
Langenfeld. Von A wie Alge oder Apfelmus bis W wie Waschmittel oder Water Bag – das Themenspektrum beim NRW-Landeswettbewerb „Jugend forscht junior“ war beeindruckend. Fast 80 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr 46 Projekte eingereicht. Im Mai trafen sie sich zum großen Finale und präsentierten ihre Arbeiten. Die jungen Forscherinnen und Forscher hatten sich erfolgreich in den jeweiligen Regional-Wettbewerben präsentiert und so das Ticket nach Essen gewonnen. Bei der feierlichen Preisverleihung vergab eine Jury aus Wirtschaft, Forschung und Bildung Preise in verschiedenen Fachgebieten, Sonderpreise und Buchgutscheine. Die Westenergie ist bereits zum 34. Mal Ausrichter des Wettbewerbs.
Neue Ansätze für umweltfreundliche Schmiermittel
Über den zweiten Platz im Fachgebiet Chemie durfte sich das Konrad-Adenauer-Gymnasium freuen. Jonathan Helleberg und Moritz Halmer forschten zum Thema „Fixierung von Gleitmittel durch Elektroadhäsion“.
In ihrem Projekt untersuchten sie, wie zwitterionische Polymere sowie Mischungen aus anionischen und kationischen Polymeren stabil zwischen zwei Metallplatten haften können – auch bei Bewegungen der Oberflächen. Ziel war es, neue Möglichkeiten für umweltfreundlichere und langlebige Schmiermittel zu erforschen, etwa für industrielle Gleitlager oder als potenziellen Knorpelersatz.
Die beiden Schüler konnten experimentell nachweisen, dass sich ein mehrschichtiges Schmiermittel herstellen lässt, bei dem eine Schicht dauerhaft an einer Oberfläche haftet und eine weitere Schicht als Gleitschicht dient. Für ihre Untersuchungen entwickelten und testeten sie verschiedene Schmiermittel mithilfe selbst konstruierter Messapparaturen.
„Wir alle können von der Perspektive der Schülerinnen und Schüler lernen.“
Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat das Motto des diesjährigen Wettbewerbs aufgegriffen: „Wir alle können von der Perspektive der Schülerinnen und Schüler lernen. Sie stellen Fragen, die wir oft nicht mehr stellen – weil sie unvoreingenommen und neugierig sind. Ihre Ideen laden ein, Gewohntes zu hinterfragen und neue Wege zu entdecken. Ein solcher Perspektivwechsel ist mehr als ein Experiment. Er zeigt Haltung. Wer bereit ist, den eigenen Standpunkt zu verlassen, stärkt Problemlösekompetenz, Empathie und Innovationskraft. Genau das, was wir in unserer Welt brauchen, die sich so rasant ändert.“
Beim Landeswettbewerb gibt es insgesamt sieben Fachgebiete: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- / Raumwissenschaften, Mathematik / Informatik, Physik und Technik. Bei der Preisverleihung gratulierten auch Essens Bürgermeisterin Julia Klewin, Torben Licht von der Stiftung Jugend forscht, sowie Jan Poppe, Geschäftsführer der Westenergie-Tochter Netzservice und Digitalisierungsexperte.
Jan Poppe ermunterte die jungen Forscherinnen und Forscher ausdrücklich zum Weitermachen: „Bewahrt Euch den Mut und die Freude am Experimentieren. Vielleicht führt Euch das in eine naturwissenschaftliche Ausbildung – das wäre toll. Und würde Euch viele Chancen eröffnen, nicht nur hier bei Westenergie.“ Sein Dank galt abschließend den betreuenden Lehrkräften, Eltern, der Jury und vor allem der Wettbewerbsleiterin Corinna Kieren: „Ohne Ihren Einsatz wäre vieles von den großartigen Dingen, die wir heute sehen durften, sicherlich nicht zustande gekommen.“
Energie. Für Entdeckerinnen und Entdecker.
Die Westenergie engagiert sich in ihren Partnerkommunen für soziale Projekte, Sport, Klimaschutz sowie Kultur und Bildung. Mit der 3malE-Bildungsinitiative motiviert das Unternehmen junge Menschen, sich mit Energie-, Technik- und Nachhaltigkeits-Themen auseinanderzusetzen und befähigt sie, die Energiewende aktiv mitzugestalten. Lehrende werden dabei unterstützt, Energiewissen praxisnah zu vermitteln und Schülerinnen und Schüler für MINT-Themen zu begeistern. Alle Siegerinnen und Sieger des NRW-Landeswettbewerbs „Jugend forscht junior“ finden Sie hier: www.3male.de
Westenergie setzt sich für die Menschen vor Ort ein, stärkt das Miteinander und fördert Chancengleichheit. Das Ziel: Gemeinsam nachhaltiger handeln und die Zukunft gestalten – von Osnabrück bis Trier, von Wesel bis Arnsberg.



















