Stolz präsentiert Felix Hoheisel sein Projekt „Untersuchung der Pflanzenwurzel als Sensor für Umwelteinflüsse“ (Foto: Westenergie AG)
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Hilden. Von A wie Alge oder Apfelmus bis W wie Waschmittel oder Water Bag – das Themenspektrum beim NRW-Landeswettbewerb „Jugend forscht junior“ war beeindruckend. Fast 80 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr 46 Projekte eingereicht. Im Mai trafen sie sich zum großen Finale und präsentierten ihre Arbeiten. Die jungen Forscherinnen und Forscher hatten sich erfolgreich in den jeweiligen Regional-Wettbewerben präsentiert und so das Ticket nach Essen gewonnen. Bei der feierlichen Preisverleihung vergab eine Jury aus Wirtschaft, Forschung und Bildung Preise in verschiedenen Fachgebieten, Sonderpreise und Buchgutscheine. Die Westenergie ist bereits zum 34. Mal Ausrichter des Wettbewerbs. 

Einfluss von Umweltstoffen auf das Wachstum von Pflanzenwurzeln

Über den dritten Platz im Fachgebiet Biologie durfte sich das Helmholtz-Gymnasium Hilden freuen. Felix Hoheisel untersuchte in seinem Projekt „Untersuchung der Pflanzenwurzel als Sensor für Umwelteinflüsse“ die Frage, wie Pflanzenwurzeln auf verschiedene Umweltreize reagieren und diese für ihre Orientierung nutzen können.

Pflanzen nehmen ihre Umgebung wahr und nutzen die Einflüsse ihrer Umwelt zur Steuerung ihres Wachstums. Im Rahmen seiner Untersuchung analysierte Felix Hoheisel den Einfluss verschiedener Stoffe, die teilweise als Umweltmüll vorkommen können. Dabei zeigte sich, dass sowohl Paracetamol, Kaffeebohnen, Knallteufel als auch Seife das Wurzel- und Pflanzenwachstum beeinflussen und teilweise stören können, wobei auch der Abstand zu den jeweiligen Proben eine Rolle spielte.

Besonders auffällig war, dass die Wurzeln sehr schnell in Richtung einer Münze als Versuchsobjekt wuchsen. Zudem wurde beim Paracetamol auch der Einfluss unterschiedlicher Konzentrationen untersucht. Dabei zeigte sich, dass bereits geringe Konzentrationen die Wurzeln beeinflussen können, insbesondere die Wurzelhaare, die für die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen wichtig sind. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass selbst kleine Mengen scheinbar harmloser Stoffe deutliche Auswirkungen auf Pflanzen haben können. Daraus leitet sich die Erkenntnis ab, dass Müll, unabhängig von seiner Menge oder vermeintlichen Ungefährlichkeit, nicht in die Umwelt gelangen sollte.

Betreut wurde das Projekt unter anderem von Dr. Walther Enßlin. Der pensionierte Lehrer des Helmholtz-Gymnasiums engagiert sich weiterhin an der Schule und leitet dort nach wie vor eine Chemie-AG. Für sein langjähriges Engagement erhielt er den Sonderpreis „Spektrum der Wissenschaft“.

„Wir alle können von der Perspektive der Schülerinnen und Schüler lernen.“

Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat das Motto des diesjährigen Wettbewerbs aufgegriffen: „Wir alle können von der Perspektive der Schülerinnen und Schüler lernen. Sie stellen Fragen, die wir oft nicht mehr stellen – weil sie unvoreingenommen und neugierig sind. Ihre Ideen laden ein, Gewohntes zu hinterfragen und neue Wege zu entdecken. Ein solcher Perspektivwechsel ist mehr als ein Experiment. Er zeigt Haltung. Wer bereit ist, den eigenen Standpunkt zu verlassen, stärkt Problemlösekompetenz, Empathie und Innovationskraft. Genau das, was wir in unserer Welt brauchen, die sich so rasant ändert.“

Beim Landeswettbewerb gibt es insgesamt sieben Fachgebiete: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- / Raumwissenschaften, Mathematik / Informatik, Physik und Technik. Bei der Preisverleihung gratulierten auch Essens Bürgermeisterin Julia Klewin, Torben Licht von der Stiftung Jugend forscht, sowie Jan Poppe, Geschäftsführer der Westenergie-Tochter Netzservice und Digitalisierungsexperte.

Jan Poppe ermunterte die jungen Forscherinnen und Forscher ausdrücklich zum Weitermachen: „Bewahrt Euch den Mut und die Freude am Experimentieren. Vielleicht führt Euch das in eine naturwissenschaftliche Ausbildung – das wäre toll. Und würde Euch viele Chancen eröffnen, nicht nur hier bei Westenergie.“ Sein Dank galt abschließend den betreuenden Lehrkräften, Eltern, der Jury und vor allem der Wettbewerbsleiterin Corinna Kieren: „Ohne Ihren Einsatz wäre vieles von den großartigen Dingen, die wir heute sehen durften, sicherlich nicht zustande gekommen.“

Energie. Für Entdeckerinnen und Entdecker.

Die Westenergie engagiert sich in ihren Partnerkommunen für soziale Projekte, Sport, Klimaschutz sowie Kultur und Bildung. Mit der 3malE-Bildungsinitiative motiviert das Unternehmen junge Menschen, sich mit Energie-, Technik- und Nachhaltigkeits-Themen auseinanderzusetzen und befähigt sie, die Energiewende aktiv mitzugestalten. Lehrende werden dabei unterstützt, Energiewissen praxisnah zu vermitteln und Schülerinnen und Schüler für MINT-Themen zu begeistern. Alle Siegerinnen und Sieger des NRW-Landeswettbewerbs „Jugend forscht junior“ finden Sie hier: www.3male.de  

Westenergie setzt sich für die Menschen vor Ort ein, stärkt das Miteinander und fördert Chancengleichheit. Das Ziel: Gemeinsam nachhaltiger handeln und die Zukunft gestalten – von Osnabrück bis Trier, von Wesel bis Arnsberg.

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