v.l. Thomas Gäng (Vorstandsmitglied Stadtsparkasse Oberhausen), Oliver Mebus (Vorstandsvorsitzender Stadtsparkasse Oberhausen) (Foto: Stadtsparkasse Oberhausen)
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Oberhausen. Die Stadtsparkasse Oberhausen hat das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. Trotz anhaltender politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten gelang ein Jahresüberschuss in Höhe des Vorjahres von 5,1 Mio. Euro (Vorjahr 5,0 Mio. Euro). Die Bilanzsumme beträgt zum Abschluss des Geschäftsjahres 2.997 Mio. Euro (Vorjahr 3.022 Mio. Euro). Als Marktführer in ihrem Geschäftsgebiet verzeichnet die Sparkasse mit rund 98.300 Konten einen weiteren Zuwachs an Privatgirokonten (Vorjahr 97.800). Der Bestand an Kundeneinlagen wuchs leicht auf 2.467 Mio. Euro (Vorjahr 2.414 Mio. Euro). Kredite an Kundinnen und Kunden wurden in Höhe von 2.170 Mio. Euro ausgereicht (Vorjahr 2.148 Mio. Euro). Der Wertpapierbestand der Kundinnen und Kunden wuchs deutlich auf 784 Mio. Euro (Vorjahr 682 Mio. Euro).

Das Eigenkapital der Sparkasse konnte weiter gestärkt werden und ermöglicht so weiteres Wachstum und die Erfüllung regulatorischer Vorschriften. Durch das starke Ergebnis konnte die Belegschaft am wirtschaftlichen Erfolg der Sparkasse beteiligt werden. Zudem freut sich die Stadt Oberhausen über eine im Vergleich zum Vorjahr angehobene Ausschüttung.

Vor dem Hintergrund zunehmender internationaler Konflikte und drohender weltwirtschaftlicher Verwerfungen blickt die Sparkasse verhalten optimistisch auf das Jahr 2026. Insbesondere der Ausblick auf die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank ist noch mit großen Unsicherheiten behaftet.

Wie sich die Privatkunden der Sparkasse entwickeln

Der Bestand an Privatgirokonten konnte weiter auf rund 98.300 Konten gesteigert werden (Vorjahr 97.800 Konten). Selbiges gilt für den Bestand an Kundeneinlagen in Höhe von 2.467 Mio. Euro (Vorjahr 2.414 Mio. Euro). „Kundinnen und Kunden sprechen uns weiter ihr Vertrauen aus, das attraktive Zinsangebot und die persönliche Beratung unserer Sparkasse werden mit Loyalität, Treue und Wachstum belohnt“, so Oliver Mebus, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse.

Neben dem Wachstum bei Kundeneinlagen verzeichnet die Sparkasse weiter ein stark wachsendes Interesse an Wertpapierprodukten. Der Wertpapierbestand liegt im Berichtsjahr bei 784 Mio. Euro (Vorjahr 682 Mio. Euro). Der Wertpapierumsatz lag mit 160 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 124 Mio. Euro). Der Bestand an Fondsparplänen liegt mit 9.283 Verträgen ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 7.972 Verträge).

„Die Sparkassenberaterinnen und -berater legen in ihren Beratungsgesprächen Wert darauf, individuelle und passende Anlagelösungen zu erarbeiten. Häufig decken gerade Wertpapierprodukte in ihren vielfältigen Ausprägungen die Kundenwünsche am besten ab“, so Oliver Mebus weiter.

„Neben Wertpapieren investieren unsere Kundinnen und Kunden in Edelmetalle. Gold als Anlageklasse ist hierbei an erster Stelle zu nennen, weitere Edelmetalle erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Durch unsere Vertriebs- und Verbundpartner ist uns generell ein großes Angebot möglich, sodass auch individuelle Lösungen möglich sind – vom Einmalkauf zum Edelmetallsparvertrag, vom physischen Produkt zum Zertifikat“, ergänzt Thomas Gäng, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse.

Die Konsumlaune der Sparkassenkundinnen und -kunden präsentiert sich weiterhin auf niedrigem Niveau und stellt sich im Vorjahresvergleich unverändert dar. In 2025 wurden analog zum Vorjahr Konsumentenkredite mit einem Volumen von rund 19 Mio. Euro abgeschlossen.

Darlehenszusagen an Privatpersonen stiegen auf 111,5 Mio. Euro (Vorjahr 109,7 Mio. Euro). Der Bestand an Wohnungsbaufinanzierungen stieg ebenfalls auf 875 Mio. Euro (Vorjahr 855 Mio. Euro).

„Wir nehmen weiter ein starkes Interesse an Wohneigentum war. Die Rahmenbedingungen in Form eines leicht gestiegenen Zinsniveaus und einem durchaus knappen Angebot an Immobilienobjekten erschweren häufig den Erwerb. Um das Angebot und den Service der Sparkasse im Immobilienbereich zu optimieren und zu stärken, haben wir diesen Bereich neu aufgestellt. Künftig finden sich die Baufinanzierungsberater und die Immobilienvermittlung gebündelt in dem Bereich Unternehmen, Immobilien & Private Banking unter der Leitung von Philip Warzelhan“, so Oliver Mebus.

„Beratungsintensive Dienstleistungen wie Pläne zur Modernisierung oder energetischen Sanierung von Gebäuden werden von der Sparkasse gemeinsam mit dem Partner ProEco Rheinland GmbH angeboten. Die ProEco erstellt bspw. ausführliche und individuelle Sanierungsvorschläge für Bestandsobjekte und gemeinsam mit dem Sparkassenberater werden die passenden Finanzierungsmöglichkeiten gefunden“, erklärt Thomas Gäng.

„Unsere Privatkundinnen und -kunden nutzen immer mehr unser Angebot der Generationenberatung. Dabei geht es um die ganzheitliche Planung, Strukturierung und Sicherung von Vermögenswerten, oft über Generationen hinweg. Ziel ist es z.B. auch, Familienkonflikte zu vermeiden. Die Beratung findet in unserem VermögensCenter und im Private Banking statt“, führt Oliver Mebus aus.

Was die Oberhausener Unternehmen bewegt

Die gewerblichen Kreditzusagen stiegen in 2025 leicht auf 98 Mio. Euro (Vorjahr 91 Mio. Euro). Der Bestand an gewerblichen Krediten ging – bedingt durch einen Sondereffekt – auf 810 Mio. Euro zurück (Vorjahr 822 Mio. Euro).

„Trotz des schwachen konjunkturellen Umfelds und der globalen Unsicherheiten bleibt unser Unternehmenskundengeschäft in Oberhausen bemerkenswert robust. Während die allgemeine Investitionszurückhaltung anhält, setzen unsere Bestandskunden konsequent auf notwendige Ersatzinvestitionen. Wesentlicher Treiber des Kreditgeschäftes in 2025 war darüber hinaus die Investition in Steine“, erläutert Oliver Mebus. „Das Thema Unternehmensnachfolge bewegt unsere gewerblichen Kundinnen und Kunden ebenfalls sehr. Wenn Generationenwechsel anstehen, stellen sich viele Fragen: Wo liegt der faire Wert des Unternehmens? Welche Handlungsoptionen habe ich? Wie gelingen Verkauf und Übergabe an einen Nachfolger? Auch hier können wir in unserem Netzwerk auf einen Partner zugreifen, der diesen Prozess begleitet und damit den Druck von vielen Unternehmern nimmt.“

Seit dem 1. Juli 2025 können Sparkassen-Kundinnen und Kunden mit ihrer Sparkassen-Card in regionalen Shops, die Partner der S-Vorteilswelt der Sparkassen sind, direkt bei der Kartenzahlung ganz einfach und praktisch PAYBACK Punkte sammeln. Mittlerweile hat die Sparkasse 37 namhafte S-Vorteilspartner mit 50 Standorten für Oberhausen gewinnen können – und monatlich kommen neue hinzu.

Was die Stadtsparkasse bewegt

Die Sparkasse zählt traditionell zu den größten Förderern von Sozialem, Kultur, Sport und Bildung der Stadt. Neben Mitteln aus Spenden und Sponsoring fließen auch Gelder aus der PS-Lotterie an Oberhausener Vereine und Einrichtungen. Das wichtige Thema städtische Wirtschaftsförderung wird ebenfalls mit Zuwendungen der Sparkasse bedacht. Unter Berücksichtigung der Ausschüttungen der „Stiftung Oberhausener Bürger. Eine Initiative der Stadtsparkasse Oberhausen“ und der „Sparkassen-Bürgerstiftung“ flossen in 2025 insgesamt rund 1,48 Mio. Euro an die Stadtgesellschaft. Hinzu kommen Steuerzahlungen von rund 6,9 Mio. Euro, davon 3,9 Mio. Euro Gewerbesteuern und eine erhöhte Ausschüttung an die Stadt von weiteren 3,9 Mio. Euro.

„Die Stadtsparkasse unterscheidet sich in ihrer Geschäftspolitik signifikant von ihren Mitbewerbern. Erwirtschaftete Erträge gehen nicht an anonyme Aktionäre, sondern sie fließen hier vor Ort an die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt“, hebt Oliver Mebus hervor. „Durch weitere Zustiftungen über jeweils 200.000 Euro konnte die Kapitalbasis der Stiftung Oberhausener Bürger und der Sparkassen-Bürgerstiftung weiter gestärkt werden. Mittelfristig stehen beiden Stiftungen aus den Kapitalerträgen mehr Mittel für Ausschüttungen zur Verfügung.“

Durch umfangreiche Investitionen stärkt die Sparkasse die Relevanz ihrer Filialstandorte und Immobilien und bekennt sich langfristig zu diesen. „Die Räumlichkeiten unserer ehemaligen Kantine im Hauptstellengebäude wurden einer neuen Nutzung zugeführt. Nach rund einem Jahr Umbauzeit konnte zum einen der neue Allraum feierlich u.a. mit den beteiligten Handwerkern eröffnet werden, zum anderen werden bald die neu geschaffenen Büros in diesem Flügel bezogen“, so Thomas Gäng. „Der Allraum ist ein multifunktionaler Raum, der sowohl als Aufenthaltsraum für die Mitarbeitenden als auch als Veranstaltungsraum genutzt wird. Neben dem Umbau in unserem Hauptstellengebäude werden in 2025/26 unsere Filialen Osterfeld und Königshardt umfangreich energetisch saniert.“

Nach dem Spatenstich im Februar 2025 konnte das Neubauprojekt der Sparkassentochter S-Immobilien Oberhausen GmbH auf der Gutenbergstraße 12 mittlerweile erfolgreich abgeschlossen werden. Seit April 2026 können sechs Wohneinheiten zur Miete bezogen werden.

„Unserer Tochtergesellschaft SIO ist es gelungen, vorhandene Baumöglichkeiten optimal zu nutzen und weiteren dringend benötigen Wohnraum zu schaffen. Ein wichtiger Baustein für die Stadtentwicklung in Alt-Oberhausen“, so Thomas Gäng.

Ausblick

Neben außenpolitischen Spannungen und Krisen treten zunehmend deren Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft in den Vordergrund. Steigende Kosten für Benzin und Gas bzw. Energie im Allgemeinen ziehen nach Ansicht vieler Experten auf breiter Linie steigende Preise nach sich. Inflationssorgen oder auch Ängste vor einer Stagflation bestimmen die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse. Daneben steigt auch innenpolitisch der Druck auf politische Entscheidungsträger, da längst überfällige Reformvorhaben angegangen werden sollen.

„Uns sind die zunehmenden Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft bewusst. Als Stadtsparkasse sehen wir uns gut gerüstet, auch für schwierige Zeiten“, resümiert Thomas Gäng. „Die Stadtsparkasse wird weiter an der Seite ihrer Kundinnen und Kunden stehen – gerade auch in bewegten Zeiten. Gemeinsam mit den Sparkassenkundinnen und -kunden und unseren hoch qualifizierten und motivierten Beraterinnen und Beratern sowie unserem großen Netzwerk in der Sparkassen-Finanzgruppe, werden wir zukünftige Herausforderungen meistern: Seien es notwendige Transformationsprozesse unserer gewerblichen Kundinnen und Kunden oder die Begleitung unserer Privatkundinnen und -kunden in allen Finanzangelegenheiten“, schließt Oliver Mebus.

31.12.2025 31.12.2024 Veränderung
in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Bilanzsumme 2.997 3.022 -25
Kredite an Kunden 2.170 2.148 22
Kundeneinlagen 2.467 2.414 53
Wertpapierbestand unserer Kunden 784 682 102
Neugeschäft Baufinanzierung 111 110 1
Neugeschäft gewerbliche Finanzierungen 98 91 7
Neugeschäft Konsumentenkredite 19 19 0
Betriebsergebnis 27,6 32,9 -5,3
Jahresüberschuss 5,1 5,0 0,1
31.12.2025 31.12.2024 Veränderung
Anzahl Anzahl
Anzahl Privatgirokonten 98.354 97.832 522
Mitarbeitende 500 514 -14
Auszubildende 31 30 1

 

Stadtsparkasse Oberhausen kompakt:

Als Marktführer ist die Stadtsparkasse Oberhausen mit rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der wichtigste Finanzdienstleister der Stadt. Sieben Filialen und 11 SB-Einrichtungen sowie zahlreiche Geldautomaten in den verschiedenen Stadtteilen garantieren auch in örtlicher Hinsicht die Kundennähe. Die regionale Wirtschaft profitiert ebenso von der Sparkasse, denn sie ist ein verlässlicher Partner im Firmen- und Geschäftskunden-Bereich und mit einer Bilanzsumme von ca. 3,0 Milliarden Euro bedeutender Wirtschaftsfaktor. Durch das weit gefächerte Engagement in den Bereichen Sport, Kultur und Soziales und die Gründung einer Stiftungsinitiative fördert die Sparkasse zudem das öffentliche Leben in Oberhausen.

Getreu dem Slogan: Wir. Für Sie. Für Oberhausen.   

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