Duisburg. Am 10. April 2026 ereignete sich an der Kreuzung Ottostraße/Sandstraße ein tragischer Verkehrsunfall zwischen einem E-Scooter und einem Pkw. Für den Fahrer des E-Scooters kam jede Hilfe zu spät – er verlor sein Leben. Es ist der erste tödliche Verkehrsunfall eines E-Scooter-Fahrers in Duisburg.
Am späten Freitagabend (10. April, 23:48 Uhr) kollidierten im Kreuzungsbereich der Ottostraße/Sandstraße ein Mercedes und ein E-Scooter miteinander – der E-Scooter-Fahrer verstarb.
Der 18-jährige Mercedes-Fahrer schilderte den Einsatzkräften, dass er mit seinem Auto plötzlich mit einem E-Scooter samt Fahrer (32) zusammenstieß, bremste, ausstieg, den bewusstlosen Fahrer auf dem Boden liegen sah und um Hilfe schrie. Er selbst, sowie sein 22-jähriger Beifahrer blieben unverletzt.
Die eintreffenden Polizisten begannen sofort mit der Reanimation des 32-jährigen Duisburgers. Rettungskräfte brachten dann den Mann mit einem Krankenwagen in ein Krankenhaus, wo er noch in der Nacht zu Samstag (11. April) infolge seiner schweren Verletzungen verstarb. Weil der Verdacht bestand, dass der Autofahrer unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln ein Fahrzeug führte, ordnete die Staatsanwaltschaft Duisburg die Entnahme einer Blutprobe an – die ein Arzt auf der Polizeiwache entnahm.
Die beteiligten Fahrzeuge waren beide nicht mehr fahrbereit. Ein Abschleppunternehmen stellte das Auto sowie den Scooter sicher. Für die Dauer der Verkehrsunfallaufnahme durch ein speziell geschultes Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei Essen sperrten Polizisten die Unfallstelle.
Anlässlich dieses schweren Unglücks haben die Experten der Verkehrsunfallprävention/Opferschutz einen sogenannten “Geister-E-Scooter” vom Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen (LZPD NRW) organisiert. Der vollständig weiß gestaltete E-Scooter wird für die kommenden zwei bis drei Monate an der Unfallstelle angekettet stehen, um an den tragischen Vorfall zu erinnern.
E-Scooter erfreuen sich großer Beliebtheit, doch viele unterschätzen die Risiken. Hohe Geschwindigkeiten, fehlende Knautschzonen und die Tatsache, dass häufig kein Helm getragen wird, führen dazu, dass selbst vermeintlich leichte Stürze schwerste Verletzungen nach sich ziehen können. Insbesondere Kopfverletzungen gehören zu den häufigsten und gefährlichsten Unfallfolgen.
Die Polizei Duisburg appelliert deshalb an alle Verkehrsteilnehmenden: Halten Sie sich an die Verkehrsregeln. Fahren Sie aufmerksam und verantwortungsbewusst. Tragen Sie nach Möglichkeit einen Helm. Und vor allem: Unterschätzen Sie nicht die Gefahren, die mit der Nutzung eines E-Scooters einhergehen.
Der weiße E-Scooter erinnert daran, dass hinter jeder Unfallstatistik ein Mensch, eine Familie und ein unwiederbringlicher Verlust stehen.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier: https://polizei.nrw/e-scooter (ots)





















