
Mülheim an der Ruhr. Im feierlichen Rahmen der traditionellen Wacheröffnung am 1. Mai ehrte der Bezirk Mülheim an der Ruhr vier junge Männer für ihren außergewöhnlichen Mut. Murat Yel, Hami Dermenci, Vedat Basoglu und Soheib Benhamza retteten im vergangenen Jahr unter Einsatz ihres eigenen Lebens zwei Menschen aus der Ruhr.
Am 30. Juni waren die vier Freunde gemeinsam mit einem Tretboot auf dem Fluss unterwegs, als sie plötzlich Hilferufe hörten. Ohne zu zögern steuerten sie in Richtung der Schreie und entdeckten einen Mann, der völlig erschöpft im Wasser um sein Leben kämpfte. Zwei der Männer sprangen sofort in die Ruhr, gemeinsam gelang es ihnen, den Mann an Bord zu ziehen. Dieser berichtete noch, dass sich seine Frau ebenfalls im Wasser befinde.
Daraufhin sprang Murat Yel erneut in den Fluss. Mehrfach tauchte er ab und konnte die Frau schließlich finden. Mit letzter Kraft brachte er sie an die Oberfläche und übergab sie der inzwischen eingetroffenen Feuerwehr. „Ich habe gar nicht nachgedacht, sondern einfach gehandelt“, erinnert sich Yel.
Die vier jungen Männer sind keine ausgebildeten Rettungsschwimmer. Sie verfügen lediglich über ein früher abgelegtes Jugendschwimmabzeichen und bezeichnen sich selbst als eher mäßige Schwimmer. Gerade deshalb würdigten die Verantwortlichen ihren Einsatz besonders: Die Medaillen für Rettung aus Lebensgefahr wurden von Bezirksleiterin Frauke Jerabeck, dem Leiter Einsatz des LV Nordrhein, Dr. Andreas Wagener, sowie Bürgermeister Markus Püll überreicht.





















