbung
Düsseldorf. Nach Auszählung der Stimmen entfällt die Mehrheit der gültigen Stimmen auf “Ja”; das erforderliche Quorum wurde erreicht.
158.985 der insgesamt 471.768 zur Briefabstimmung aufgerufenen Düsseldorferinnen und Düsseldorfer (33,7 Prozent) haben sich am Ratsbürgerentscheid beteiligt und zur Frage Stellung genommen: “Sind Sie dafür, dass sich die Landeshauptstadt Düsseldorf an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?”
Nach Auszählung der Stimmen entfielen von den gültigen Stimmen 106.587 (67,24 Prozent) auf “Ja” und 51.936 (32,76 Prozent) auf “Nein”. Das erforderliche Abstimmungsquorum von zehn Prozent (47.177 Abstimmungsberechtigte) wurde erreicht.
Damit hat sich eine Mehrheit der Abstimmenden für eine Beteiligung der Landeshauptstadt Düsseldorf an einer Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ausgesprochen.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Das Ergebnis ist ein starkes Signal für Düsseldorf und NRW. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich für die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spielen ausgesprochen. Dieses klare Votum ist Rückenwind und Verpflichtung zugleich. Jetzt geht es darum, gemeinsam mit unseren Partnerstädten den nächsten Schritt zu gehen – für nachhaltige, moderne und verantwortungsvolle Spiele. Wir setzen auf bestehende Infrastruktur, kurze Wege und eine Planung im Dialog mit den Menschen vor Ort. Düsseldorf ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und Teil eines starken, gemeinsamen Auftritts der Rhein-Ruhr-Region zu sein.”
Die vorläufigen Ergebnisse in den einzelnen Briefabstimmungsbezirken sind auf der Internetseite der Landeshauptstadt Düsseldorf zum Ratsbürgerentscheid unter https://wep.itk-rheinland.de/vm/prod/be_due_mgl_202604/05111000/praesentation/index.html abrufbar.
Weiteres Verfahren
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf stellt das amtliche Endergebnis in seiner Sitzung am 7. Mai 2026 fest. Mit dieser Feststellung erlangt der Bürgerentscheid die Wirkung eines Ratsbeschlusses und tritt in Kraft.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf wird sich folglich an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr beteiligen.
72,95 % Ja in Duisburg
Duisburg. Beim Ratsbürgerentscheid über eine Beteiligung der Stadt Duisburg an der gemeinsamen Bewerbung „KölnRheinRuhr“ der Region um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 haben die Abstimmungsberechtigten mehrheitlich mit Ja gestimmt. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis entfallen auf „Ja“ 71.467 Stimmen (72,95 %) und auf „Nein“ 26.504 Stimmen (27,05%). 630 Stimmen waren ungültig.
Insgesamt haben sich 98.601 Duisburgerinnen und Duisburger an der Abstimmung beteiligt. Das entspricht einer Quote von 28,12 Prozent. Abstimmungsberechtigt waren am heutigen Stichtag 350.626 Bürgerinnen und Bürger. Die für einen bindenden Bürgerentscheid in Städten dieser Größenordnung erforderliche Zustimmung von mindestens zehn Prozent der Abstimmungsberechtigten wurde damit erreicht.
Mit dem Ja beim Ratsbürgerentscheid ist für Duisburg die Grundlage geschaffen, sich weiter an der gemeinsamen Bewerbung von KölnRheinRuhr zu beteiligen. Der nationale Auswahlprozess geht damit in die nächste Phase. Die Entscheidung, mit welcher Stadt oder Region Deutschland sich um die Olympischen und Paralympischen Spiele bewirbt, trifft der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) voraussichtlich im September dieses Jahres. Für Duisburg bedeutet das Ja zur Bewerbung, die Planungen weiter zu vertiefen, offene Fragen zu klären und die eigene Rolle im Gesamtkonzept weiter auszuarbeiten.
Die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele der Region KölnRheinRuhr setzt auf eine breite demokratische Legitimation durch die Bevölkerung. Als einzige Bewerberregion führt KölnRheinRuhr daher Ratsbürgerentscheide in allen 17 am Konzept beteiligten Kommunen durch. Mehr als vier Millionen Bürgerinnen und Bürger waren aufgefordert bis zum 19.04.2026 ihre Stimme für Olympische und Paralympische Spiele abzugeben. Informationen zu den Ergebnissen der anderen Städte sind unter www.olympiabewerbung.nrw abrufbar. Die Verkündung des vorläufigen Ergebnisses der Bewerbung KölnRheinRuhr wird dort voraussichtlich ab ca. 21:00 Uhr als Livestream zu verfolgen sein.
Das endgültige amtliche Ergebnis des Ratsbürgerentscheids wird nach Abschluss aller vorgeschriebenen Prüfungen festgestellt.
Oberhausen stimmt für Beteiligung an Olympia-Bewerbung
Oberhausen. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Oberhausen haben sich im Rahmen eines Ratsbürgerentscheids mit 62,66 Prozent Ja-Stimmen mehrheitlich für eine Bewerbung um Olympische Spiele an Rhein und Ruhr ausgesprochen. Somit haben sie die Grundlage geschaffen, dass sich die Stadt an der gemeinsamen Bewerbung der Köln-Rhein-Ruhr-Region um die Olympischen und Paralympischen Spiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044 beteiligt. Bei einer Beteiligung von 29,55 Prozent und 44.786 gültigen Stimmen lautet das Endergebnis für Oberhausen: 62,66 Prozent stimmten mit Ja, 37,34 Prozent mit Nein und 0,42 Prozent der Stimmen sind ungültig. In Oberhausen waren 152.260 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren stimmberechtigt. Das Quorum von zehn Prozent der benötigten Stimmen wurde erreicht, so dass der Bürgerentscheid gültig ist.
„Ich danke allen Oberhausenerinnen und Oberhausenern, die sich an diesem Bürgerentscheid beteiligt haben. Ihr Ja ist ein starkes Signal für unsere Stadt und unsere Region“, fasst Oberbürgermeister Thorsten Berg das Ergebnis zusammen. „Dieses Votum zeigt auch, dass wir in Oberhausen auf die Stärken unserer Heimatregion vertrauen und diese der Welt präsentieren wollen. Denn die Olympischen Spiele sind ein Event, welches die ganze Welt im friedlichen Wettstreit der Athletinnen und Athleten vereinigt. Gleichzeitig ist dieses Votum für uns Auftrag und Verpflichtung, den weiteren Prozess transparent, verantwortungsvoll und im engen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten.“
Auch Sportdezernent Jürgen Schmidt begrüßt das Ergebnis: „Das positive Votum ist ein wichtiger Schritt für den Sportstandort Oberhausen. Die mögliche Einbindung in ein internationales Großereignis bietet nicht nur eine Bühne für den Spitzensport, sondern kann auch nachhaltige Impulse für den Breiten- und Vereinssport sowie für die Sportinfrastruktur vor Ort setzen. Entscheidend wird sein, die Chancen klug zu nutzen und gleichzeitig die berechtigten Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger im Blick zu behalten.“
Der Bürgerentscheid wurde auf Grundlage eines Ratsbeschlusses vom 15. Dezember 2025 durchgeführt und stellt ein zentrales demokratisches Instrument dar, mit dem die Entscheidung über die Beteiligung Oberhausens bewusst in die Hände der Bürgerschaft gelegt wurde. Im Rahmen des Köln-Rhein-Ruhr-Konzepts ist vorgesehen, dass Oberhausen als Austragungsort für Vorrundenspiele im Volleyball in der Rudolf-Weber-Arena fungieren könnte. Die Bewerbung der Region Rhein-Ruhr setzt dabei überwiegend auf bestehende und regelmäßig genutzte Sportstätten in insgesamt 17 Städten der Region.
Mit dem positiven Ausgang des Bürgerentscheids wird sich die Stadt Oberhausen nun aktiv in den weiteren Bewerbungsprozess der Köln-Rhein-Ruhr-Region einbringen. Dabei stehen insbesondere Fragen der Finanzierung, der infrastrukturellen Entwicklung sowie der nachhaltigen Ausgestaltung der Spiele im Fokus.
Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung KölnRheinRuhr: Mehrheit der Bochumerinnen und Bochumer stimmt mit „Ja“
Bochum. Bei dem stadtweiten Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung der Region Rhein Ruhr haben die Bochumerinnen und Bochumer mehrheitlich mit „Ja“ gestimmt.
Die Frage „Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Bochum an der gemeinsamen Bewerbung der Region Köln Rhein/Ruhr um Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?“ wurde nach dem in 67 Abstimmungsvorständen ermittelten vorläufigen Ergebnis wie folgt beantwortet:
- Ja: 63,97 %
- Nein: 36,03%
Die Wahlbeteiligung lag bei 31,24 Prozent. Mehr als 280.000 Bürgerinnen und Bürger (über 16 Jahre) waren stimmberechtigt. Das gesetzlich vorgeschriebene Quorum wurde somit erreicht.
„Wir haben stets gesagt: ,Bochum kann Olympia‘ – und jetzt ist klar: Bochum will Olympia! Das ist das (beeindruckende) Ergebnis des Bürgerentscheides. Ich freue mich sehr darüber, denn die Olympischen und Paralympischen Spiele brauchen nicht nur Begeisterung, sondern auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Mit dem Ergebnis ist dieses Vertrauen zum Ausdruck gebracht worden.“ So kommentierte Oberbürgermeister Jörg Lukat das Abstimmungsergebnis. „Die Olympischen und Paralympischen Spiele sind das Größte für Athletinnen und Athleten sowie für Sportfans aus aller Welt. Da wollen auch wir gerne dabei sein. Ich möchte allen danken, die sich engagiert und die Bewerbung unterstützt haben. Jetzt drücken wir die Daumen, dass wir den nächsten Schritt schaffen und uns im nationalen Wettbewerb durchsetzen.“
Mit dem mehrheitlichen Votum der Bochumer Bürgerinnen und Bürger spricht sich die Stadt Bochum im Rahmen des Bürgerentscheids für eine Bewerbung der Region Rhein Ruhr um Olympische und Paralympische Sommerspiele aus.
Die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele der Region KölnRheinRuhr setzt auf eine breite demokratische Legitimation durch die Bevölkerung. Als einzige Bewerberregion führt KölnRheinRuhr daher Ratsbürgerentscheide in allen 17 am Konzept beteiligten Kommunen durch. Mehr als 4 Millionen Bürgerinnen und Bürger waren aufgefordert, bis zum 19.April ihre Stimme für Olympische und Paralympische Spiele abzugeben. Informationen zu den Ergebnissen der anderen Städte sind unter www.olympiabewerbung.nrw abrufbar.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird voraussichtlich im September 2026 über die nationale Bewerbung Deutschlands entscheiden.
Das am Sonntag festgestellte Ergebnis ist vorläufig. Die endgültige Feststellung des Ergebnisses erfolgt durch den Rat der Stadt Bochum in seiner Sitzung am 7. Mai 2026.
Gelsenkirchen sagt „Ja“ zu Olympia
Gelsenkirchen. Oberbürgermeisterin Andrea Henze bedankt sich bei allen, die zu dieser Entscheidung beigetragen haben
„Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Gelsenkirchen an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?“ Dies war die Frage des ersten Ratsbürgerentscheids in der Geschichte der Stadt. 184.444 abstimmungsberechtigte Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener waren aufgerufen, diese Frage zu beantworten.
231 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer im zum Auszählungsraum umfunktionierten Atrium des Hans-Sachs-Hauses leerten um Punkt 18:00 Uhr die Urnen und begannen auszuzählen. Um 20:33 Uhr lag das vorläufige Endergebnis vor.
25,9 Prozent der stimmberechtigten Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener haben ihre Stimme abgegeben. Mit Ja haben 74,2 Prozent votiert, 25,8 Prozent haben Nein angekreuzt. Mindestens zehn Prozent aller Stimmberechtigten mussten ein positives Votum abgeben, damit dieser Entscheid teilnehmen, damit dieser gültig ist. Dieses Quroum wurde somit erreicht. Alle Informationen zum Ausgang des Ratsbürgerentscheids in Gelsenkirchen gibt es unter www.gelsenkirchen.de.
Nun ist die erste Hürde auf dem Weg zu Olympia in Gelsenkirchen genommen. „Ich freue mich sehr, dass sich die Bürgerinnen und Bürger mit so überwältigender Mehrheit für die Austragung der Olympischen Spiele ausgesprochen haben. Mein Dank gilt allen, die mit ihrem Engagement zu dieser Entscheidung beigetragen haben. Aber ehrlich gesagt habe ich es in dieser so sportbegeisterten Stadt auch nicht anders erhofft, ja sogar erwartet“, so Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze in einer ersten Stellungnahme.
„Schwimmwettbewerbe in der Arena auf Schalke wären ja auch etwas ganz Besonderes mit Rekorden im Becken und Zuschauerrekorden auf den Rängen mit bis zu 60.000 Zuschauerinnen und Zuschauern“, blickt die Oberbürgermeisterin auf Olympia in Gelsenkirchen.
Doch ob es so kommt, das ist trotz des positiven Votums aus Gelsenkirchen längst nicht sicher. Erst im Herbst will der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden, mit welchem Standort Deutschland ins internationale Rennen geht. Nationale Mitbewerber sind Berlin, München und Hamburg. Selbst wenn ein deutscher Kandidat feststeht, muss dieser sich gegen starke internationale Bewerber wie zum Beispiel Istanbul oder Doha durchsetzen. Letztlich entscheidet das IOC (International Olympic Comitee) über die Vergabe.
„Schon das Bewerbungsverfahren hat uns die Möglichkeit gegeben, Gelsenkirchen und den Standort neu, sympathisch und optimistisch zu präsentieren, was uns viele Türen öffnen kann“, ist Oberbürgermeisterin Henze überzeugt, dass der olympische Geist schon jetzt gewirkt hat.
Die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele der Region KölnRheinRuhr setzt auf eine breite demokratische Legitimation durch die Bevölkerung. Als einzige Bewerberregion führt KölnRheinRuhr daher Ratsbürgerentscheide in allen 17 am Konzept beteiligten Kommunen durch. Mehr als vier Millionen Bürgerinnen und Bürger waren aufgefordert bis zum 19.April ihre Stimme für Olympische und Paralympische Spiele abzugeben. Informationen zu den Ergebnissen der anderen Städte sind unter www.olympiabewerbung.nrw abrufbar. Die Verkündung des vorläufigen Ergebnisses der Bewerbung KölnRheinRuhr wird dort voraussichtlich ab 21:00 Uhr als Livestream zu verfolgen sein.

Ratsbürgerentscheid Herten: Mehrheitlich für „Ja“ gestimmt, aber Mindestanzahl nicht erreicht
Herten. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Herten haben im Ratsbürgerentscheid zwar mehrheitlich für eine Beteiligung an der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele gestimmt. Die notwendige Mindestanzahl an Stimmen wurde aber nicht erreicht. Damit wird sich die Stadt Herten nicht an der geplanten Bewerbung von KölnRheinRuhr für mögliche Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 beteiligen.
„Ich hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht – das will ich ganz offen sagen. Ich bin überzeugt, dass in dieser Bewerbung große Chancen für unsere Stadt und die gesamte Region gesteckt hätten“, sagte Bürgermeister Fred Toplak nach der Auszählung am Sonntag, 19. April.
5.719 Hertener Bürgerinnen und Bürger haben beim Ratsbürgerentscheid mit „ja“ gestimmt, 2.031 mit „Nein“ und 21 Stimmen waren ungültig.
Mindestens 6.834 Hertenerinnen und Hertener (15 Prozent der 45.555 Abstimmungsberechtigten) hätten für „Ja“ stimmen müssen, damit der Ratsbürgerentscheid erfolgreich ist. Andernfalls und bei Stimmengleichheit gilt die Frage als mit „Nein“ beantwortet.
Alle Informationen zu den Ergebnissen in Herten sind hier https://www.herten.de/ratsbuergerentscheid-olympia abrufbar.
Fred Toplak betont seinen Respekt vor der Entscheidung: „Am Ende ist es eine demokratische Entscheidung der Hertenerinnen und Hertener – und die gilt. Ich danke allen, die sich beteiligt und sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben.“
In den vergangenen Wochen war intensiv über Chancen und Risiken der Bewerbung diskutiert worden. Für Herten war die Halde Hoheward als möglicher Austragungsort für Mountainbike-Wettbewerbe gemeinsam mit der Stadt Recklinghausen im Gespräch.
„Natürlich tut es ein Stück weit weh, weil wir viel Engagement in die Vorbereitung gesteckt haben und die Idee, Teil eines solchen internationalen Ereignisses zu sein, viele begeistert hat“, so Fred Toplak weiter. „Aber solche Entscheidungen gehören zur Demokratie dazu.“
Welche Auswirkungen das Votum auf die gemeinsame Bewerbung mit der Nachbarstadt Recklinghausen und die weitere Rolle der Region haben wird, ist derzeit noch offen. Hierzu werden in den kommenden Tagen Gespräche geführt.
„Unabhängig von der Entscheidung bleiben die Themen, die viele Menschen bewegt haben – gute Sportangebote, moderne Infrastruktur und eine starke Region. Daran werden wir weiter arbeiten“, erklärt Fred Toplak abschließend.
Die Stadt Herten wird über die weiteren Entwicklungen informieren.
Hintergrund zum Ratsbürgerentscheid
Die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele der Region KölnRheinRuhr setzt auf eine breite demokratische Legitimation durch die Bevölkerung. Als einzige Bewerberregion führt KölnRheinRuhr daher Ratsbürgerentscheide in allen 17 am Konzept beteiligten Kommunen durch. Mehr als 4 Millionen Bürgerinnen und Bürger waren aufgefordert, bis zum 19. April 2026 ihre Stimme für Olympische und Paralympische Spiele abzugeben. Informationen zu den Ergebnissen der anderen Städte sind unter www.olympiabewerbung.nrw abrufbar. Die Verkündung des vorläufigen Ergebnisses der Bewerbung KölnRheinRuhr wird dort voraussichtlich ab ca. 21 Uhr als Livestream zu verfolgen sein.
Dortmund hat abgestimmt: 68 Prozent wollen die Olympischen Spiele in der Stadt
Dortmund. Ein „Ja“ für DOlympia: 68,3 Prozent stimmten dafür, dass Dortmund bei der Bewerbung der Region Rhein-Ruhr für die Olympischen Spiele dabei ist. Die Beteiligung in Dortmund lag bei knapp 30 Prozent – rund 130.000 Dortmunder*innen haben mit abgestimmt.
Bis Samstag, 18. April, konnten die ausgefüllten Abstimmungsunterlagen noch eingereicht werden. 440.000 Abstimmungsberechtigte hatten ihre Unterlagen nach Hause geschickt bekommen. Über tausend Helfende haben die Stimmen heute (Sonntag, 19. April) ausgezählt. Abstimmungsleiter Norbert Dahmen: „Alles ist hervorragend gelaufen. Wir hatten keine Komplikationen. Knapp 30 Prozent der Menschen abgestimmt, es lief alles reibungslos. Besser geht es nicht.“
Wie es weiter geht: Kommission bewertet, DOSB entscheidet
17 Städte an Rhein und Ruhr bewerben sich als KölnRheinRuhr gemeinsam um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele für das Jahr 2036, 2040 oder 2044. Dabei konkurrieren sie mit Berlin, Hamburg und München.
Die vier deutschen Olympia-Kandidaten haben bis zum 4. Juni 2026 Zeit, finale Konzepte und Antworten auf einen Fragenkatalog einzureichen. Eine Evaluierungskommission bewertet sie anhand von Kriterien wie Wettbewerbsfähigkeit, Akzeptanz, Sport-Eignung, Kosten. Die Kommission kann eine Empfehlung geben.
Der Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) entscheidet im Herbst 2026 über den deutschen Kandidaten für die Olympiabewerbung. Die letzte Entscheidung fällt auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26. September 2026 in Baden-Baden. Die Versammlung stimmt dabei geheim ab.
Mehr Informationen zur Bewerbung und dem Ratsbürgerentscheid: dortmund.de/olympia.
Oberbürgermeister Frank Meyer: „Der Traum lebt weiter“
Krefeld. Gegen 20 Uhr brandete Jubel auf im Foyer des Rathauses am Von-der-Leyen-Platz. „Die Krefelderinnen und Krefelder haben entschieden: Sie möchten Olympische und Paralympische Spiele in ihrer Stadt und in der Region erleben“, erklärte Oberbürgermeister Frank Meyer unter großem Applaus. Zu diesem Zeitpunkt stand fest: Mit einer Mehrheit von fast zwei Dritteln der Stimmen haben die Bürgerinnen und Bürger dafür votiert, dass sich Krefeld an der Olympiabewerbung der Region Rhein-Ruhr für die Jahre 2036, 2040 und 2044 beteiligt.
Nach Auszählung der 50 Stimmbezirke sprachen sich laut vorläufigem Endergebnis 64,41 Prozent für eine Teilnahme aus, 35,59 Prozent dagegen. „Das klare Ja der Menschen zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Krefeld macht mich froh und ein bisschen stolz“, sagte Oberbürgermeister Frank Meyer, der die Auszählung am Sonntagabend mit zahlreichen Gästen im Rathausfoyer live verfolgte. „Wir sind eine Sportstadt, waren schon oft gute Gastgeber für nationale und internationale Events. Diese Grundhaltung zeigt sich auch im Ergebnis der Abstimmung. Der Traum von Olympia lebt weiter – und Krefeld ist dabei.“ Die Wahlbeteiligung beim ersten Ratsbürgerentscheid der Stadtgeschichte lag bei 27,73 Prozent.
Auch in den anderen beteiligten Städten fiel das Ergebnis des Ratsbürgerentscheids positiv aus, lediglich Herten verpasste das notwendige Quorum. In Köln zeichnete sich am späten Abend ebenfalls eine Mehrheit ab. Rund vier Millionen Menschen waren in 17 Städten der Region Rhein-Ruhr zur Abstimmung aufgerufen – mehr als in jeder anderen deutschen Bewerberstadt. „Diese breite Zustimmung der Bevölkerung kann für uns zum echten Pfund werden“, sagte Stadtdirektor und Sportdezernent Markus Schön, der Krefeld bei der zentralen Veranstaltung des Wahlabends in Köln vertrat. „Nirgendwo sonst haben so viele Menschen aktiv Ja gesagt zu Olympischen und Paralympischen Spielen in ihrer Region. Und nirgends sonst könnten so viele Menschen die Spiele live in den Sportstätten verfolgen. Allein das macht unser Konzept überzeugend.“
Seit dem offiziellen Kampagnenstart im Januar hatte die Staatskanzlei NRW gemeinsam mit den beteiligten Kommunen offensiv für „Unsere Städte. Unsere Spiele“ geworben. Mit Köln als international bekannter „Leading City“ will man als komplette Region ins Rennen gehen – und wirbt unter anderem mit 14 Millionen Tickets, kurzen Wegen und einem konsequenten Bekenntnis zur Nachhaltigkeit mit 100 Prozent bestehenden und temporären Sportstätten. Ob dieses Konzept auch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) überzeugt und sich die Region Rhein-Ruhr gegen die Mitbewerber Berlin, Hamburg und München durchsetzen kann, erweist sich Ende September. Dann wird entschieden, mit welcher der vier Bewerbungen Deutschland international ins Rennen geht.
Im Krefelder Rathausfoyer herrschte nach dem erfolgreichen Verlauf des Bürgerentscheids ausgelassene Stimmung. Die Medaillengewinner Anne Poleska und Steffen Driesen sowie die junge Ruderin Victoria Mertens hatten die Auszählung der Stimmen live verfolgt. „Liebe Victoria“, sprach Frank Meyer die Nachwuchssportlerin direkt an, „ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du eines Tages als unsere Olympiahoffnung an den Start gehen kannst und die Menschen aus Krefeld dann nur über den Rhein fahren müssen, um dich in Duisburg um Medaillen kämpfen zu sehen. Der heutige Tag kann für dich und viele andere junge Sportlerinnen und Sportler eine Menge Rückenwind geben, dieses große Ziel zu erreichen.“ Der Oberbürgermeister bedankte sich auch beim Stadtsportbund, den Vereinen, dem Team der Verwaltung und „allen bekannten Persönlichkeiten des Krefelder Sports, die sich in den vergangenen Monaten bei dieser Bewerbung mit reingehängt haben“.
Das Endergebnis stand gegen 20.50 Uhr fest. Rund 400 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer hatten im Berufskolleg Vera Beckers für eine reibungslose Auszählung der abgegebenen 48.639 Stimmen gesorgt. Das notwendige Quorum – die Zahl der Ja-Stimmen musste mindestens zehn Prozent der gesamten Wahlberechtigten ausmachen – wurde somit klar erreicht. Die Zahl der Ja-Stimmen im vorläufigen Endergebnis lag am Ende bei 31.258.
Sollten die Olympischen und Paralympischen Spiele an Rhein und Ruhr Realität werden, wäre Krefeld mit Taekwondo und Rollstuhlrugby in der Yayla-Arena vertreten. „Wir würden erleben, wie in unserer Stadt olympische Medaillen vergeben werden – das ist eine großartige Vorstellung“, erklärte Oliver Klostermann, Leiter des Fachbereichs Sport und Sportförderung. „Das Ergebnis der Abstimmung ist auch der tollen Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung und in der Krefelder Sportlandschaft zu verdanken. Der Stadtsportbund und die Vereine haben gut mitgezogen. Diese Energie sollten wir jetzt mitnehmen in die kommenden Monate, wenn es ums Ganze geht.“
„JA“ erhält in Mönchengladbach deutliche Mehrheit beim Ratsbürgerentscheid
Mönchengladbach. Nach Abschluss der Auszählung liegt das vorläufige amtliche Endergebnis des Ratsbürgerentscheids zur Olympia-Bewerbung der Region Rhein/Ruhr in Mönchengladbach vor. Um 19.45 Uhr ging auch das letzte Ergebnis im Wahlamt ein.
Die zentrale Frage lautete: „Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Mönchengladbach an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?“
Beim Ratsbürgerentscheid entfielen 44.877 Stimmen (74,45 Prozent) auf Ja und 15.400 Stimmen (25,55 Prozent) auf Nein.
Insgesamt waren 204.082 Bürger/innen in Mönchengladbach abstimmungsberechtigt. 60.277 gültige Stimmen (99,07 Prozent) wurden abgegeben. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 29,81 Prozent. Die Zahl der ungültigen Stimmen lag bei 565 (0,93 Prozent).
Um erfolgreich zu sein, muss der Ratsbürgerentscheid eine bestimmte Mindestanzahl an Stimmen (Quorum) erreichen. Beim Ratsbürgerentscheid zur Olympiabewerbung liegt das Quorum bei 10 % der Abstimmungsberechtigten. Dies bedeutet, dass eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen nicht ausreicht, wenn nicht gleichzeitig mindestens rund 20.400 Ja-Stimmen erreicht werden. Die benötigte Anzahl ist nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis mit 44.877 Ja-Stimmen in Mönchengladbach erreicht worden.
Die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele der Region Rhein/Ruhr setzt auf eine breite demokratische Legitimation durch die Bevölkerung. Als einzige Bewerberregion führt die Region Rhein/Ruhr daher Ratsbürgerentscheide in allen 17 am Konzept beteiligten Kommunen durch. Mehr als vier Millionen Bürgerinnen und Bürger waren aufgefordert bis zum 19. April ihre Stimme für Olympische und Paralympische Spiele abzugeben. Informationen zu den Ergebnissen der anderen Städte sind unter www.olympiabewerbung.nrw abrufbar. Die Verkündung des vorläufigen Ergebnisses der Bewerbung der Region Rhein/Ruhr wird dort voraussichtlich ab circa 21 Uhr als Livestream zu verfolgen sein.
Die detaillierten Ergebnisse des Ratsbürgerentscheids in Mönchengladbach sind auf der Webseite stadt.mg/wahlergebnisse abrufbar.
Pulheim hat sich für die Bewerbung entschieden
Pulheim. Die Abstimmung zum Thema „Olympia-Bewerbung“ ist entschieden:
13.543 Abstimmungsberechtigte haben mit „Ja“ gestimmt – dies entspricht 70,19 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen –, 5.751 Abstimmungsberechtigte haben „Nein“ angekreuzt, 80 Stimmen waren ungültig. Dies bedeutet, dass sich die Menschen in Pulheim für eine Beteiligung an der gemeinsamen Bewerbung der Region KölnRheinRuhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 ausgesprochen haben.
Beim Ergebnis gilt die Mehrheit der Stimmen. Allerdings müssen bei einer Gemeinde von der Größe der Stadt Pulheim mindestens 15 Prozent der hier 44.756 Abstimmungsberechtigten für dieses Ergebnis gestimmt haben. Diese Bedingung ist erfüllt. Insgesamt lag die Abstimmungsbeteiligung bei 43,29 Prozent.
„Die Menschen in unserer Stadt haben sich sehr deutlich für eine Teilnahme an der Bewerbung der Region KölnRheinRuhr um Olympische und Paralympische Sommerspiele ausgesprochen. Dies ist eine große demokratische Legitimation für die Teilnahme unserer Stadt an der Bewerbung. Mit dem privaten Golf Club Gut Lärchenhof steht eine anerkannte Wettkampfstätte für große internationale Turniere als Austragungsort auf Pulheimer Stadtgebiet zur Verfügung“, sagte Bürgermeister Frank Keppeler, der gemeinsam mit Peter Worms die Verkündung der Ergebnisse bei der zentralen Veranstaltung in Köln verfolgte. Peter Worms hatte sich als „Local Hero“ für die Abstimmung zum Thema „Olympia-Bewerbung“ in Pulheim stark gemacht.
In der Bewerberregion sind Ratsbürgerentscheide in allen 17 am Konzept beteiligten Kommunen durchgeführt worden. Es waren mehr als vier Millionen Bürgerinnen und Bürger bis zum heutigen Tag aufgefordert, sich zu beteiligen. Informationen zu den Ergebnissen der anderen Städte sind unter www.olympiabewerbung.nrw abrufbar. Die Verkündung des vorläufigen Ergebnisses der Bewerbung KölnRheinRuhr wird auf dieser Homepage voraussichtlich ab etwa 21 Uhr als Livestream zu verfolgen sein.


























