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Moers. Bezugnehmend auf den Artikel „Flüchtlingsunterkunft Schwafheim: FDP sieht Forderung nach Neubewertung bestätigt – CDU am Zug“ halte ich eine erneute und ehrliche Neubewertung des Projekts für längst überfällig.

Viele Bürger in Schwafheim fühlen sich seit Jahren mit ihren Sorgen und Einwänden nicht ernst genommen. Die ursprüngliche Entscheidung stammt aus einer völlig anderen Zeit. Inzwischen haben sich sowohl die Flüchtlingszahlen als auch die finanzielle Lage der Stadt erheblich verändert. Trotzdem soll an einem Projekt festgehalten werden, dessen Kosten offenbar immer weiter steigen und dessen Dimension für einen kleinen Stadtteil wie Schwafheim schlicht nicht angemessen erscheint.

Es geht dabei nicht um fehlende Menschlichkeit oder darum, Menschen in Not pauschal abzulehnen. Aber eine Kommune muss auch die Interessen der eigenen Bürger, die Belastbarkeit eines Stadtteils und die finanzielle Verantwortung gegenüber Steuerzahlern berücksichtigen. Genau daran fehlt es hier vielen Menschen zufolge seit Beginn der Planungen.

Besonders kritisch sehe ich, dass alternative Lösungen offenbar nie ernsthaft geprüft wurden. Dezentrale, kleinere und flexiblere Konzepte wären möglicherweise deutlich verträglicher gewesen als ein großes Projekt an diesem Standort.

Ich begrüße daher ausdrücklich die Forderung nach Transparenz, einer aktuellen Bedarfsanalyse und einer offenen Diskussion über Alternativen. Ein Projekt dieser Größenordnung darf nicht gegen den Willen vieler Anwohner einfach durchgedrückt werden.

 

Ein Leserbrief von Dennis Schwarz, Moers

Anmerkung der Redaktion: Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion veröffentlicht keine anonymen Leserbriefe und behält sich Kürzungen vor.

InfoKlick: leserbriefe@lokalklick.eu

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