(Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof)
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Krefeld. Die Stadt Krefeld sieht in der Lindenstraße in der Innenstadt ein großes Potential – die Entwicklung steht seit einiger Zeit im Fokus der Verwaltung. Mit dem „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept Innenstadt / Vier Wälle“ (ISEK)“, das die Marschroute für die Entwicklung der Innenstadt vorgibt, wurden in 2025 gleich zwei Maßnahmen beschlossen, die die Lindenstraße und das Umfeld langfristig aufwerten sollen. Auf Basis des Beschlusses wurden nun zwei weitere Teilprojekte umgesetzt. Bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres sind die ersten Stadtmöbel auf die Lindenstraße eingezogen. Das „Reallabor Lindenstraße“ soll Veränderungspotential aufzeigen. Immer wieder hatte die Stadt dazu beteiligt und evaluiert. „Die Stadtmöbel werden grundsätzlich sehr positiv wahrgenommen, vor allem die Bäume werden gelobt“, erklärt Kirsten Steffens, Leiterin der Abteilung Räumliche Entwicklung und Denkmalschutz. „Um das Ergebnis weiter zu verbessern, passen wir das Reallabor auf Basis der Rückmeldungen der Anwohner nun noch weiter an.“

Weiter Anpassungen wurden vorgenommen

Einige Stadtmöbel haben auf der Straße ihren Standort gewechselt, außerdem sind weitere Bäume und mobile Fahrradabstellanlagen angeschafft worden. Insgesamt stehen nun 16 Bäume in Cortenstahl-Töpfen, acht Parklets und zwei Fahrradabstellanlagen auf der Lindenstraße. Alle Stadtmöbel befinden sich im Eigentum der Stadt Krefeld und können beliebig ihren Standort wechseln. Im Stadtjubiläumsjahr war ein Teil des Mobiliars erstmals auf der Kölner Straße in Krefeld-Fischeln und anschließend auf dem Westwall eingesetzt worden. Im kommenden Frühjahr könnten die Möbel auf die Mariannenstraße umziehen. „Wir simulieren damit eine deutliche Veränderung des öffentlichen Raums“, erklärt Steffens. „Weniger Parkplätze, mehr Aufenthaltsqualität. Für uns als Stadtplaner sind Reallabore ein wichtiger Experimentierraum, im Kontakt mit der Bürgerschaft helfen sie, langfristige städtebauliche Maßnahmen vorzubereiten. Wir gewöhnen die Bürgerinnen und Bürger an Veränderung.“

Als weitere Maßnahme im ISEK ist eine „Vorbereitende Untersuchung“ der Lindenstraße beschlossen worden. Die Stadt prüft, ob der Bereich als Sanierungsgebiet festgelegt werden könnte. Ziel eines möglichen Sanierungsgebietes ist die Verbesserung der Wohn-, Lebens- und Arbeitsbedingungen im Quartier zum Wohl der Allgemeinheit. Dazu ist bereits eine umfassende Analyse erfolgt.

Sensorik misst Verkehrsströme und Emissionen

Zusätzlich hat das Smart City-Team der Stadt Krefeld nun auf der Lindenstraße eine umfassende Sensorik installiert. Diese misst die Verkehrsströme und auch Emissionen wie Lautstärke. Die Daten sollen dabei helfen, die Nutzung der Lindenstraße besser zu verstehen und perspektivisch mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu gewährleisten. „Die Lindenstraße ist eine Wohnstraße, die zurzeit durch parkende Autos und Durchgangsverkehr stark belastet ist. Durch den Einsatz moderner Technologien werden der Verkehrsfluss analysiert und so Daten für die optimierte Nutzung des öffentlichen Raums geliefert“, erklärt Michael Cronen vom Team Smart City der Stadt Krefeld. „Mobilität und die Unterstützung der Verkehrsraumplanung mittels Daten sind fester Bestandteil unserer Smart City-Strategie.“ Auch die Sensoren befinden sich im Eigentum der Stadt Krefeld und sollen, ähnlich wie die Stadtmöbel, immer wieder nach Bedarf ihren Standort wechseln. Weitere Informationen zur Perspektive der Lindenstraße gibt es auf der Webseite der Stadt Krefeld unter www.krefeld.de/handlungskonzept-vier-waelle.

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