Knappschaft Kliniken Dortmund (Foto: Knappschaft Kliniken Westfalen GmbH)
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Dortmund/Kamen/Bochum. Ein Krankenhauseingang, der symbolisch als geschlossen gekennzeichnet ist: Mit diesem Bild haben sich die Knappschaft Kliniken Dortmund, Lütgendortmund, Kamen und die Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum am Freitag am gemeinsamen Aktionstag der Krankenhausgesellschaften in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern gegen das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beteiligt.

Um 11 Uhr wurden an mehreren Standorten in NRW Eingänge mit Plakaten, Hinweisen oder Absperrband markiert. Wo es vor Ort notwendig war, wurden Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher über alternative Zugänge geleitet. Für Notfälle, Behandlungen und den regulären Krankenhausbetrieb änderte sich dadurch nichts.

Auch an den Knappschaft Kliniken Dortmund, Lütgendortmund, Kamen und Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum wurde die Aktion sichtbar. Der Krankenhausbetrieb lief während der Aktion regulär weiter. „Wir haben die Gelegenheit genutzt, um mit Patienten, Angehörigen und Besuchern ins Gespräch zu kommen und die möglichen Auswirkungen des geplanten Gesetzes zu diskutieren“, sagt Geschäftsführer Michael Kleinschmidt für die Knappschaft Kliniken Dortmund, Lütgendortmund und Kamen.

Die gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser verändern sich derzeit grundlegend. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz würde in seiner derzeit angedachten Form den wirtschaftlichen Druck auf die Krankenhäuser noch weiter erhöhen“, erklärt Dr. Hans Christian Atzpodien, Geschäftsführer der Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum GmbH und Hauptgeschäftsführer (CCO) der Knappschaft Kliniken GmbH. „Uns ist es wichtig mit dieser Aktion zu symbolisieren, dass solche Gesetze direkten Einfluss auf die Versorgung haben. Parallel prüfen wir als Verbund der Knappschaft Kliniken, wie wir medizinische Qualität, Verlässlichkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit auch unter den neuen Bedingungen sichern können“, so Atzpodien, denn: „Klar ist, unsere Patient/innen und ihre Versorgung stehen für uns immer an erster Stelle!“

Der Aktionstag fand an dem Tag statt, an dem sich der Bundesrat erstmals mit dem Gesetzentwurf befasst hat. Unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung.“ wollten die beteiligten Krankenhäuser deutlich machen, dass Kürzungen nicht nur in Bilanzen auftauchen. Sie können sich darauf auswirken, welche Angebote Krankenhäuser vorhalten, wie Dienste besetzt werden und wie nah Versorgung für Patientinnen und Patienten erreichbar bleibt.

Je nach Ausgestaltung des geplanten Gesetzes könnten den Knappschaft Kliniken künftig 30 bis 57 Millionen Euro pro Jahr fehlen. Für einen Verbund aus 13 Akutkrankenhäusern, drei Rehakliniken und ambulanten Einheiten in Nordrhein-Westfalen und im Saarland, der jährlich mehr als eine Million Patientinnen und Patienten versorgt, ist das keine abstrakte Haushaltsgröße. Aus dieser Größenordnung wird sehr schnell eine Versorgungsfrage.

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