Der 1. Löschzug der Berufsfeuerwehr MG vor der Feuerwache Fliethstraße (Foto: © Stadtarchiv Mönchengladbach)
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Mönchengladbach. Am Samstag, den 27. Juni, verwandelt sich der Europaplatz von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr in eine spannende Erlebnis- und Aktionsmeile. Die Berufsfeuerwehr Mönchengladbach feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Deshalb lädt die Feuerwehr alle Bürgerinnen und Bürger zu einem großen Tag der Feuerwehr für Jung und Alt ein. Das Jubiläumsprogramm bietet einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Lebensretter und verspricht jede Menge Highlights für die ganze Familie. Der Eintritt ist frei.

Technik zum Anfassen und spektakuläre Vorführungen

Ein besonderer Blickfang wird die große Fahrzeugausstellung sein. Hier treffen historische Schätze auf modernste Lösch- und Rettungsfahrzeuge der Gegenwart – eine eindrucksvolle Zeitreise durch die Feuerwehrgeschichte.

Zudem zeigen verschiedene Spezialeinheiten der Berufsfeuerwehr hautnah ihr Können:

  • Höhenretter und Reptiliengruppe: Die Spezialkräfte geben packende Einblicke in ihre außergewöhnlichen und oft gefährlichen Einsatzbereiche.
  • Modenschau: Präsentiert wird aktuelle Schutzkleidung für verschiedene Einsätze.
  • Live-Vorführungen: Bei einer spektakulären Fettexplosion wird eindrucksvoll demonstriert, wie Gefahren im Haushalt entstehen und wie man richtig reagiert.

Mitmachen und Erleben

Die Feuerwehr möchte an diesem Tag nicht nur zeigen, sondern auch einbinden. Beim Reanimationswettbewerb haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich unter professioneller Anleitung zu messen.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls bestens gesorgt: Vor Ort können Speisen und Getränke erworben werden.

Die Gründung der Berufsfeuerwehr

Die Geschichte des hauptamtlichen Brandschutzes in Mönchengladbach begann am 15. Mai 1901 mit der Aufnahme des Dienstbetriebs der ersten Berufsfeuerwehr. Die Stadt wuchs damals rasant: Rund 60.000 Einwohnerinnen und Einwohner, florierende Industrie – allen voran die Textilbranche – und neue Herausforderungen machten eine dauerhaft einsatzbereite Feuerwehr notwendig.

Die ersten Schritte in Richtung Professionalisierung waren bereits einige Jahre zuvor gemacht worden. 1895 wurde erstmals ein hauptamtlicher Gerätewart eingestellt, dessen Arbeitsplatz sich am Steigerturm an der Fliethstraße befand.

Mit der offiziellen Gründung der Berufsfeuerwehr entstand schließlich eine feste Struktur für den Brandschutz: Dienstvorschriften wurden entwickelt, Wachabläufe organisiert und die Alarmierung modernisiert – etwa durch ein Telegrafenzimmer im Jahr 1906.

Was einst mit einer Wache und wenigen Einsatzkräften begann, ist heute eine moderne Feuerwehr für eine Großstadt mit rund 277.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Täglich werden rund 100 Einsatzfunktionen besetzt und durchschnittlich fast 180 Einsätze bewältigt – gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr und den Hilfsorganisationen.

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