Würselen. Am Mittwoch, 10. Juni, informiert Privatdozent Dr. med. Jens Otto, Chefarztvertreter der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie sowie Leiter des mehrfach ausgezeichneten Hernienzentrums am Rhein-Maas Klinikum (RMK), über das Thema Bauchwandbrüche und moderne Behandlungsmöglichkeiten.
In Deutschland sind jedes Jahr zahlreiche Menschen von sogenannten Hernien betroffen: Rund 250.000 erkranken an einem Leistenbruch, etwa 100.000 an anderen Bauchwandbrüchen. In vielen Fällen ist eine operative Behandlung notwendig.
Von einer Hernie spricht man grundsätzlich, wenn in den tragenden Schichten der Bauchwand eine angeborene oder erworbene Lücke entsteht. Durch diese Öffnung können Teile der Bauchorgane austreten, was wiederum Beschwerden verursachen kann. Besonders Männer sind häufig betroffen: Statistisch entwickelt etwa jeder vierte Mann im Laufe seines Lebens einen Leistenbruch.
Erste Hinweise auf eine Hernie sind oft harmlose Vorwölbungen unter der Haut, die insbesondere beim Husten oder beim Heben schwerer Lasten sichtbar werden. Im Liegen oder durch leichten Druck verschwinden diese häufig zunächst wieder. Bleibt die Vorwölbung jedoch bestehen, kann schnelles Handeln erforderlich sein. Denn im schlimmsten Fall können Darmanteile eingeklemmt werden, wodurch eine Notoperation notwendig wird. Um solche Komplikationen zu vermeiden, empfiehlt sich eine frühzeitige und geplante Behandlung.
Über Ursachen, Symptome und moderne Therapieverfahren spricht PD Dr. med. Jens Otto am 10. Juni um 18 Uhr in der Cantina Rhein-Maas im Rhein-Maas Klinikum, Mauerfeldchen 25, 52146 Würselen.
Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.























