
Krefeld. Von A wie Alge oder Apfelmus bis W wie Waschmittel oder Water Bag – das Themenspektrum beim NRW-Landeswettbewerb „Jugend forscht junior“ war beeindruckend. Fast 80 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr 46 Projekte eingereicht. Im Mai trafen sie sich zum großen Finale und präsentierten ihre Arbeiten. Die jungen Forscherinnen und Forscher hatten sich erfolgreich in den jeweiligen Regional-Wettbewerben präsentiert und so das Ticket nach Essen gewonnen. Bei der feierlichen Preisverleihung vergab eine Jury aus Wirtschaft, Forschung und Bildung Preise in verschiedenen Fachgebieten, Sonderpreise und Buchgutscheine. Die Westenergie ist bereits zum 34. Mal Ausrichter des Wettbewerbs.
Untersuchung des Einflusses von Mittagsschlaf auf den Cortisolspiegel
Über einen dritten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt durfte sich die Gesamtschule Uerdingen freuen. Leonie Kapischke untersuchte in ihrem Projekt den Einfluss eines Mittagsschlafes auf den Cortisolspiegel bei Jugendlichen.
Die Schülerin erklärte, dass ihr in ihrer Schulklasse aufgefallen sei, dass die Konzentration im Nachmittagsunterricht deutlich nachlässt und das Stresslevel vieler Schülerinnen und Schüler steige. Daraus entstand die Idee, ein Schlafprojekt mit Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse ihrer Schule durchzuführen. Über einen Zeitraum von zwei Wochen führte sie Cortisoltests durch, da Cortisol als wichtiger Indikator für Stress gilt. In der ersten Woche wurden an drei Tagen jeweils zwei Messungen vorgenommen, einmal um 13 Uhr und einmal um 14 Uhr. In der zweiten Woche fanden die Testungen unter denselben Bedingungen statt, allerdings mit dem Unterschied, dass die Schülerinnen und Schüler zwischen den Messungen größtenteils schliefen. Auf diese Weise konnten Veränderungen des Cortisolspiegels zwischen den beiden Wochen untersucht und verglichen werden.
Untersuchung von Tag- und Nachtbedingungen bei Pflanzen
Ebenfalls über Platz drei freuen konnte sich das Gymnasium Fabritianum im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Artur Skubsch forschte zum Thema „Tag und Nacht im Gleichgewicht -Gasaustausch bei CAM-Pflanzen“.
In seinem Projekt untersuchte er den Sauerstoff- und CO2-Konzentration von CAM-Pflanzen bei Tag und Nacht sowie die Frage, welche Pflanzen das Raumklima am besten verbessern können. Dafür maß er die Faktoren Sauerstoff, CO2 und Temperatur. Um Tagesbedingungen zu simulieren, pflanzte er die Pflanzen in eine Box, beleuchtete sie mit einer Wärmelampe und verschloss sie anschließend in einem luftdichten und undurchsichtigen Beutel.
Für die Simulation der Nacht nutzte er denselben Aufbau, schloss die Lampe jedoch nicht an den Strom an, um möglichst identische Bedingungen zu schaffen. Untersucht wurden unter anderem Aloe Vera, Bogenhanf, Haworthia sowie weitere Kakteenarten. Zusätzlich analysierte Artur Skubsch über einen Zeitraum von sieben Tagen den Wasserverlust der zuvor getesteten Pflanzen, da die CAM-Photosynthese vor allem der Wassereinsparung dient. Dafür ließ er die Pflanzen in der Box und bedeckte den Boden vollständig mit Alufolie, um die Verdunstung des Wassers aus der Erde nicht in die Messungen einzubeziehen.
„Wir alle können von der Perspektive der Schülerinnen und Schüler lernen.“
Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat das Motto des diesjährigen Wettbewerbs aufgegriffen: „Wir alle können von der Perspektive der Schülerinnen und Schüler lernen. Sie stellen Fragen, die wir oft nicht mehr stellen – weil sie unvoreingenommen und neugierig sind. Ihre Ideen laden ein, Gewohntes zu hinterfragen und neue Wege zu entdecken. Ein solcher Perspektivwechsel ist mehr als ein Experiment. Er zeigt Haltung. Wer bereit ist, den eigenen Standpunkt zu verlassen, stärkt Problemlösekompetenz, Empathie und Innovationskraft. Genau das, was wir in unserer Welt brauchen, die sich so rasant ändert.“
Beim Landeswettbewerb gibt es insgesamt sieben Fachgebiete: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- / Raumwissenschaften, Mathematik / Informatik, Physik und Technik. Bei der Preisverleihung gratulierten auch Essens Bürgermeisterin Julia Klewin, Torben Licht von der Stiftung Jugend forscht, sowie Jan Poppe, Geschäftsführer der Westenergie-Tochter Netzservice und Digitalisierungsexperte.
Jan Poppe ermunterte die jungen Forscherinnen und Forscher ausdrücklich zum Weitermachen: „Bewahrt Euch den Mut und die Freude am Experimentieren. Vielleicht führt Euch das in eine naturwissenschaftliche Ausbildung – das wäre toll. Und würde Euch viele Chancen eröffnen, nicht nur hier bei Westenergie.“ Sein Dank galt abschließend den betreuenden Lehrkräften, Eltern, der Jury und vor allem der Wettbewerbsleiterin Corinna Kieren: „Ohne Ihren Einsatz wäre vieles von den großartigen Dingen, die wir heute sehen durften, sicherlich nicht zustande gekommen.“
Energie. Für Entdeckerinnen und Entdecker.
Die Westenergie engagiert sich in ihren Partnerkommunen für soziale Projekte, Sport, Klimaschutz sowie Kultur und Bildung. Mit der 3malE-Bildungsinitiative motiviert das Unternehmen junge Menschen, sich mit Energie-, Technik- und Nachhaltigkeits-Themen auseinanderzusetzen und befähigt sie, die Energiewende aktiv mitzugestalten. Lehrende werden dabei unterstützt, Energiewissen praxisnah zu vermitteln und Schülerinnen und Schüler für MINT-Themen zu begeistern. Alle Siegerinnen und Sieger des NRW-Landeswettbewerbs „Jugend forscht junior“ finden Sie hier: www.3male.de
Westenergie setzt sich für die Menschen vor Ort ein, stärkt das Miteinander und fördert Chancengleichheit. Das Ziel: Gemeinsam nachhaltiger handeln und die Zukunft gestalten – von Osnabrück bis Trier, von Wesel bis Arnsberg.


















