Neuss. Die Interkulturellen Projekthelden e.V. aus Neuss haben am landesweiten Fach- und Jubiläumstag „75 Jahre Kinder- und Jugendförderplan Nordrhein-Westfalen“ in Düsseldorf teilgenommen und dort die Kinder- und Jugendarbeit aus Neuss präsentiert. Der Verein war als Aussteller vertreten und nutzte die Veranstaltung, um seine Arbeit einem landesweiten Fachpublikum vorzustellen sowie neue Kontakte zu Trägern, Institutionen und Fachkräften aus ganz Nordrhein-Westfalen zu knüpfen.
Die Interkulturellen Projekthelden engagieren sich seit vielen Jahren in den Bereichen Kinder- und Jugendarbeit, Demokratiebildung, kulturelle Bildung, Präventionsarbeit und internationale Jugendarbeit. Als Mitglied im Paritätischen Nordrhein-Westfalen arbeitet der Verein eng mit Schulen, pädagogischen Einrichtungen, Kommunen und weiteren Netzwerkpartnern zusammen. Zu den zentralen Angeboten gehört das durch die Stadt Neuss geförderte interkulturelle Jugendzentrum InKult, das jungen Menschen Raum für Begegnung, Bildung, Beteiligung und kulturellen Austausch bietet.
Der Fach- und Jubiläumstag wurde vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen organisiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft sowie der freien Kinder- und Jugendhilfe kamen zusammen, um auf die Entwicklung der Jugendförderung zurückzublicken und gleichzeitig über die Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit zu diskutieren. Der Verein bedankt sich beim Ministerium für die Organisation der Veranstaltung und die langjährige Unterstützung der Kinder- und Jugendförderung in Nordrhein-Westfalen.
Kinder- und Jugendministerin Verena Schäffer betonte im Rahmen der Veranstaltung die besondere Bedeutung des Kinder- und Jugendförderplans für die Zukunft junger Menschen. Beteiligung, Bildung, Engagement und die Schaffung verlässlicher Strukturen seien wichtige Voraussetzungen für ein gelingendes Aufwachsen und eine starke demokratische Gesellschaft.
Neben den Interkulturellen Projekthelden waren zahlreiche landesweit tätige Organisationen und Fachstellen vertreten, darunter der Landesjugendring NRW, die Landesjugendämter Rheinland und Westfalen-Lippe, die Arbeitsgemeinschaft Offene Türen NRW (AGOT NRW), die Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW, das Paritätische Jugendwerk NRW, der Kinderschutzbund NRW sowie die Deutsch-Türkische Jugendbrücke.
Für die Interkulturellen Projekthelden stand insbesondere die Möglichkeit im Vordergrund, die vielfältige Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Neuss auf Landesebene sichtbar zu machen und neue Impulse für die eigene Arbeit mitzunehmen. Als einer von insgesamt 23 Ausstellern repräsentierte der Verein dabei nicht nur seine eigene Arbeit, sondern zugleich einen Teil der vielfältigen Kinder- und Jugendhilfelandschaft der Stadt Neuss.
Umut Ali Öksüz, Vorstandsvorsitzender der Interkulturellen Projekthelden, erklärt: „Der Kinder- und Jugendförderplan NRW ist seit Jahrzehnten ein zentrales Fundament für die Kinder- und Jugendarbeit in unserem Land. Gerade in einer Zeit, in der Demokratie, gesellschaftlicher Zusammenhalt und politische Bildung zunehmend unter Druck geraten, sind starke Strukturen für junge Menschen wichtiger denn je. Kinder- und Jugendarbeit schafft Räume für Begegnung, Mitgestaltung und Verantwortung. Es war für uns eine besondere Ehre, die Neusser Jugendarbeit bei dieser landesweiten Veranstaltung vertreten und gemeinsam mit vielen engagierten Akteuren über die Zukunft junger Menschen diskutieren zu dürfen.“
Jugendsprecher Mirac Göl ergänzt: „Jugendbeteiligung lebt davon, dass junge Menschen ernst genommen werden und ihre Ideen einbringen können. Der Austausch mit Fachkräften und Jugendlichen aus ganz Nordrhein-Westfalen hat gezeigt, wie wichtig Partizipation, Begegnung und gemeinsame Verantwortung für unsere Gesellschaft sind. Veranstaltungen wie diese motivieren uns, junge Menschen noch stärker für Beteiligung und Engagement zu begeistern.“
Neben Fachvorträgen und Diskussionsformaten bot die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung. Für die Interkulturellen Projekthelden war insbesondere der direkte Dialog mit landesweiten Trägern, Fachstellen und politischen Entscheidungsträgern von großer Bedeutung.
Ein besonderes Highlight war zudem die aktive Beteiligung junger Menschen aus dem Jugendvorstand der Interkulturellen Projekthelden. Cihan Yatkin und Sara Rajavi führten vor Ort Interviews mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit und erhielten dabei spannende Einblicke in aktuelle Herausforderungen, innovative Projekte und Zukunftsperspektiven der Jugendförderung in Nordrhein-Westfalen. Die Gespräche verdeutlichten eindrucksvoll, wie wichtig die Perspektiven junger Menschen für die Weiterentwicklung einer modernen und zukunftsorientierten Jugendarbeit sind.
Die Teilnahme verdeutlicht zugleich die wichtige Rolle, die die Kinder- und Jugendarbeit in Neuss innerhalb der nordrhein-westfälischen Jugendhilfelandschaft einnimmt. Die beim Jubiläumstag gewonnenen Impulse sollen nun in die weitere Arbeit des Vereins einfließen. Ziel bleibt es, Kindern und Jugendlichen in Neuss Räume für Bildung, Begegnung, Beteiligung und gesellschaftliches Engagement zu eröffnen und damit einen Beitrag zu einer offenen, demokratischen und vielfältigen Stadtgesellschaft zu leisten.



















