Kamp-Lintfort. TuS Lintfort kam auch in Waiblingen bei den Tigers deutlich unter die Räder. Die Mannschaft leistete sich zu viele Fehlpässe, um an die erfolgreiche Hinspielpartie anknüpfen zu können.
Der Beginn der Begegnung VfL Waiblingen gegen den TuS Lintfort war eine zähe Angelegenheit, beide Mannschaften kamen nur schwer ins Spiel. Die 3:1-Führung der Gastgeberinnen nach 6 Minuten glich Leonie Udaw noch im Alleingang aus, bevor Alea Mattig und Eva Manthei einen 3:5-Vorsprung herauswarfen.
Als Folge bat Waiblingens Trainer Michael Stettner zur Dienstbesprechung. Mit Erfolg, denn Waiblingen drehte insbesondere mit einigen gelungenen Aktionen über den Kreis das Spiel wieder in eine 10:6-Führung. Lintfort ließ in dieser Phase zu viele Chancen liegen, leistete sich zu viele technische Fehler in Form von misslungenen Abspielen und Stürmerfouls und kassierte nach einer Hinausstellung gegen Yara Vlaswinkel noch zwei Treffer ins leere Tor.
Dass die Lintforterinnen bis zur Pause noch einmal auf 12:14 verkürzen konnten, lag auch daran, dass Waiblingen gegen Ende der ersten Halbzeit seinerseits Schwächen im Abspiel und im Abschluss zeigte. Die niedrige Trefferquote zur Halbzeit offenbarte, dass auf beiden Seiten in den Angriffsbemühungen noch viel Luft nach oben war.
Der Start in den zweiten Durchgang gestaltete sich für die Gäste vom Niederrhein wieder äußerst schwierig. Erst nach zehn Minuten konnte man den zweiten Treffer bejubeln (18:14), auch weil man sich im Angriff selbst das Leben schwer machte. Die Mannschaft leistete sich eine Vielzahl an Fehlpässen, so dass Waiblingen durch schnelle Gegenstöße zu einfachen Toren kam. Nach einem groben Foul erhielt Yara Vlaswinkel die rote Karte in der 45. Minute. Daraufhin nahm Lintfort im Angriff die Torhüterin vom Feld und musste prompt wieder zwei Treffer ins verwaiste Gehäuse schlucken.
Auch zwei Auszeiten von Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein kurz hintereinander erbrachten keine Verbesserung, Waiblingen zog ohne große Mühe auf einen uneinholbaren Vorsprung davon. An dieser Konstellation änderte sich bis zum Schlusspfiff nichts mehr, Lintfort trat mit einem Endergebnis von 32:22 und damit einer weiteren Packung mit zehn Toren Unterschied die Heimreise an.

























