Mülheim an der Ruhr. Die Wartung der Camera Obscura, der größten begehbaren Camera Obscura der Welt, ermöglicht wieder den besonderen, eindrucksvollen Rundumblick vom MüGa-Park bis zum Horizont. Am Dienstag, 26. Mai, wurde die Wartung von den eigens angereisten Experten der Carl Zeiss Jena GmbH durchgeführt.
Es ist schon ein besonderer Aufwand, bis das Optische System der Camera Obscura und der Umlenkspiegel im ehemaligen Broicher Wasserturm ausgebaut, überprüft, gereinigt und wieder eingebaut ist. Ein Hubwagen ermöglicht dabei den Aus- und Wiedereinbau in 25,5 Metern Höhe.
Mit dabei: Dr. Ing. Stefan Frank sowie Ingenieur Rainer Robotta und Feinmechaniker Jürgen Haese – die beiden letzteren bereits im Ruhestand. Das Team ist bereits hervorragend eingespielt und kennt die komplexe Technik seit langer Zeit.
Diesmal war der Aufwand der Wartung bedeutend umfangreicher, da das Horizontalgetriebe seit Ostern nicht mehr mit dem Vertikalgetriebe synchron lief. Es stellte sich heraus, dass einer der Elektromotoren nach dreißig Jahren Dauerbetrieb ausgetauscht werden musste. Seine Kohlebürste war nach Aussage von Rainer Robotta schlicht abgeschliffen. Glücklicherweise hatte Zeiss passenden Ersatz dabei, so dass das Getriebe nun wieder einwandfrei funktioniert.
Neben der eindrucksvollen Projektion warten die einzigartigen Exponate der Sammlung „S“ und zahlreiche Nachbauten zum Selbstausprobieren sowie die noch bis 28. Juni laufende Wechselausstellung „Zeit. Eine fotografische Begegnung mit Art Obscura e. V.“ auf die Besucher und Besucherinnen.
Die Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films wird von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben und ist regulär mittwochs bis sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet, bis Ende Mai allerdings von donnerstags bis sonntags.
InfoKlick: camera-obscura-muelheim.de






















