Sonja Dietl (Foto: Carsten Paul)
Anzeigen

Duisburg. Der gemeinsame Antrag von SPD, CDU und Junges Duisburg zum Abbau von Doppelstrukturen ist ein wichtiger Schritt in der aktuellen Haushaltslage. Ziel ist es, Strukturen in der Kernverwaltung und den städtischen Gesellschaften genau anzuschauen, mögliche Überschneidungen zu erkennen und dort Verbesserungen einzuleiten, wo Aufgaben oder Abläufe doppelt organisiert sind.

Für CDU-Ratsfrau und Digitalisierungssprecherin Sonja Dietl ist dabei wichtig, dass gerade auch die digitalen Strukturen mitgedacht werden. „Doppelstrukturen entstehen oft nicht auf einen Schlag, sondern wachsen über Jahre mit Aufgaben, Anforderungen und technischen Lösungen. Aber gerade deshalb müssen wir prüfen, ob ähnliche Aufgaben, Insellösungen, Verfahren oder Softwarelösungen an mehreren Stellen wirklich noch sinnvoll sind“, erklärt Dietl.

Der Antrag sieht vor, Doppelstrukturen zu identifizieren, organisatorische Maßnahmen zum Abbau einzuleiten und die Wirkung für den Haushalt nachvollziehbar darzustellen. Aus Sicht der CDU-Fraktion gehört dazu auch ein Blick auf eingesetzte Software, Datenstrukturen und Schnittstellen.

„Wenn verschiedene Bereiche ähnliche digitale Lösungen nutzen, aber jeweils eigene Wege gehen, kann das teuer und aufwendig werden. Es geht nicht darum, funktionierende Lösungen schlechtzureden. Aber wir sollten prüfen, wo gemeinsame Standards, bessere Abstimmung oder eine Vereinheitlichung sinnvoll sind“, so Dietl.

Davon kann auch der Bürgerservice profitieren. Denn gut abgestimmte Abläufe helfen dabei, Anliegen schneller und verlässlicher zu bearbeiten.

„Für die Bürger zählt am Ende, dass Verwaltung funktioniert. Sie erwarten klare Verfahren, verlässliche Auskünfte und möglichst wenig unnötige Umwege. Deshalb ist der Abbau von Doppelstrukturen auch ein Beitrag zu mehr Bürgerfreundlichkeit“, betont Dietl.

Die CDU werde den weiteren Prozess in den verschiedenen Fachlichkeiten begleiten. Wichtig sei, dass die Ergebnisse transparent dargestellt werden und der Rat nachvollziehen kann, welche Maßnahmen ergriffen werden und welche Entlastung für den Haushalt damit verbunden ist.

„Duisburg steht finanziell unter Druck. Deshalb müssen wir genau hinschauen, wo Ressourcen besser eingesetzt werden können. Unser gemeinsamer Antrag schafft dafür einen sachlichen Rahmen. Aus digitalpolitischer Sicht ist wichtig, dass wir dabei auch Software, Daten und Schnittstellen mit in den Blick nehmen“, so Dietl abschließend.

Beitrag drucken
Anzeigen