
Krefeld. Eine kleine Gemeinschaft, ein großes Herz und eine Spende, die direkt da ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird: bei schwerkranken Kindern und ihren Familien. Mit 1.000 Euro unterstützt die Apostolische Gemeinde Krefeld erstmals die „Aktion Teddybär“ – und setzt damit ein bewusstes Zeichen. „Wir haben viele Jahre andere Organisationen bedacht, wollten nun aber gezielt die Aktion Teddybär berücksichtigen, die immerhin seit über 35 Jahren in Krefeld sichtbar ist“, erklärte Ralf Petzold vom Lenkungskreis der Gemeinde bei der Spendenübergabe in den Gemeinderäumen an der Prinzenbergstraße.
Der Spendenaufruf begann im Kleinen: Im Erntedankgottesdienst des vergangenen Jahres stellte Petzold die Initiative vor, und im Advent wurde fleißig weitergesammelt. Trotz der überschaubaren Größe der Krefelder Gemeinde – oft kommen nur acht bis zehn Gemeindemitglieder zu den Gottesdiensten und Treffen – kam die beachtliche Summe zusammen. „Die Spendenbereitschaft ist bei uns immer hoch“, meinte Silke Groß. „Vielleicht gerade, weil wir wissen, wie viel man gemeinsam bewegen kann.“ Die Kirchenverwaltung hatte schließlich auch noch einige Euro beigesteuert
Für Eveline Zimmermann ist die Unterstützung eine Herzensangelegenheit. Nach überstandener Krebserkrankung hat sie selbst erlebt, wie wichtig Hilfe über die reine Medizin hinaus ist. „Ich habe so viele kranke Kinder gesehen. Da war sofort klar: Diese Spende geht an die richtige Stelle.“ Medizinische Fortschritte seien enorm, doch das allein reiche nicht. „Der seelische Beistand, die Unterstützung durch Familie und Umfeld – das ist genauso entscheidend“, so Zimmermann. Genau hier setzt die „Aktion Teddybär“ an: Sie hilft unbürokratisch, schnell und gezielt. „Oft genügt nur ein kurzer Anruf bei den entsprechenden Entscheidern, um Familien zu entlasten“, sagte Sevda Aytekin.
Die Spende aus der kleinen Apostolischen Gemeinde zeigt: Es braucht keine großen Strukturen, um Großes zu bewirken.
Die „Aktion Teddybär“ kümmert sich schwerpunktmäßig um Kinder und Jugendliche, die an chronischen Krankheiten leiden wie Rheuma, Mukoviszidose oder Nieren-Insuffizienz. „Es gibt viele Möglichkeiten, die es betroffenen Kindern und deren Familien erleichtern, mit einer solchen Erkrankung fertig zu werden“, betonte Sevda Aytekin, Leiterin der Geschäftsstelle des Fördervereins zugunsten krebskranker Kinder Krefeld e.V., unter dessen Dach die Aktion Teddybär geführt wird. Sie nannte Besuche der Klinik-Clowns, Mal- und Bastelaktionen sowie Ausflüge.
InfoKlick: www.krebskinder-krefeld.de




















