Mitglieder des Uerdinger Heimatbundes stellen die Festschrift anlässlich des 100-jährigen Bestehens vor (von links): Vorständin Angela Schoofs, Mitglieder Rosemarie Göldner, Sigrid Musch, Hans-Peter Musch, Rosi Dufeu, Dieter Lumler, Dietmar Ortmanns (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof)
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Krefeld. Der Uerdinger Heimatbund hat eine Festschrift anlässlich seines 100-jährigen Bestehens veröffentlicht. Im vergangenen Jahr wurde das Jubiläum in der Rheinstadt mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktion gefeiert. „Dieses Jahr hat uns noch einmal vor Augen geführt, dass Heimat kein statischer Begriff ist. Heimat lebt durch Erinnerung, durch Gemeinschaft und durch die Bereitschaft, Verantwortung für das kulturelle Erbe der Stadt zu übernehmen“, so Frank Reintges, erster Vorsitzende des Uerdinger Heimatbundes. Die Festschrift enthält neben einer Übersicht dieser Aktivitäten einen Teil mit historischen und naturwissenschaftlichen Beiträgen. Der Druck wurde durch finanzielle Mittel der Projektförderung der Stadt Krefeld ermöglicht. Die Publikation ist ab sofort beim Uerdinger Heimatbund erhältlich.

Entwicklung und Ereignisse der Geschichte

Einleitend mit einem Exkurs über den nördlich von Uerdingen gelegenen und nur noch rudimentär vorhandenen Stadtteil Hohenbudberg, fasst dann ein mehrteiliger Beitrag die Geschichte der Rheinstadt zusammen. Eine Vertiefung zu ausgewählten Themen findet in den folgenden Artikeln in der Festschrift statt: die Uerdinger Chemie-Industrie, prägende Persönlichkeiten, die Kirmestradition seit dem Mittelalter, das Leben und Wirken des Lehrers und Forschers Franz Stollwerck sowie der über 120 Jahre alte Stadtpark, die hiesigen Kirchen und der Rheinstrom bei Uerdingen. „Wir wollen Geschichte zugänglich und erlebbar machen“, sagt Angela Schoofs vom Vorstand des Uerdinger Heimatbundes. Die Festschrift sei dabei nur ein Schritt, ein Element, das Bewusstsein für den Ort zu erhöhen. Denn nach dem Jubiläumsjahr gehen die Aktionen des Vereins 2026 weiter: So wird es unter anderem am Montag, 29. Juni, um 18.30 Uhr vor dem ehemaligen Amtsgericht, in der nachfolgend die Stadtbücherei eingezogen war, eine Lesung von Schoofs über die Franzosenzeit im 18./19. Jahrhundert am Marktplatz in Uerdingen geben. Im Rahmen der „Rhineside“ am Uerdinger Werft soll ferner am Sonntag, 9. August, von 12 bis 14 Uhr die Vorführung von historischen Filmen aus dem Zeitraum 1925 bis 1975 stattfinden.

Die 128 Seiten umfassende und reich bebilderte Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Uerdinger Heimatbundes ist in einer Auflage von 1.500 Exemplaren erschienen. Für die 600 Mitglieder ist eine Ausgabe kostenfrei. Nicht-Mitglieder erhalten ein Heft für fünf Euro beim Uerdinger Heimatbund, Am Zollhof 2, im sogenannten Bügeleisen. Die Öffnungszeiten sind montags von 17 bis 19 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung. Die redaktionelle Bearbeitung der Festschrift haben Hans-Peter und Sigrid Musch ehrenamtlich übernommen, wie auch das gesamte Engagement beim Uerdinger Heimatbund ehrenamtlich organisiert ist. Um ihre Arbeit weiterhin ausüben zu können, suchen die Mitglieder übrigens zurzeit einen Sponsor für neue Computer. Weitere Informationen stehen unter www.uerdinger-heimatbund.de.

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